Angitia schließt Patientenrekrutierung für Phase-2-Osteoporose-Studie ARTEMIS ab

Angitia schließt Patientenrekrutierung für Phase-2-Osteoporose-Studie ARTEMIS ab

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Angitia Biopharmaceuticals, ein Biotechnologieunternehmen im klinischen Stadium, hat die Patientenrekrutierung für seine Phase-2-Studie ARTEMIS erfolgreich abgeschlossen. Diese internationale Studie evaluiert AGA2118, einen bispezifischen Antikörper, der als potenzielle Behandlung für Osteoporose bei postmenopausalen Frauen entwickelt wird. Die Veröffentlichung der Topline-Ergebnisse wird für das Jahr 2027 erwartet.

Meilenstein in der Osteoporose-Forschung

Am 5. Januar 2026 gab Angitia Biopharmaceuticals aus Westlake Village, Kalifornien, den Abschluss der Patientenrekrutierung für die Phase-2-Studie ARTEMIS bekannt. Diese Studie konzentriert sich auf die Bewertung von AGA2118, einem bispezifischen Antikörper, der auf Sclerostin und Dickkopf-1 (DKK1) abzielt, zur Behandlung von Osteoporose. Dr. Willard H. Dere, Chief Medical Officer von Angitia, äußerte sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss und betonte die Erwartung kritischer Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von AGA2118.

Die Dosierung des ersten Patienten in der ARTEMIS-Studie markierte bereits einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von AGA2118. Frühere "First-in-Human"-Daten zu AGA2118, die im September auf der Jahrestagung der American Society for Bone and Mineral Research in Toronto, Kanada, vorgestellt wurden, zeigten bereits schnelle und robuste Zuwächse der Knochenmineraldichte.

Details zur ARTEMIS-Studie

Die Phase-2-Studie ARTEMIS ist eine multizentrische, internationale, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte und parallel gruppierte Dosisfindungsstudie. Sie umfasste 379 postmenopausale Frauen mit Osteoporose und niedrigem BMD an der Lendenwirbelsäule, der Gesamthüfte oder dem Schenkelhals, die keine Vorgeschichte von Fragilitätsfrakturen hatten. Die Teilnehmerinnen wurden in einem Verhältnis von 1:1:1:1:1:1:1 randomisiert, um über 12 Monate doppelblind verschiedene Dosierungsschemata von AGA2118 oder Placebo zu erhalten.

Der primäre Endpunkt der Studie ist die prozentuale Veränderung der Knochenmineraldichte (BMD) an der Lendenwirbelsäule gegenüber dem Ausgangswert nach 12 Monaten. Sekundäre Endpunkte umfassen prozentuale Veränderungen der BMD an weiteren anatomischen Stellen und Zeitpunkten sowie Veränderungen biochemischer Marker des Knochenumsatzes. Nach der 12-monatigen doppelblinden Phase folgt eine 12-monatige offene Verlängerungsphase, in der die Teilnehmerinnen basierend auf ihrem vorherigen Dosierungsschema neu randomisiert werden, um die Wirkung einer fortgesetzten Behandlung oder eines Behandlungsabbruchs zu bewerten.

AGA2118: Ein neuartiger Therapieansatz

AGA2118 ist ein bispezifischer Antikörper, der Sclerostin und DKK1 ins Visier nimmt. Diese beiden Proteine sind entscheidende negative Regulatoren der WNT-Signalgebung in Osteoblasten und des Knochenstoffwechsels. Durch die gleichzeitige Hemmung beider Proteine soll AGA2118 einen kompensatorischen Anstieg eines der Wirkstoffe verhindern und so die Zunahme der Knochenmineraldichte bei Osteoporose-Patientinnen verbessern. Angitia Biopharmaceuticals besitzt die vollständigen Rechte an diesem bispezifischen Antikörper.

Das Unternehmen entwickelt AGA2118 im Rahmen des OLYMPUS-Programms (Osteoporosis Longitudinal multi-Year prograM to evaluate Postmenopausal women at risk for fractUreS). Dr. David Ke, CEO von Angitia, betonte, dass der Abschluss der Rekrutierung in der ARTEMIS-Studie das Unternehmen der Bereitstellung einer neuartigen, dual-zielgerichteten Behandlung für Millionen von Patienten näherbringt, die mit den derzeit verfügbaren Therapien nicht ausreichend behandelt werden.

Osteoporose: Eine globale Herausforderung

Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung, die durch geringe Knochenmasse und eine mikroarchitektonische Verschlechterung des Knochengewebes gekennzeichnet ist. Dies führt zu einer erhöhten Knochenbrüchigkeit und einem daraus resultierenden Anstieg des Frakturrisikos. Die Krankheit hat sich zu einer globalen Epidemie entwickelt, insbesondere bei älteren Frauen, bedingt durch eine alternde Bevölkerung und längere Lebenserwartungen. Schätzungen zufolge leiden weltweit über 200 Millionen Menschen an Osteoporose.

Trotz einer Reihe zugelassener Therapien für Osteoporose bestehen weiterhin Einschränkungen hinsichtlich der Wirksamkeit und/oder Sicherheit dieser Optionen. Studien zeigen zudem, dass die meisten schwer osteoporotischen Personen kein knochenaktives Mittel erhalten. Dies unterstreicht den großen ungedeckten medizinischen Bedarf an der Entwicklung neuer Osteoporose-Therapien.

Angitia Biopharmaceuticals: Fokus auf muskuloskelettale Erkrankungen

Angitia Biopharmaceuticals ist ein Biotechnologieunternehmen im klinischen Stadium, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung innovativer Therapeutika für schwerwiegende muskuloskelettale Erkrankungen konzentriert. Neben AGA2118 entwickelt Angitia derzeit drei weitere biologische Produktkandidaten in der Klinik. Diese sind für die Behandlung von Osteogenesis imperfecta und für den Einsatz bei Wirbelsäulenversteifungen vorgesehen. Das Unternehmen ist bestrebt, bahnbrechende Therapien bereitzustellen, um wichtige ungedeckte medizinische Bedürfnisse zu erfüllen.

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