Arkansas kappt als erster Staat Verbindungen zu PBS: Finanzielle Gründe entscheidend

Arkansas kappt als erster Staat Verbindungen zu PBS: Finanzielle Gründe entscheidend

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Arkansas wird als erster US-Bundesstaat seine langjährige Partnerschaft mit dem öffentlichen Rundfunksender PBS beenden. Die Arkansas Educational Television Commission, die das öffentliche Fernsehen im Staat beaufsichtigt, stimmte für die Beendigung des Vertrags, wobei finanzielle Gründe und der Verlust von Bundesmitteln ausschlaggebend waren. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wandel in der Medienlandschaft des Staates.

Arkansas trennt sich von PBS

Die achtköpfige Arkansas Educational Television Commission (AETC) gab am Donnerstag bekannt, dass sie ab dem 1. Juli die Zusammenarbeit mit PBS einstellen wird. Diese Kommission, deren Mitglieder vollständig vom Gouverneur ernannt werden, hat damit einen Präzedenzfall in den Vereinigten Staaten geschaffen. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die Kommission die Machbarkeit der fortgesetzten Partnerschaft neu bewertet hatte.

Finanzielle Gründe und Förderkürzungen

Als Hauptgrund für die Trennung nannte die Kommission die jährlichen Mitgliedsbeiträge von rund 2,5 Millionen US-Dollar, die als "einfach nicht machbar" beschrieben wurden. Zusätzlich wurde der unerwartete Verlust von Bundesmitteln der Corporation for Public Broadcasting (CPB) angeführt. Die CPB, die in diesem Jahr vom Kongress defundiert wurde und ihre Geschäftstätigkeit einstellt, war eine wichtige Finanzierungsquelle für öffentliche Medien.

Präsident Donald Trump hatte öffentliche Medien zuvor kritisiert und ihnen vorgeworfen, linke politische und kulturelle Ansichten zu verbreiten. Die CPB unterstützt PBS und NPR, verteilt aber den Großteil ihrer Mittel an über 1.500 lokale öffentliche Fernseh- und Radiosender in den USA. Der Wegfall dieser Mittel hat die finanzielle Situation für Sender wie PBS Arkansas zusätzlich verschärft.

Neuausrichtung und lokale Inhalte

Mit der Abspaltung wird PBS Arkansas als Arkansas TV neu firmieren. Das Programm soll bis zum 1. Juli weitgehend unverändert bleiben, danach plant der Sender, sich verstärkt auf lokal produzierte Inhalte zu konzentrieren. Carlton Wing, Geschäftsführer und CEO von PBS Arkansas sowie ehemaliger republikanischer Staatsabgeordneter, betonte in einer Erklärung, dass das öffentliche Fernsehen in Arkansas nicht verschwinden werde.

Wing lud dazu ein, die Vision einer verstärkten Konzentration auf lokale Programme zu unterstützen. Dazu gehören die Sicherung der Arkansaner in Notfällen und die Unterstützung von K-12-Pädagogen und Schülern. Er zeigte sich zuversichtlich, dass durch individuelle Spender, Stiftungspartner und Unternehmenssponsoren, die den Wert neuer lokaler Programme erkennen, eine fortlaufende und erhöhte Unterstützung gesichert werden kann.

Reaktionen und landesweite Implikationen

Ein Sprecher von PBS äußerte sich gegenüber dem Arkansas-Sender KNWA besorgt über die Entscheidung der Kommission. Diese sei "ein Schlag für die Arkansaner, die den kostenlosen, über die Luft empfangbaren Zugang zu den qualitativ hochwertigen PBS-Programmen verlieren werden, die sie kennen und lieben."

Obwohl Arkansas der erste Staat ist, der seine Zugehörigkeit zu PBS beendet, hatte Alabama im Vormonat einen ähnlichen Schritt erwogen. Alabama entschied sich jedoch nach öffentlichem Widerstand dafür, seinen Vertrag mit dem Sender fortzusetzen. Dies unterstreicht die Sensibilität des Themas und die unterschiedlichen Reaktionen in den Bundesstaaten.

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