Anthropic verklagt Trump-Regierung wegen Pentagon-Blacklist und KI-Risiko

Anthropic verklagt Trump-Regierung wegen Pentagon-Blacklist und KI-Risiko

Aktualisiert:
2 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Startup Anthropic hat am Montag Klage gegen die Trump-Regierung eingereicht. Dies geschah, nachdem das Unternehmen auf eine schwarze Liste gesetzt und als Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA eingestuft wurde. Anthropic bezeichnet die Maßnahmen als "beispiellos und unrechtmäßig" und sieht sich "irreparabel geschädigt".

Klage gegen die US-Regierung

Die Klage wurde beim U.S. District Court for the Northern District of California eingereicht. Anthropic argumentiert, dass die Handlungen der Regierung nicht nur die Geschäftstätigkeit des Unternehmens massiv beeinträchtigen, sondern auch grundlegende Freiheiten untergraben. Die Einstufung als nationale Sicherheitsbedrohung ist ein außergewöhnlicher Schritt, der historisch meist ausländischen Akteuren vorbehalten war.

Finanzielle und Reputationsschäden

Die Auswirkungen der Blacklisting-Entscheidung sind für Anthropic bereits spürbar. Laut der Klageschrift werden Verträge mit der US-Bundesregierung bereits gekündigt, und bestehende sowie zukünftige Verträge mit privaten Partnern sind in Gefahr. Dies könnte kurzfristig Hunderte Millionen Dollar kosten.

Zusätzlich zu diesen unmittelbaren wirtschaftlichen Schäden sieht Anthropic seinen Ruf und seine grundlegenden First Amendment-Freiheiten angegriffen. Das Unternehmen befürchtet, dass sich diese Schäden in den kommenden Wochen und Monaten noch verstärken werden, falls keine gerichtliche Abhilfe geschaffen wird.

Einstufung als Lieferkettenrisiko

Am Donnerstag bestätigte Anthropic offiziell, als Lieferkettenrisiko eingestuft worden zu sein. Diese Einstufung erfordert von Verteidigungsanbietern und Auftragnehmern, zu zertifizieren, dass sie die Modelle von Anthropic in ihrer Arbeit mit dem Pentagon nicht verwenden. Diese Maßnahme unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe der Regierung.

Trumps Anweisungen und Kritik

Präsident Donald Trump hatte bereits im letzten Monat einen Social-Media-Beitrag geteilt, in dem er Bundesbehörden anwies, die Nutzung der Technologie von Anthropic "sofort einzustellen". Trump äußerte sich kritisch über das Unternehmen: "WIR werden das Schicksal unseres Landes entscheiden – NICHT irgendein außer Kontrolle geratenes, radikales linkes KI-Unternehmen, das von Leuten geführt wird, die keine Ahnung haben, worum es in der realen Welt wirklich geht."

Präsident Trump sprach am 7. März 2026 an Bord der Air Force One, begleitet von Verteidigungsminister Pete Hegseth, mit Reportern auf einem Flug von Dover, Delaware, nach Miami, Florida.

Nutzung trotz Blacklisting

Interessanterweise wurden die Modelle von Anthropic laut einem früheren Bericht von CNBC weiterhin zur Unterstützung der US-Militäroperation im Iran eingesetzt, selbst nachdem das Unternehmen auf die schwarze Liste gesetzt worden war. Dies wirft Fragen bezüglich der Konsistenz und Umsetzung der Regierungsentscheidungen auf.

Erwähnte Persönlichkeiten