401(k)-Guthaben in den USA: Durchschnitt steigt, Median überrascht

401(k)-Guthaben in den USA: Durchschnitt steigt, Median überrascht

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Die Altersvorsorge ist ein entscheidendes Thema, auch wenn es oft schwerfällt, Geld dafür beiseitezulegen. Diese Mittel könnten das aktuelle Leben erleichtern, Freizeitaktivitäten finanzieren oder größere Anschaffungen ermöglichen. Doch ohne private Ersparnisse droht im Ruhestand ein erheblicher Einkommensrückgang, da die staatliche Sozialversicherung in den USA typischerweise nur etwa 40 % des früheren Gehalts ersetzt.

Ein 401(k)-Plan bietet hier eine wichtige Möglichkeit zur Vorsorge, dessen Finanzierung durch automatische Abzüge vom Gehalt des Arbeitgebers unkompliziert ist. Aktuelle Daten von Vanguard geben Aufschluss über die Entwicklung dieser Altersvorsorgekonten.

Steigende 401(k)-Guthaben: Ein genauerer Blick

Laut jüngsten Daten von Vanguard verzeichneten die 401(k)-Guthaben im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg. Zum Jahresende 2025 erreichte das durchschnittliche 401(k)-Guthaben in den USA 167.970 US-Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 13 % gegenüber dem Vorjahr.

Auf den ersten Blick mag dieser Wert vielversprechend erscheinen und eine positive Entwicklung der Altersvorsorge in den Vereinigten Staaten signalisieren. Doch ein genauerer Blick auf die Zahlen offenbart ein differenzierteres Bild.

Durchschnitt vs. Median: Was die Zahlen wirklich sagen

Während der Durchschnittswert von 167.970 US-Dollar beeindruckt, erzählt der Median des 401(k)-Guthabens eine andere Geschichte. Zum Ende des letzten Jahres lag der Medianwert bei lediglich 44.115 US-Dollar. Dieser erhebliche Unterschied zwischen Durchschnitt und Median ist ein wichtiger Indikator.

Ein deutlich niedrigerer Median im Vergleich zum Durchschnitt deutet darauf hin, dass ein kleiner Prozentsatz sehr großer 401(k)-Guthaben den Durchschnittswert nach oben treibt. Der Median ist in solchen Fällen oft die repräsentativere Zahl und legt nahe, dass viele Amerikaner ihre 401(k)-Konten möglicherweise erheblich unterfinanziert haben.

Reicht das Ersparte für den Ruhestand?

Die Frage, ob das durchschnittliche 401(k)-Guthaben ausreicht, ist komplex. Wie bereits erwähnt, sollte man sich eher auf den Median konzentrieren. Selbst der höhere Durchschnittswert von 167.970 US-Dollar wird je nach Lebensphase unterschiedlich bewertet.

Für Personen in ihren Zwanzigern und Dreißigern ist dieser Betrag eine gute Basis. Für Vierzigjährige ist er akzeptabel. Für Menschen in ihren Fünfzigern wird es jedoch problematischer. Ein Beispiel verdeutlicht dies: Eine 57-jährige Person mit 167.970 US-Dollar und noch acht Arbeitsjahren vor sich, die monatlich weitere 500 US-Dollar spart und eine jährliche Portfoliorendite von 8 % erzielt, würde zum Renteneintritt etwa 375.000 US-Dollar angespart haben. Dies ist zwar besser als nichts, aber aus Sicht vieler Experten keine substanzielle Summe für einen komfortablen Ruhestand.