
Arthur Hayes: Iran-Konflikt könnte Fed zu Gelddrucken zwingen und Bitcoin beflügeln
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Der renommierte Krypto-Analyst Arthur Hayes, Chief Investment Officer des Maelstrom Fund, prognostiziert, dass ein anhaltender Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Federal Reserve dazu zwingen könnte, die Geldmenge zu erhöhen oder Zinsen zu senken. Dies könnte langfristig zu einem signifikanten Anstieg des Bitcoin-Kurses führen. Hayes stützt seine These auf historische Muster der US-Militärinterventionen im Nahen Osten und die darauf folgenden geldpolitischen Lockerungen der Fed.
Hayes' These: Geopolitik und Geldpolitik
Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX und Chief Investment Officer des Maelstrom Fund, hat in seinem Essay "iOS Warfare" die potenziellen Auswirkungen eines verlängerten US-Iran-Konflikts auf globale Investmentportfolios analysiert. Er argumentiert, dass eine anhaltende militärische Auseinandersetzung die Federal Reserve (Fed) dazu veranlassen könnte, die Geldmenge zu erhöhen. Hayes vergleicht die Häufigkeit von US-Präsidenten, die militärisch im Nahen Osten aktiv werden, mit der Aktualisierungsfrequenz von OpenAI-Plattformen.
Hayes' Kernbotschaft lautet: "Je länger Trump im Iran verweilt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed Geld druckt, um die Kriegsmaschine der Pax Americana zu unterstützen." Dies würde seiner Meinung nach letztlich dazu führen, dass "der BTC-Wert steigt." Er weist darauf hin, dass jeder US-Präsident seit 1985 militärische Operationen in mindestens einem Land des Nahen Ostens durchgeführt hat.
Historische Muster der Fed-Reaktion
Hayes weist auf ein wiederkehrendes Muster hin: Nach großen US-Militärkampagnen im Nahen Osten hat die Fed stets eine geldpolitische Lockerung vorgenommen. Dies reichte vom Golfkrieg 1990 bis zum globalen Krieg gegen den Terror nach den Anschlägen vom 11. September 2001.
Während des Golfkriegs 1990 stellten die FOMC-Protokolle vom August fest, dass "Ereignisse im Nahen Osten die Formulierung einer effektiven Geldpolitik erheblich erschwert hatten", was später im Jahr zu Zinssenkungen führte. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 senkte der damalige Fed-Vorsitzende Alan Greenspan die Zinsen in einer Notfallsitzung um 50 Basispunkte, um das Vertrauen in die Wirtschaft wiederherzustellen. Die Kosten für solche Interventionen, die Hayes auf "Hunderte von Milliarden, wenn nicht Billionen von Dollar" schätzt, erfordern eine Finanzierung, die die Fed durch Zinssenkungen oder Gelddrucken bereitstellen könnte. Dies gibt der Zentralbank "politische Deckung", um die Geldmenge zu erhöhen.
Bitcoin als Profiteur der Geldschwemme?
Hayes betont die Bedeutung des Wachstums der Fiat-Liquidität für die Performance von Bitcoin. Er rät Händlern, die Erwartungen und Realitäten des Gelddruckens bei der Festlegung von Bitcoin-Kurszielen zu berücksichtigen. Seine These besagt, dass eine Ausweitung der Geldmenge, die zur Finanzierung von Konflikten wie dem im Iran notwendig wird, den Wert von knappen Assets wie Bitcoin steigern wird.
In früheren Prognosen hatte Hayes bereits angedeutet, dass die Jahre 2026-2027 die "Hauptphase des Gelddruckens" sein könnten. Dies könnte Bitcoin potenziell auf Werte zwischen 500.000 und 750.000 US-Dollar treiben.
Aktuelle Marktreaktion und Hayes' Empfehlung
Die jüngsten Kommentare von Hayes fielen in eine Zeit erhöhter Volatilität für Bitcoin. Nachdem die USA und Israel Berichten zufolge den Krieg gegen den Iran erklärt hatten und es zu Luftangriffen kam, fiel Bitcoin am Wochenende unter 64.000 US-Dollar, erholte sich aber leicht. Laut Daten von Benzinga Pro wurde BTC zum Zeitpunkt der Berichterstattung bei 65.955 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 1,86 % in den letzten 24 Stunden entspricht.
Trotz der kurzfristigen Turbulenzen rät Hayes zu einem "Abwarten und Beobachten". Er ist der Meinung, dass der beste Zeitpunkt für den Kauf von Bitcoin und ausgewählten Altcoins unmittelbar nach der Ankündigung von Zinssenkungen oder einer Ausweitung der Geldmenge durch die Fed sein wird, um die Ziele der US-Regierung im Iran zu unterstützen.
Langfristige Prognosen und weitere Theorien
Hayes' langfristige Perspektive für Bitcoin bleibt bullisch, insbesondere im Kontext einer potenziellen geldpolitischen Lockerung. Er hat in der Vergangenheit auch andere Szenarien für eine Fed-Lockerung skizziert, darunter neue Liquiditätsinstrumente wie Reserve Management Purchases, die japanische Anleihenkrise oder eine durch künstliche Intelligenz verursachte Kreditkrise.
Die aktuelle Situation im Nahen Osten, insbesondere die Rolle von Donald J. Trump und die Möglichkeit eines Regimewechsels im Iran, wird als ein weiterer potenzieller Katalysator für eine expansive Geldpolitik der Fed gesehen. Die Kosten für ein solches "Nation-Building" würden die Fed zu Maßnahmen zwingen, die Bitcoin zugutekämen.