Alphabet und Micron: Zwei Wege ins Herz der KI-Revolution

Alphabet und Micron: Zwei Wege ins Herz der KI-Revolution

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Die Welt der Künstlichen Intelligenz (KI) wächst rasant und bietet Anlegern zahlreiche Möglichkeiten, aber auch die Herausforderung, die vielversprechendsten Unternehmen zu identifizieren. Zwei Unternehmen, die in diesem dynamischen Sektor eine zentrale Rolle spielen, sind Alphabet und Micron Technology.

Alphabet: Der Full-Spectrum-Player in der KI

Alphabet, die Muttergesellschaft von Google (NASDAQ: GOOG)(NASDAQ: GOOGL), positioniert sich als ein umfassender Akteur in der KI-Branche. Es ist das einzige große KI-Unternehmen, das sowohl im Software- als auch im Hardware-Bereich tätig ist. Dies geschieht über seine Google Gemini KI-Plattform und die Tensor Processing Unit (TPU)-Hardware.

Gemini: Software-Powerhouse mit wachsendem Marktanteil

Die KI-Plattform Gemini hat sich seit 2023 einen beachtlichen Marktanteil im Bereich der Large Language Models (LLMs) für Unternehmen erarbeitet. Der Anteil stieg von 7 % auf 21 % und könnte OpenAI's ChatGPT in diesem Jahr überholen, wenn der Trend anhält. Bemerkenswert ist auch die Partnerschaft mit Apple, einem "Magnificent Seven"-Konkurrenten, dessen KI-Programm auf Gemini basiert. Dies verwandelte einen potenziellen Wettbewerber in einen Kunden.

TPUs: Hardware-Innovation im Wettbewerb mit Nvidia

Auf der Hardware-Seite stellen Alphabets TPU-Chips eine der ersten echten Alternativen zu Nvidias Graphics Processing Units (GPUs) dar. Obwohl Anthropic's Claude mit 40 % einen größeren Anteil am LLM-Markt für Unternehmen hat, kündigte Anthropic Ende letzten Jahres an, über ein Gigawatt an Rechenkapazität mit Alphabet TPU-Chips online zu stellen. Das bedeutet, dass Claude, obwohl es softwareseitig mit Gemini konkurriert, teilweise auf Google-Hardware laufen wird. Auch OpenAI erwägt den Einsatz von TPU-Chips für seine Software.

Solide Finanzkennzahlen

Alphabet untermauert seine KI-Ambitionen mit beeindruckenden Finanzzahlen. Das Unternehmen erzielte 2025 einen Umsatz von 402,8 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 15 % gegenüber 2024 entspricht – ein sehr schnelles Wachstum angesichts der Unternehmensgröße. Die Nettogewinnmarge liegt bei 32,8 % und das Schulden-zu-Eigenkapital-Verhältnis ist mit 0,14 sehr gesund. Es ist jedoch anzumerken, dass das Analystenteam von The Motley Fool Stock Advisor Alphabet nicht zu ihren Top-10-Aktien zählte, die sie aktuell zum Kauf empfehlen.

Micron Technology: Der unverzichtbare Speicherchip-Lieferant

Während Alphabet das gesamte KI-Spektrum abdeckt, profitiert Micron Technology Inc. (NASDAQ: MU) als wichtiger Zulieferer von Speicherchips massiv vom KI-Boom, insbesondere durch die steigende Nachfrage nach Nvidias KI-Prozessoren. Nvidia-CEO Jensen Huang prognostizierte, dass Nvidias KI-Prozessoren bis 2027 einen Umsatz von 1 Billion US-Dollar generieren werden.

Speicher als kritische Komponente

Micron produziert Arbeitsspeicher (RAM) und dynamischen Direktzugriffsspeicher (DRAM), die für die Speicherung und den Abruf von Informationen unerlässlich sind. KI-Anwendungen benötigen enorme Mengen an Speicher. Die GPUs von Nvidia, bekannt für ihre Leistungsfähigkeit, bestehen aus mehreren Komponenten, darunter Speicherchips. Micron ist der Hersteller des HBM4 36 Gigabyte (GB) Speicherchips, der in Nvidias neuer Vera Rubin GPU zum Einsatz kommt und dessen Produktion kürzlich in hohem Volumen anlief.

Knappheit treibt Preise und Gewinne

Micron ist einer von nur drei großen Volumenherstellern von Speicherchips weltweit, neben Samsung und SK Hynix. Die aktuelle Speicherknappheit ist so gravierend, dass die Preise für RAM bis zum ersten Quartal 2026 voraussichtlich um 50 % gegenüber Ende 2025 steigen werden. Intel-CEO Lip-Bu Tan geht davon aus, dass sich die Knappheit frühestens 2028 entspannen wird. Diese Situation führt zu massivem Wachstumspotenzial für die wenigen Produzenten.

Beeindruckende Finanzprognosen

Microns Price/Earnings-to-Growth (PEG)-Verhältnis liegt bei 0,44, was auf eine potenzielle Unterbewertung hindeutet (ein PEG unter 1 gilt als potenziell unterbewertet). Der jährliche Gewinn pro Aktie (EPS) für 2025 betrug 8,29 US-Dollar und übertraf die Erwartungen um 0,20 US-Dollar. Für 2026 wird ein EPS von 51,49 US-Dollar prognostiziert, was mehr als dem Sechsfachen des tatsächlichen EPS von 2025 entspricht. Die Speicherknappheit und die damit verbundenen Preisanstiege sind der Hauptgrund für diese hohen Gewinnerwartungen. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 übertraf Micron seine EPS-Prognose von 8,73 US-Dollar deutlich und erreichte 12,20 US-Dollar, ein Gewinnanstieg von fast 40 %.