
Aktienmarkt jetzt? Historie zeigt: Langfristigkeit zahlt sich aus
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Der S&P 500 zeigt sich in den letzten Wochen stagnierend, was viele Anleger verunsichert. Während die Meinungen über die zukünftige Entwicklung des Aktienmarktes auseinandergehen, liefert die Historie eine klare Antwort auf die Frage, ob jetzt der richtige Zeitpunkt zum Investieren ist.
S&P 500 stagniert: Geteilte Meinungen unter Anlegern
Nach Jahren rekordverdächtigen Wachstums verzeichnete der S&P 500 (SNPINDEX: ^GSPC) seit Jahresbeginn lediglich ein Plus von 0,24 %. Diese Stagnation spiegelt sich in der Anlegerstimmung wider: Laut der jüngsten wöchentlichen Umfrage der American Association of Individual Investors sind rund 35 % der Anleger optimistisch für die nächsten sechs Monate, während 37 % pessimistisch in die Zukunft blicken. Dieser Pessimismus ist ein Anstieg von 29 % Anfang Februar.
Historie als Wegweiser: Langfristiges Wachstum trotz Schwankungen
Viele Anleger befürchten, dass nach dem Erreichen immer neuer Rekordhochs nur noch ein Rückgang folgen kann. Die Geschichte des Marktes beweist jedoch, dass stets Raum für weiteres Wachstum besteht – vorausgesetzt, man ist bereit, langfristig investiert zu bleiben. Eine langfristige Perspektive macht den genauen Kaufzeitpunkt weniger entscheidend.
Der "schlechteste" Zeitpunkt? Ein Blick auf die Große Rezession
Selbst eine Investition zum scheinbar ungünstigsten Zeitpunkt kann über die Zeit erheblichen Wohlstand aufbauen. Ein Beispiel hierfür ist eine Investition in einen S&P 500 Indexfonds oder ETF im Dezember 2007. Dies war kurz vor dem Beginn der Großen Rezession in den USA, die bis Mitte 2009 andauerte. Der S&P 500 erreichte erst 2013 wieder ein neues Allzeithoch.
Wer Ende 2007 investierte, kaufte also zu Rekordpreisen unmittelbar vor einer der längsten und schwersten Rezessionen der US-Geschichte. Die Jahre zwischen 2007 und 2013 waren zweifellos schwierig. Bis heute hat der S&P 500 jedoch Gesamtrenditen von über 363 % erzielt.
Warum Markt-Timing ein zweischneidiges Schwert ist
Hätte man mehr verdienen können, wenn man mit der Investition bis 2009 gewartet hätte, als die Aktienkurse ihren Tiefpunkt erreichten? Zweifellos. Doch der Versuch, den Markt zu timen, ist ein zweischneidiges Schwert. Wer zu lange mit dem Investieren wartet, könnte einen Großteil der lukrativen Erholungsphase verpassen.
In den meisten Fällen ist es sicherer, kontinuierlich zu investieren, unabhängig von der aktuellen Marktentwicklung. Selbst bei einer Investition zu einem "schlechten" Zeitpunkt können über die Zeit noch immer signifikante Renditen erzielt werden.
Die Resilienz des Gesamtmarktes und die Risiken einzelner Aktien
Während der Gesamtmarkt sehr wahrscheinlich wirtschaftliche Durststrecken überwindet, haben nicht alle einzelnen Aktien dieses Glück. Instabile Unternehmen sind anfälliger für Abstürze und Verluste. Dies kann auf ein schwaches Geschäftsmodell, wackelige Finanzen, mangelnde Wettbewerbsvorteile oder schlechte Führungsentscheidungen zurückzuführen sein.