Apple setzt auf Google Gemini für KI-Funktionen in Siri und Apple Intelligence

Apple setzt auf Google Gemini für KI-Funktionen in Siri und Apple Intelligence

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Apple hat eine mehrjährige Partnerschaft mit Google bekannt gegeben, um dessen Gemini-Modelle und Cloud-Technologie für zukünftige KI-Funktionen wie Siri zu nutzen. Diese strategische Entscheidung soll die Entwicklung von Apple Foundation Models vorantreiben und neue Nutzererlebnisse ermöglichen, wobei die Einführung der ersten Features noch in diesem Jahr erwartet wird.

Apple setzt auf Google Gemini für KI-Funktionen

Apple hat offiziell bestätigt, dass es sich mit Google zusammenschließt, um dessen Gemini-Modelle für die künftigen KI-Funktionen von Produkten wie Siri und Apple Intelligence zu nutzen. Die mehrjährige Partnerschaft wird sich auf Googles Gemini-Modelle und Cloud-Technologie stützen, um die zukünftigen Apple Foundation Models zu betreiben. Die Einführung der neuen KI-Funktionen wird für "später in diesem Jahr" erwartet.

In einer Erklärung gegenüber CNBCs Jim Cramer betonte Apple: „Nach sorgfältiger Prüfung haben wir festgestellt, dass die Technologie von Google die leistungsfähigste Grundlage für Apple Foundation Models bietet, und wir freuen uns auf die innovativen neuen Erfahrungen, die sie für unsere Nutzer freischalten wird.“ Diese Entscheidung folgt auf monatelange Berichte, unter anderem von Bloomberg im August, über frühe Gespräche zwischen den beiden Tech-Giganten.

Details der Partnerschaft und technologische Implikationen

Obwohl Apple und Google die finanziellen oder technischen Details der Vereinbarung nicht offiziell bestätigt haben, gab es Berichte über die Konditionen. Bloomberg hatte zuvor berichtet, dass Apple Google rund 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr für den Zugang zu den Gemini-Modellen zahlen könnte.

Einem Bericht zufolge soll Google ein maßgeschneidertes Gemini-Modell mit 1,2 Billionen Parametern für Apple entwickeln, das die aktuellen Fähigkeiten von Apples eigenen Modellen deutlich übertreffen würde. Es wird erwartet, dass Google ausgewählte Apple Intelligence-Funktionen antreibt, während Apples eigene Modelle weiterhin bestimmte Funktionen übernehmen. Interessanterweise soll das von Apple genutzte Modell Berichten zufolge auf Apples eigenen Servern laufen und nicht auf denen von Google. Funktionen wie "Summarizer und Planner" könnten von Google bereitgestellt werden.

Apples KI-Strategie und der Wettbewerbsdruck

Die Entscheidung Apples, auf Googles Technologie zu setzen, folgt auf eine Phase, in der das Unternehmen im Vergleich zu anderen Hyperscalern wie Amazon, Meta Platforms und Microsoft, die Milliarden in KI-Produkte investieren, eher am Rande des KI-Booms stand. Der Start von OpenAI's ChatGPT Ende 2022 hatte eine Welle der KI-Entwicklung ausgelöst und den Druck auf Apple erhöht, ein beeindruckendes Siri-KI-Upgrade zu liefern.

Apple hatte bereits auf der WWDC 2024 das Apple Intelligence Ökosystem angekündigt, das Funktionen wie Writing Tools, Image Playground und Genmoji umfasst. Eine überarbeitete Version von Siri mit Verbesserungen wie persönlichem Kontext, In-App-Aktionen und On-Screen-Awareness wurde ebenfalls vorgestellt, deren Einführung jedoch im vergangenen Jahr verschoben wurde. Apple erklärte damals, dass die Umsetzung dieser Funktionen länger dauern würde als erwartet.

Finanzielle und Marktbezogene Aspekte

Die Nachricht über die Partnerschaft hatte auch Auswirkungen auf die Marktbewertung der beteiligten Unternehmen. Googles Marktkapitalisierung hatte erst letzte Woche zum ersten Mal seit 2019 die von Apple übertroffen und erreichte kurzzeitig über 4 Billionen US-Dollar. Die Aktien von Google (Alphabet) verzeichneten nach der Ankündigung einen leichten Rückgang.

Diese Vereinbarung sichert Alphabet einen wichtigen Unternehmenskunden für Gemini und die Cloud-Infrastruktur. Apple erweitert damit die KI-Funktionalität seiner Kernprodukte wie Siri und zukünftige On-Device- und Cloud-basierte Features. Googles Cloud-Segment hat unterdessen stetige Fortschritte gemacht; CEO Sundar Pichai gab im Oktober bekannt, dass das Unternehmen bis zum dritten Quartal 2025 mehr Deals im Wert von über 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen hat als in den beiden Vorjahren zusammen.

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