
Altimeter Capital verlässt Meta: KI-Fokus verschiebt sich zu Infrastruktur
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Altimeter Capital hat seine bedeutende Beteiligung an Meta Platforms (NASDAQ:META) aufgelöst. Gründer Brad Gerstner begründet diesen Schritt damit, dass Meta derzeit nicht zu den Marktführern im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zählt. Stattdessen verlagert der Fonds seinen Fokus auf Unternehmen, die die grundlegende Infrastruktur für den KI-Boom bereitstellen.
Altimeter Capital zieht sich von Meta zurück
Altimeter Capital, ein bekannter Investmentfonds, hat seine signifikante Position in Meta Platforms Inc. (NASDAQ:META) aufgegeben. Dies gab Gründer Brad Gerstner am Dienstag bekannt. Er erklärte, dass Meta nicht auf seiner Liste der Top-Holdings für das Jahr 2026 erscheint.
Altimeter hatte Ende 2022 in Meta investiert und von einem Kursanstieg von rund 90 US-Dollar auf über 700 US-Dollar profitiert. Dieser Erfolg basierte auf Metas Effizienzstrategie, die Gerstner öffentlich befürwortet hatte.
Metas KI-Herausforderung aus Anlegersicht
Gerstner sieht Meta nun vor einem "schwierigen Übergang", um Künstliche Intelligenz effektiv zu nutzen. Obwohl er Metas jüngste Bemühungen, wie die Neugründung seines KI-Labors, anerkennt, äußerte er sich deutlich zur aktuellen Position des Unternehmens im Vergleich zu Wettbewerbern. "Tatsache ist, dass sie heute keine Marktführer in KI sind", so Gerstner.
Er betrachtet Meta zwar als "riesigen Nutznießer" der Technologie, zieht es jedoch vor, Kapital in Unternehmen mit niedrigeren Multiples und klareren, unmittelbaren Wachstumskatalysatoren zu investieren. Dies sei besonders wichtig in einem "Stock Pickers Market", wie er es nannte.
Fokus auf KI-Infrastruktur: "Picks and Shovels"
Altimeter hat seinen Fokus stark auf die "Picks and Shovels" des KI-Booms verlagert. Gerstners größte Wetten liegen nun bei Infrastrukturunternehmen. Dazu gehören Nvidia Corp. (NASDAQ:NVDA), Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. Ltd. (NYSE:TSM) und der Cloud-Anbieter CoreWeave Inc. (NASDAQ:CRWV).
Gerstner ist der Ansicht, dass Investoren das Ausmaß des KI-Superzyklus immer noch "unterschätzen". Er wies darauf hin, dass große Technologieunternehmen im Jahr 2023 150 Milliarden US-Dollar für Investitionsausgaben (CapEx) zum Bau von Rechenzentren ausgegeben haben. Diese Zahl wird voraussichtlich bis 2026 500 Milliarden US-Dollar übersteigen. "Das ist nicht spekulativ. Das sind Bestellungen. Das sind Gebäude. Das ist Strom", betonte er.
Nvidia-Bewertung: Wachstum rechtfertigt Multiple
Gerstner verteidigte seine Top-Holding Nvidia gegen Bedenken, die Aktie sei zu stark gestiegen. Angesichts der Konsensschätzungen, die ein Gewinnwachstum von 65% in diesem Jahr prognostizieren, argumentierte er, dass das aktuelle Multiple der Aktie von rund dem 25-fachen der Gewinne "nicht anspruchsvoll" sei.
Altimeter benötigt keine Multiple-Expansion, um seine Renditeziele zu erreichen. Es genüge, wenn das Unternehmen die erwarteten Gewinne liefert.
Metas jüngste Aktienperformance
Die Aktien von Meta (META) sind in den letzten sechs Monaten um 8,04% gefallen, haben aber im Jahresverlauf einen Anstieg von 6,92% verzeichnet. Am Dienstag stiegen die Aktien um 0,28% auf 660,62 US-Dollar pro Stück und fielen nachbörslich um 0,21%.
Laut Benzinga’s Edge Stock Rankings weist META mittelfristig und langfristig einen schwächeren Preistrend auf, zeigt jedoch kurzfristig einen starken Trend und eine solide Qualitätsbewertung.