
Apple 2026: Faltbares iPhone, KI-Siri und günstige MacBooks erwartet
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Das Jahr 2026 zeichnet sich für Apple als ein entscheidender Wendepunkt ab, mit einer erwarteten Flut an Produktneuheiten, die von einem faltbaren iPhone bis hin zu einer grundlegend überarbeiteten künstlichen Intelligenz reichen. Der Tech-Gigant, bekannt für seine Geheimhaltung, hat durch Hinweise und Analystenberichte Einblicke in eine ambitionierte Strategie gegeben, die darauf abzielt, bestehende Produktlinien zu revolutionieren und neue Märkte zu erschließen.
Revolution in der Smartphone-Welt: Das faltbare iPhone
Ein Highlight des Jahres 2026 soll die Einführung des ersten faltbaren iPhones sein. Analyst Ming-Chi Kuo von TF International Securities und Bloomberg-Reporter Mark Gurman prognostizieren die Markteinführung für 2026 mit einem Verkaufspreis von über 2.000 US-Dollar. Während Wettbewerber wie Samsung und Huawei bereits seit Jahren faltbare Telefone anbieten, könnte Apple laut Forrester-Analyst Dipanjan Chatterjee als "Katalysator für Wachstum" in dieser Kategorie wirken. Jason Snell, Redakteur der Apple-zentrierten Website Six Colors, erwartet sogar, dass das iPhone Fold "sofort das meistverkaufte Falttelefon aller Zeiten" werden könnte, da iPhone-Fans bisher oft auf der Seitenlinie blieben. Das Gerät soll ein 5,5-Zoll-Außendisplay und ein 7,8-Zoll-Innendisplay bieten und könnte im September 2026 zusammen mit den Pro-iPhone-Modellen erscheinen.
Siri wird intelligenter: Die Evolution von Apple Intelligence
Apples Sprachassistentin Siri steht vor einer umfassenden Neugestaltung, die sie deutlich konversationsfähiger und leistungsfähiger machen soll. Bereits auf der WWDC 2024 wurde eine KI-gestützte Siri angeteasert, die auf frühere Kontexte wie Texte und Kalendereinträge zugreifen kann. Obwohl diese Version beim Start von Apple Intelligence im Herbst 2024 fehlte und im März 2025 verzögert wurde, bestätigte Apple im Juni 2025 gegenüber Tom's Guide, dass die neue Siri 2026 kommen wird. Das iOS 26.4 Update soll diese intelligentere Siri einführen, wobei Apple für einige Funktionen auf Google Gemini zurückgreifen wird. Forrester-Analyst Dipanjan Chatterjee merkt an, dass "viele KI als Cooks Achillesferse bezeichnen werden – und diese Kritik ist nicht unbegründet, wenn auch nicht mangels früher Ambitionen. Das Defizit liegt in der Ausführung." Carolina Milanesi, Präsidentin und Hauptanalystin bei Creative Strategies, betont, dass 2026 ein herausforderndes Jahr für Apple werden könnte, "wenn sie ihr KI-Versprechen nicht einhalten".
Ein erschwinglicher Mac für alle?
Ein weiteres bemerkenswertes Produkt, das für 2026 erwartet wird, ist ein erschwinglicheres 13-Zoll MacBook. Analyst Kuo veröffentlichte im Juni 2025 eine Notiz dazu, und Bloomberg berichtete, dass es weniger als das 999 US-Dollar teure MacBook Air kosten könnte, mit Schätzungen zwischen 599 und 699 US-Dollar. Dieses Modell wäre das erste MacBook, das mit einem für iPhones entwickelten Chip – dem A18 Pro, der auch im iPhone 16 Pro zum Einsatz kommt – betrieben wird. Die Massenproduktion soll im vierten Quartal 2025 oder Anfang 2026 beginnen.
Neue Produkte für das Smart Home und darüber hinaus
Neben den großen Ankündigungen plant Apple auch Updates und Erweiterungen für sein Smart-Home-Ökosystem und andere Produktkategorien:
- HomePod mini 2: Eine aktualisierte Version des HomePod mini wird für Anfang 2026 erwartet. Er soll einen aktualisierten S-Serien-Chip basierend auf der Apple Watch Series 10 und neue Farboptionen bieten.
- Home Hub: Apple plant die Einführung eines Home Hubs mit einem iPad-ähnlichen 7-Zoll-Display. Es soll zwei Modelle geben: eines zur Wandmontage und eines mit integriertem Lautsprecherfuß, ähnlich dem HomePod mini. Funktionen umfassen die Unterstützung von Smart-Home-Produkten, Musikwiedergabe, Videoanrufe, Wetterabfragen, Siri-Nutzung, Fotoanzeige und Kalenderverwaltung.
- iPad 12: Eine aktualisierte Version des kostengünstigen iPads wird erwartet, die den neuesten A19-Chip des iPhone 17 nutzen soll. Größere Designänderungen werden nicht prognostiziert.
- Abonnementdienste: Apple hat bereits am 2. Januar Updates für seinen Fitness+-Dienst veröffentlicht, darunter neue Trainingsprogramme, eine "Artist Spotlight"-Funktion und Erweiterungen für das "Time to Walk"-Programm.
Gerüchte deuten zudem auf die mögliche Einführung des ersten OLED MacBook Pro und KI-Smart Glasses im Jahr 2026 hin.
Die iPhone-Strategie 2026: Eine geteilte Einführung
Apple plant für 2026 eine geteilte iPhone-Einführungsstrategie. Während das faltbare iPhone und die Pro-Modelle (iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max) voraussichtlich im September auf den Markt kommen, könnte das Standard-iPhone 18 und das iPhone 18e erst Anfang 2027 folgen.
- iPhone 17e: Ein kostengünstigeres iPhone 17e wird für Anfang 2026 erwartet. Es könnte ein überarbeitetes Design mit schlankeren Rändern und einer Dynamic Island (oder ohne, die Gerüchte sind hier uneinheitlich) sowie MagSafe-Kompatibilität aufweisen.
- iPhone 18 Pro Modelle: Diese sollen dem Design der iPhone 17 Pro Modelle ähneln, aber möglicherweise Änderungen am Display durch neue Face ID-Technologie erfahren. Gerüchte deuten auf unter dem Display liegende Face ID-Komponenten hin, was das Verschwinden der Dynamic Island zugunsten eines Loch-Kameraausschnitts bedeuten könnte. Die Geräte sollen mit dem neuen A20-Chip ausgestattet sein, der auf einem 2-Nanometer-Knoten basiert und bis zu 15 Prozent schneller und 30 Prozent energieeffizienter sein könnte.
Analystenblick: Herausforderungen und Chancen
Das Jahr 2026 wird für Apple als eine Phase aggressiver Produktinnovation betrachtet, um auf einen reifen Smartphone-Markt und den Wettbewerb durch faltbare Geräte und KI-Funktionen von Samsung und Google zu reagieren. Die Services-Sparte von Apple verzeichnete in mehreren Quartalen ein stetiges Wachstum, was die fortgesetzten Innovationen in diesem Bereich erklärt. Analysten wie Carolina Milanesi sehen jedoch auch Herausforderungen, insbesondere im Bereich der KI, wo Apple im Vergleich zu OpenAI und Google Gemini Boden verloren hat. Dennoch wird Apple aufgrund seiner Marktposition und seines Ökosystems als potenzieller Wachstumstreiber in neuen Kategorien wie faltbaren Telefonen angesehen.