Anthropic: Neues KI-Tool Cowork größtenteils von KI selbst entwickelt

Anthropic: Neues KI-Tool Cowork größtenteils von KI selbst entwickelt

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Anthropic hat diese Woche sein neues KI-Tool Claude Cowork als Forschungs-Preview veröffentlicht. Das Besondere daran: Das Tool wurde größtenteils von Claude selbst entwickelt, was die rasante Beschleunigung der Produktentwicklung durch KI-Codierungswerkzeuge unterstreicht. Cowork zielt darauf ab, Nutzern bei nicht-programmierbezogenen Aufgaben zu helfen und ist zunächst für Claude Max-Abonnenten auf der Mac-App verfügbar.

KI entwickelt KI: Die Entstehung von Cowork

Boris Cherny, Leiter von Claude Code, bestätigte, dass die KI von Anthropic "ziemlich alles" von Cowork programmiert hat. Produktmanager Felix Rieseberg ergänzte auf X, dass Menschen sich zwar für grundlegende Architektur- und Produktentscheidungen treffen, die Entwickler jedoch zwischen drei und acht Claude-Instanzen zur Implementierung von Funktionen, Fehlerbehebung oder Recherche potenzieller Lösungen nutzen. Diese Arbeitsweise ermöglichte es, die erste Version von Cowork in nur etwa anderthalb Wochen zu realisieren.

Funktionalität und Anwendungsbereiche von Cowork

Cowork ist eine "zugänglichere" Version von Claude Code, die für allgemeine Benutzeranfragen konzipiert wurde. Nutzer gewähren dem agentischen KI-Tool Zugriff auf bestimmte Dateien auf ihrem Computer und fordern es auf, Aufgaben zu erledigen. Es kann Dateien lesen, bearbeiten und neu organisieren, ohne dass kontinuierlich manueller Kontext eingegeben werden muss. Anthropic beschreibt die Interaktion als "viel weniger ein Hin und Her und viel mehr wie das Hinterlassen von Nachrichten für einen Kollegen".

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig:

  • Erstellung von Tabellen aus Beleg-Screenshots
  • Organisation von Downloads nach Dateityp oder Inhalt
  • Generierung von Berichten aus verstreuten Notizen
  • Urlaubsrecherche
  • Erstellung von Präsentationen
  • Bereinigung von E-Mails
  • Kündigung von Abonnements
  • Wiederherstellung von Hochzeitsfotos von einer Festplatte
  • Überwachung des Pflanzenwachstums
  • Steuerung von Öfen

Cowork kann auch bestehende "Connectors" von Claude nutzen und in Kombination mit Claude in Chrome Aufgaben erledigen, die Browserzugriff erfordern.

Risiken und Sicherheitshinweise

Anthropic weist ausdrücklich auf die Risiken hin, die mit der Gewährung von Zugriff auf Computerdateien durch ein KI-Agenten verbunden sind. Das Unternehmen warnt, dass Claude potenziell destruktive Aktionen wie das Löschen lokaler Dateien ausführen kann, wenn es dazu angewiesen wird. Da immer die Möglichkeit besteht, dass Claude Anweisungen falsch interpretiert, sollten Benutzer sehr klare Anweisungen geben.

Zudem ist Cowork anfällig für "Prompt Injections", bei denen böswillige Akteure Benutzeranweisungen durch Inhalte, die das Modell im Internet oder über heruntergeladene Dateien findet, manipulieren können. Obwohl Anthropic angibt, Claude mit "ausgeklügelten Abwehrmechanismen" gegen Prompt Injections ausgestattet zu haben, sei dies "immer noch ein aktiver Entwicklungsbereich in der Branche".

Anthropic im breiteren KI-Markt

Die Einführung von Cowork ist Teil einer Reihe von Ankündigungen von Anthropic zu Beginn des neuen Jahres. Kurz zuvor wurde Claude for Healthcare vorgestellt, eine Erweiterung des Angebots für das Gesundheitswesen und die Biowissenschaften. Dies folgte auf ähnliche Schritte des Konkurrenten OpenAI mit ChatGPT Health.

Angesichts der Diskussionen um eine mögliche "KI-Blase" und der zunehmenden Investitionen von Technologieunternehmen in KI, betonte Dario Amodei, CEO von Anthropic, dass sein Unternehmen ein nachhaltigeres Geschäftsmodell verfolge. Er äußerte sich kritisch über die Fokussierung auf Unternehmenskunden und die damit verbundenen besseren Margen. Auch andere Tech-Giganten sind aktiv: Google kündigte eine wichtige Vereinbarung mit Apple an, um Gemini für die KI-Funktionen von Siri zu nutzen.

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