
Aktienmarkt 2026: Volatilität erwartet – Langfristig investiert bleiben
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Der Aktienmarkt hat im März einen turbulenten Monat erlebt, der in einem Verlustquartal mündete. Experten prognostizieren für das Jahr 2026 eine weiterhin "holprige und unebene Fahrt", betonen jedoch die Bedeutung, investiert und diversifiziert zu bleiben, um langfristige Erfolge zu sichern.
Aktuelle Marktlage: Ein turbulenter Start ins Jahr 2026
Der letzte Handelstag im März brachte dem Aktienmarkt zwar eine Rallye, beflügelt von der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Krieges. Dennoch war der März für Anleger kein einfacher Monat: Die Indizes S&P 500, Dow Jones und Nasdaq verzeichneten jeweils einen Rückgang von rund 5 %, was ein verlorenes Quartal abschloss.
Jack Manley, globaler Marktstratege bei JPMorgan Asset Management, warnt, dass die Märkte "extrem sensibel auf Schlagzeilen, sowohl positive als auch negative", reagieren werden. Er merkt an, dass der Markt bereits vor dem Konflikt im Iran nicht "in Flammen stand".
Volatilität erwartet: "Eine holprige Fahrt"
Anleger sollten sich auf weitere dramatische Schwankungen am Aktienmarkt einstellen. Manley kommentiert die aktuelle Lage: "Es ist immer noch ein guter Zeitpunkt, Risiken einzugehen, aber man muss sich bewusst sein, dass es im Laufe dieses Jahres eine holprige und unebene Fahrt werden wird."
Trotz der erwarteten Turbulenzen rät JPMorgan Asset Management davon ab, sich aus dem Markt zurückzuziehen. Daten des Unternehmens zeigen, dass Anleger, die ihre Investitionen häufig umschichten, am meisten verlieren.
Warum Dranbleiben sich auszahlt
Die Analyse von S&P 500-Daten durch JPMorgan Asset Management über die letzten zwei Jahrzehnte zeigt ein klares Muster: Sechs der zehn besten Markttage fielen innerhalb von zwei Wochen mit den zehn schlechtesten Tagen zusammen. Ein prägnantes Beispiel ist der 12. März 2020, der zweitschlechteste Tag des Jahres, dem unmittelbar der zweitbeste Tag folgte.
Anleger, die vollständig investiert bleiben, erzielen laut JPMorgan Asset Management die besten Renditen. Je mehr "beste Tage" Anleger durch häufiges Ein- und Aussteigen verpassen, desto schlechter fallen ihre Erträge aus.
Diversifikation als Schlüssel zur Risikostreuung
Um die erwartete Volatilität besser zu überstehen, empfiehlt Manley eine breite Diversifikation. Dies beinhaltet Engagements in:
- Internationale Märkte
- Festverzinsliche Wertpapiere
- Andere Kategorien wie Immobilien oder Sachwerte, die nicht mit den Marktrenditen korrelieren
Eine solche Strategie hilft, das Portfolio widerstandsfähiger gegenüber unerwarteten Schwankungen zu machen.
US-Aktien: Langfristig ein "großartiger Ort zur Vermögensbildung"
Eine "Set-it-and-forget-it"-Anlagestrategie in einen S&P 500 Index, bestehend aus US-Large-Cap-Aktien, hat sich in der Vergangenheit als erfolgreich erwiesen. Der Index verzeichnete drei aufeinanderfolgende Jahre mit zweistelligen Gewinnen: rund 16 % im Jahr 2025, 23 % im Jahr 2024 und 24 % im Jahr 2023.
Obwohl der S&P 500 im Jahr 2026 bisher um etwa 3,5 % gesunken ist und diese Gewinne voraussichtlich nicht erreichen wird, betont Manley: "In jedem gegebenen Jahr kann man als US-Aktieninvestor ein schlechtes Jahr haben. Aber auf lange Sicht hat die Geschichte sehr deutlich gezeigt, dass US-Aktien ein großartiger Ort sind, um Vermögen aufzubauen."
Unsicherheitsfaktoren am Horizont
Neben dem Konflikt im Iran tragen weitere globale Ereignisse zur Unsicherheit am Markt bei. Dazu gehören:
- Die US-Intervention in Venezuela
- Gespräche über den Erwerb Grönlands
- Der Zusammenbruch des japanischen Anleihemarktes
Diese Faktoren verstärken die Sensibilität des Marktes für Schlagzeilen und tragen zur erwarteten Volatilität bei.
Strategische Finanzplanung für ruhigere Nerven
Brian Schmehil, zertifizierter Finanzplaner und Managing Director für Vermögensverwaltung bei The Mather Group in Chicago, betont die Bedeutung eines klaren Plans. Ein solcher Plan hilft Anlegern, auch bei emotionalen oder stressigen unerwarteten Ereignissen auf Kurs zu bleiben.
Idealerweise umfasst dies ausreichend Bargeld für kurzfristige Ziele und einen "guten Plan" für langfristige Investitionen. Durch regelmäßiges Rebalancing und das Verständnis der persönlichen Risikotoleranz haben Anleger eine bessere Chance, ihren Kurs beizubehalten, anstatt bei unangenehmen Portfolio-Salden oder Emotionen auszusteigen.