Amazon plant größten Stellenabbau der Unternehmensgeschichte

Amazon plant größten Stellenabbau der Unternehmensgeschichte

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Der E-Commerce- und Tech-Gigant Amazon steht vor dem größten Stellenabbau seiner Unternehmensgeschichte. Nach einer ersten Welle im Oktober des vergangenen Jahres plant das Unternehmen, weitere Tausende von Arbeitsplätzen zu streichen, um die Unternehmensbelegschaft um insgesamt rund 10 Prozent oder etwa 30.000 Stellen zu reduzieren. Diese umfassenden Maßnahmen sollen die Effizienz steigern und bürokratische Strukturen abbauen.

Umfangreiche Stellenkürzungen bei Amazon

Amazon bereitet sich auf eine zweite Entlassungswelle vor, die eine ähnliche Anzahl von Mitarbeitern wie die erste Runde im Oktober betreffen könnte, bei der bereits rund 14.000 Angestellte ihre Positionen verloren. Das Gesamtziel von etwa 30.000 abgebauten Stellen würde die bisher größten Kürzungen in der Geschichte des Unternehmens, die 27.000 Stellen im Jahr 2022, deutlich übertreffen. Die Pläne könnten sich jedoch noch ändern.

Betroffene Bereiche und Zeitplan

Die bevorstehenden Entlassungen könnten bereits nächste Woche beginnen und voraussichtlich mehrere Schlüsselbereiche des Unternehmens betreffen. Dazu gehören:

Mitarbeiter, die von den Kürzungen im Oktober betroffen waren, erhielten eine Frist von 90 Tagen, um intern nach neuen Positionen zu suchen, während sie weiterhin auf der Gehaltsliste standen. Diese Frist ist kürzlich abgelaufen. Amazon hat sich zu den aktuellen Berichten nicht sofort geäußert.

Die Begründung des CEOs: Bürokratie statt KI?

Ursprünglich wurden die Kürzungen im Oktober in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter mit dem Aufkommen von Künstlicher Intelligenz (KI) in Verbindung gebracht. Dort hieß es, "diese Generation der KI ist die transformativste Technologie, die wir seit dem Internet gesehen haben, und sie ermöglicht es Unternehmen, viel schneller als je zuvor Innovationen voranzutreiben."

Später jedoch stellte Amazon CEO Andy Jassy während des Ergebnisberichts für das dritte Quartal klar, dass die Entlassungen nicht primär finanziell oder direkt KI-getrieben seien. Stattdessen führte er sie auf "exzessive Bürokratie" und "zu viele Schichten" innerhalb des Unternehmens zurück. Jassy äußerte: "Man hat am Ende viel mehr Leute als zuvor und viel mehr Schichten." Er hatte bereits im vergangenen Jahr die Erwartung geäußert, dass die Unternehmensbelegschaft durch Effizienzsteigerungen, auch durch KI, reduziert werden würde.

Jassy initiierte zudem im vergangenen Jahr eine Maßnahme zur Reduzierung der Managerzahl, indem er eine anonyme Beschwerdelinie einrichtete. Diese generierte rund 1.500 Rückmeldungen und führte zu über 450 Prozessänderungen, um Ineffizienzen zu identifizieren und zu beheben.

Hintergrund und Mitarbeiterzahlen

Laut einem Bloomberg-Bericht beschäftigte Amazon im September 2024 rund 1,58 Millionen Mitarbeiter weltweit, wobei die Mehrheit in den Lagerhäusern tätig ist. Die Unternehmensbelegschaft umfasste demnach etwa 350.000 Personen. Die geplanten 30.000 Stellenstreichungen würden somit etwa 10 Prozent dieser Unternehmensbelegschaft ausmachen.

Unterstützung für betroffene Mitarbeiter

Amazon hat zugesichert, die betroffenen Mitarbeiter umfassend zu unterstützen. In der internen Nachricht vom Oktober wurde den Mitarbeitern mitgeteilt, dass sie für etwa drei Monate auf der Gehaltsliste bleiben könnten, um sich nach neuen Jobmöglichkeiten umzusehen. Die Rekrutierungsteams des Unternehmens würden interne Kandidaten priorisieren, um so vielen Menschen wie möglich zu helfen, neue Rollen innerhalb von Amazon zu finden. Die genaue Dauer dieser Unterstützung kann je nach lokalen Gesetzen variieren.

Amazon wird voraussichtlich am 5. Februar seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal veröffentlichen.