
Amazon: KI-Potenzial für den E-Commerce-Riesen auf dem Weg zur 4-Billionen-Dollar-Marke
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Amazon (NASDAQ: AMZN) hat in den letzten fünf Jahren eine Marktkapitalisierung von 2,3 Billionen US-Dollar erreicht, wobei der Aktienkurs um 44 % gestiegen ist. Dennoch gehört der Cloud-Computing- und E-Commerce-Gigant zu den nur zwei "Magnificent Seven"-Unternehmen, die die Wertentwicklung des S&P 500 von rund 80 % im gleichen Zeitraum unterboten haben.
Amazon im Schatten der "Magnificent Seven"
Während der S&P 500 in den letzten fünf Jahren um etwa 80 % zulegte, blieb Amazon mit einem Plus von 44 % deutlich zurück. Auch Microsoft, das andere "Magnificent Seven"-Unternehmen, das den Benchmark-Index nicht übertraf, verzeichnete mit rund 78 % einen nur geringfügig geringeren Anstieg als der Index. Im Gegensatz dazu explodierte die Nvidia-Aktie im selben Zeitraum um 1.330 %, angetrieben durch ihre führende Position bei fortschrittlichen Grafikprozessoren (GPUs) für Künstliche Intelligenz (KI).
Der Aufstieg der KI hat maßgeblich zu den marktübertreffenden Gewinnen der meisten "Magnificent Seven"-Aktien beigetragen. Angesichts der starken Umsatz- und Gewinnentwicklung vieler Top-Tech-Unternehmen im Zusammenhang mit KI fällt Amazons relative Underperformance besonders auf.
E-Commerce als Margenbremse
Im Jahr 2025 erzielte Amazon einen Umsatz von 716,9 Milliarden US-Dollar und übertraf Walmart als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt. Obwohl Amazon deutlich bessere Gewinnmargen als Walmart erzielt, liegt sein Nettogewinn im Verhältnis zum Umsatz deutlich unter dem der meisten "Magnificent Seven"-Unternehmen. Diese Margendifferenz im Vergleich zu anderen Tech-Führern ist darauf zurückzuführen, dass Amazon den Großteil seines Umsatzes immer noch aus dem E-Commerce-Geschäft generiert, welches bekanntermaßen sehr kostenintensiv ist.
Die Bruttomarge des Unternehmens liegt bei 50,29 %. Dennoch erfordert der Online-Handel hohe Investitionen in Logistik, Lagerhaltung und Personal, was die Netto-Ergebnisse schmälert.
AWS: Der KI-gestützte Wachstumsmotor
Das margenstärkere Segment Amazon Web Services (AWS) machte im letzten Jahr zwar nur 18 % des Gesamtumsatzes aus, trug aber 45,6 Milliarden US-Dollar zum gesamten operativen Gewinn von 80 Milliarden US-Dollar bei. Das Cloud-Infrastruktursegment von AWS hat bereits ein durch steigende KI-Nachfrage unterstütztes Umsatzwachstum verzeichnet und dürfte das Gewinnwachstum weiter vorantreiben.
Die Nachfrage nach Cloud-Diensten, insbesondere für KI-Anwendungen, positioniert AWS als einen zentralen Treiber für Amazons zukünftige Ertragsentwicklung.
KI-Potenzial für den E-Commerce
Es gibt jedoch gute Gründe anzunehmen, dass Amazon nicht dauerhaft ein Nachzügler bleiben wird. Das Unternehmen steht wahrscheinlich erst am Anfang, von den Vorteilen der KI zu profitieren. Amazon könnte dank der Entwicklung von KI- und Robotik-Technologien deutlich bessere Margen in seinem E-Commerce-Geschäft erzielen.
Potenzielle Verbesserungen umfassen:
- Lagerautomatisierung: Effizienzsteigerungen durch den Einsatz von Robotern in den Logistikzentren.
- **Autonomes Fahren:** Reduzierung der Betriebskosten durch autonome Lieferfahrzeuge.
- Liefertechnologien: Optimierung der gesamten Lieferkette durch KI-gestützte Routenplanung und Prozessverbesserungen.
Amazons massive Umsatzbasis als größtes Unternehmen der Welt nach Umsatz bietet in Verbindung mit diesen technologischen Fortschritten das Potenzial für ein enormes Gewinnwachstum.
Der Weg zum 4-Billionen-Dollar-Club?
Die genannten Entwicklungen könnten Amazon das Potenzial verleihen, um 74 % zu steigen und sich Nvidia im 4-Billionen-Dollar-Club anzuschließen. Die aktuelle Marktkapitalisierung von 2,3 Billionen US-Dollar lässt Raum für ein solches Wachstum, insbesondere wenn die KI-Integration im E-Commerce die Margen signifikant verbessert. Es wird erwartet, dass Amazon erst am Anfang steht, die vollen Vorteile der Künstlichen Intelligenz zu nutzen.