
ARK Invest: Apples KI-Strategie mit Google ist ein "strategisches Desaster
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Die Entscheidung von Apple, seine KI-Grundlagen an Googles Gemini-Modelle auszulagern, wird vom Forschungsteam von Cathie Woods ARK Invest scharf kritisiert. Sie sehen darin kein strategisches Meisterstück, sondern ein Zeichen tiefer Probleme und eines Verlusts an Innovationsführerschaft für den iPhone-Hersteller.
ARK Invest kritisiert Apples KI-Strategie
Laut dem Forschungsteam von Cathie Woods ARK Invest signalisiert Apples (NASDAQ:AAPL) Entscheidung, seine Künstliche Intelligenz (KI)-Grundlagen an Alphabet Inc.‘s (NASDAQ:GOOG) Google auszulagern, tiefgreifende Schwierigkeiten. Chief Futurist Brett Winton von ARK bezeichnete die Partnerschaft, die Googles Gemini-Modelle für Siri nutzen wird, in der ARK-Episode „The Brainstorm“ als „strategisches Desaster“. Er charakterisierte den iPhone-Hersteller als „taumelnd“ und argumentierte, dass der Deal Apples Unfähigkeit offenbart, im KI-Wettlauf zu bestehen. Winton äußerte: „Ich denke, Apple steckt in riesigen, haarigen Schwierigkeiten.“
Ein finanzieller Paradigmenwechsel
Brett Winton hob eine deutliche Umkehrung der wirtschaftlichen Dynamik zwischen den beiden Technologieriesen hervor. Während Google Apple zuvor schätzungsweise 20 Milliarden US-Dollar jährlich zahlte, um die Standardsuchmaschine auf iOS zu sein, muss Apple nun für KI-Dienste bezahlen. Winton merkte an, dass Apple Google nun jährlich etwa eine Milliarde US-Dollar zahlen muss. Dies führe zu einem Nettoverlust von 21 Milliarden US-Dollar pro Jahr für Apple, wenn Nutzer versuchen, Informationen über deren System zu finden.
Verlust an Innovationskraft und Produktkultur
Die Kritik von Winton erstreckte sich auch auf Apples Produktkultur. Er argumentierte, dass das Unternehmen seine „Fähigkeit zur Kuration“ verloren habe und es an internem Talent fehle, ein wegweisendes Grundmodell zu entwickeln. Die Vorstellung, dass die Zahlung an Google Apples Produktprobleme lösen würde, wies er zurück. Er verwies auf die verhaltene Aufnahme der aktuellen „Apple Intelligence“-Funktionen, die von Nutzern, einschließlich seiner eigenen Familienmitglieder, deaktiviert werden, da sie unbeabsichtigte Aktionen auslösen.
Defensive Strategie oder Innovationsstopp?
Nick Grous, ARK's Director of Research for Consumer Internet, bot eine etwas pragmatischere Sichtweise auf die Zusammenarbeit. Er deutete an, dass der Deal wahrscheinlich ein defensiver Schritt zweier Technologie-Monopole sei, um neue Marktteilnehmer wie OpenAI auszuschließen. Grous erklärte: „Das ist der Teufel, den man kennt, gegen den Teufel, den man nicht kennt.“ Er argumentierte, dass Apple es vorziehe, seine langjährige „Duopol“-Beziehung mit Google aufrechtzuerhalten, anstatt einen Disruptor zu stärken. Das ARK-Team stimmte jedoch letztendlich darin überein, dass der Deal Apple zwar vor unmittelbarer Obsoleszenz bewahren könnte, aber signalisiert, dass das Unternehmen nicht länger ein eigenständiger Innovationsführer ist.
Apples Aktienperformance im Fokus
Die Aktien von Apple (NASDAQ:AAPL) sind im Jahr 2026 bisher um 4,38 % gefallen. Über die letzten sechs Monate verzeichneten sie jedoch einen Anstieg von 24,61 % und über das vergangene Jahr ein Plus von 11,44 %. Laut Benzinga’s Edge Stock Rankings weist Apple einen stärkeren Preistrend auf mittlere und lange Sicht auf, jedoch einen schwachen Trend kurzfristig, bei einer soliden Qualitätsbewertung.