
Altersvorsorge: Diese Fehler zehren Ihre Ersparnisse im Ruhestand auf
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Während sich viele Ratschläge zur Altersvorsorge auf das Sparen konzentrieren, ist die Verwaltung der Ersparnisse im Ruhestand ebenso entscheidend. Schätzungen gehen von einem Bedarf von bis zu 1 Million US-Dollar für einen komfortablen Ruhestand aus, in teureren Regionen wie Hawaii sogar bis zu 2 Millionen US-Dollar (1). Die Realität zeigt jedoch, dass viele Amerikaner weit davon entfernt sind: Laut Fidelity verfügen Personen kurz vor dem Ruhestand (55-64 Jahre) im Durchschnitt über etwa 200.000 US-Dollar, während unter 35-Jährige nur rund 45.000 US-Dollar angespart haben (2). Selbst ein solides Finanzpolster kann durch unbedachte Entscheidungen nach dem Renteneintritt schnell schrumpfen. Experten weisen auf eine Reihe von Fehlern hin, die Altersvorsorge-Ersparnisse unbemerkt aufzehren können.
Planlose Abhebungen aus dem Portfolio
Ein weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass ein angespartes Vermögen von 1 Million oder 2 Millionen US-Dollar ausreicht, um "nach Bedarf" Geld abzuheben. Doch sporadische Abhebungen summieren sich schnell und können das Altersvorsorge-Portfolio unerwartet belasten. Wenn beispielsweise 4.000 US-Dollar für einen Urlaub, 2.000 US-Dollar für Hausreparaturen und 1.000 US-Dollar für Geschenke abgehoben werden, können sich monatliche Abhebungen von durchschnittlich 2.000 US-Dollar ergeben.
Dies entspricht zusätzlichen 24.000 US-Dollar pro Jahr oder 2,4 % eines 1-Millionen-Dollar-Portfolios. Solche Entnahmen kommen zu den regulären Lebenshaltungskosten hinzu, was dazu führen kann, dass weit mehr Geld abgehoben wird als ursprünglich geplant – insbesondere in Jahren mit unerwartet hohen Ausgaben. Eine strukturierte Entnahmeplanung ist daher entscheidend, um die Langlebigkeit der Altersvorsorge-Ersparnisse zu sichern.
Verkauf von Anlagen bei Marktabschwüngen
Wenn die Märkte fallen, geraten viele Rentner in Versuchung, ihre Investitionen zu verkaufen, um laufende Ausgaben zu decken. Dieser Schritt ist jedoch oft kontraproduktiv, da er Verluste festschreibt. Wenn ein Portfolio beispielsweise um 20 % sinkt und 50.000 US-Dollar zur Deckung der Lebenshaltungskosten entnommen werden, hat dieses Geld keine Chance, sich bei einer Markterholung wieder zu erholen.
Experten raten oft dazu, ein bis zwei Jahre der erwarteten Ausgaben in bar zu halten. Dieser Puffer verhindert, dass Rentner in Zeiten von Marktabschwüngen gezwungen sind, ungünstige Verkaufsentscheidungen zu treffen und ihr Portfolio zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt zu verkleinern.
Zu konservative Anlagestrategie
Es ist zwar vernünftig, im Ruhestand zu sichereren Anlagen zu wechseln, doch eine zu konservative Strategie kann sich nachteilig auswirken. Ein Portfolio, das beispielsweise nur 2 % pro Jahr erwirtschaftet, wird Schwierigkeiten haben, mit der Inflation Schritt zu halten und die Kaufkraft der Ersparnisse langfristig zu erhalten.
Finanzplaner empfehlen stattdessen oft ein Portfolio, das 30 % bis 60 % in Aktien investiert. Eine solche Mischung kann ein besseres langfristiges Wachstum bieten und dazu beitragen, dass die Altersvorsorge-Ersparnisse auch in Zukunft ihre Kaufkraft behalten. Die richtige Balance zwischen Sicherheit und Wachstum ist entscheidend für eine erfolgreiche Altersvorsorge.