AI-Agenten: Wie sie Unternehmenshierarchien umkrempeln und Management neu definieren

AI-Agenten: Wie sie Unternehmenshierarchien umkrempeln und Management neu definieren

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AI-Agenten revolutionieren die Unternehmenslandschaft und führen zu einer neuen Welle der Organisationsvereinfachung. Führungskräfte und Berater prognostizieren flachere Hierarchien und grundlegend veränderte Managementrollen, da digitale Mitarbeiter zunehmend in den Arbeitsalltag integriert werden. Diese Entwicklung könnte traditionelle Organigramme grundlegend verändern.

Die "Great Flattening"-Bewegung und ihre Vorläufer

Seit Jahren fordern Führungskräfte in regelmäßigen Abständen eine "Great Flattening", um ihre Organisationen von der Last übermäßiger Verwaltung, doppelter Rollen und Bürokratie zu befreien. Bereits 2023 sprach Meta-CEO Mark Zuckerberg von einer Managementstruktur, die nicht von "Managern, die Manager managen, die Manager managen, die Manager managen, die die Leute managen, die die Arbeit machen" geprägt sein sollte.

Im Zuge dieser Bestrebungen reduzierte Meta 2023 seine Belegschaft um 10.000 Mitarbeiter. Auch andere Unternehmen folgten diesem Trend: Citi kündigte Pläne an, seine 13 Managementebenen auf 8 zu reduzieren. Im Januar 2024 begann UPS damit, 12.000 seiner 85.000 Managerstellen abzubauen.

Künstliche Intelligenz als Treiber flacherer Hierarchien

Mit der Einführung von KI-Agenten in die Arbeitswelt prognostizieren Beratungsfirmen nun eine neue Welle der Organisationsvereinfachung und strukturellen Veränderung. Eno Reyes, CTO und Mitbegründer von Factory, einem Unternehmen, das autonome Coding-Agenten für Firmen wie EY, Nvidia und Adobe entwickelt, beobachtet bereits eine Verdichtung der Organigramme. Er sagte gegenüber Business Insider: "Ihr Organigramm wird sich wahrscheinlich zu einer horizontaleren Struktur verdichten."

Reyes zufolge ermöglichen Fortschritte in der KI einer einzelnen Person, mehr menschliche Teams zu managen, da grundlegende Funktionen wie Berichterstattung und Datenverarbeitung automatisiert werden können. Dies "bricht die Hierarchie des mittleren Managements", so Reyes. KI-fokussierte Gruppen innerhalb von Unternehmen zeigen sich bereits "sehr flach im Vergleich zum Rest des Unternehmens".

Digitale Mitarbeiter und die Evolution der Führung

IBM Consulting erwartet ebenfalls neue Managementstrukturen, während das Unternehmen "digitale Mitarbeiter" neben seinen 150.000 menschlichen Beratern einsetzt. Mohamad Ali, Senior Vice President der Sparte, erklärte, dass IBM bereits Tausende von Agenten entwickelt und in fast 300 Kundenprojekten eingesetzt hat. Ali betont: "Ich glaube nicht, dass menschliche Manager diese Dinge auf die gleiche Weise managen werden, wie wir Menschen managen." Stattdessen würden Systeme die Verwaltung und die Festlegung von Leitplanken übernehmen.

Arvind Vasudevan, ehemaliger Engagement Manager bei McKinsey & Company und Mitbegründer des Startups Plaido, sieht ebenfalls einen Wandel. Er ist überzeugt, dass das aktuelle Modell eines Engagement Managers mit drei Business Analysts und Associates, das die untere Pyramidenhälfte bildet, nicht mehr notwendig ist. Stattdessen stellt er sich schlankere Beratungsteams vor, die von erfahrenen Generalisten geführt und von technischen Spezialisten unterstützt werden, die Agenten für mehrere Projekte entwickeln und verfeinern.

Die Ära der "5Xer" und "Megamanager"

McKinsey sucht bereits nach Kandidaten, die mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen können, sogenannte "5Xer". Alex Singla, Senior Partner bei McKinsey und Co-Leiter der KI-Sparte QuantumBlack, erklärte im Dezember gegenüber Business Insider, dass das Unternehmen nach Personen sucht, die in einem Bereich tiefgreifend qualifiziert sind, aber drei oder vier verschiedene Dinge gut managen können.

Vasudevan, dessen Startup Plaido ein "Beratungsteam in einer Box" aufbaut, geht davon aus, dass die nächste Arbeitsära über agile Teams hinausgeht und sich hin zu "Megamanagern" entwickeln wird. Dies sind Einzelpersonen, die größere Teams und breitere Verantwortungsbereiche als zuvor managen. Er prognostiziert: "Man wird Teams haben, die managerlastig sind – wo jeder ein Manager ist, manchmal Manager von Menschen, aber immer Manager von Agenten."

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