
Asiatische Märkte im Aufwind: Deeskalationssignale und fallende Ölpreise beflügeln
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Die globalen Finanzmärkte zeigten sich zu Beginn der Woche erleichtert, nachdem Signale einer möglichen Deeskalation im Nahostkonflikt die Ölpreise sinken ließen und die Aktienmärkte beflügelten. Besonders die asiatischen Börsen verzeichneten am Dienstag und Mittwoch deutliche Gewinne, während die US-Märkte bereits am Montag kräftig zulegten.
US-Märkte reagieren auf Deeskalationssignale
Am Montag, dem 24. März 2026, reagierten die US-Aktienmärkte positiv auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser erklärte in einem Truth Social Post, dass die Vereinigten Staaten und der Iran in den letzten zwei Tagen "sehr gute und produktive Gespräche" über eine "vollständige und totale Lösung unserer Feindseligkeiten im Nahen Osten" geführt hätten. Trump wies das US-Militär an, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energieanlagen für fünf Tage zu verschieben, um die Gespräche fortzusetzen.
Diese Ankündigungen führten zu einer deutlichen Erholung an der Wall Street. Der Dow Jones Industrial Average sprang um 631 Punkte oder 1,38 % auf 46.208,47 Punkte. Der S&P 500 stieg um 1,15 % auf 6.581,00 Punkte, während der Nasdaq Composite um 1,38 % zulegte und bei 21.946,76 Punkten schloss. Zuvor hatten Futures auf weitere Verluste hingedeutet, doch nach Trumps Kommentaren schossen die Dow-Futures kurzzeitig um über 1.000 Punkte in die Höhe.
Ölpreise geben nach – Iran dementiert Gespräche
Die Ölpreise fielen am Montag nach Trumps Äußerungen deutlich. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl sank um 10,9 % und notierte bei 99,94 US-Dollar, nachdem er in der Vorwoche zeitweise fast 120 US-Dollar erreicht hatte. Das US-Referenzöl West Texas Intermediate (WTI) fiel um 10,3 % gegenüber Freitag und pendelte sich bei 88,13 US-Dollar ein, nachdem es zwischenzeitlich auf 84 US-Dollar gefallen war und dann wieder über 92 US-Dollar gestiegen war.
Trotz der positiven Marktreaktion dementierte der Iran die von Trump behaupteten Gespräche. Iranische Staatsmedien zitierten einen ungenannten hochrangigen Sicherheitsbeamten, der jegliche Gespräche zwischen Washington und Teheran bestritt. Auch der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Qalibaf äußerte auf X, dass "Fakenews genutzt werden, um die Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren". Die Volatilität an den Märkten blieb hoch, da die Unsicherheit über die Dauer des Konflikts weiterhin besteht. Zuvor hatte Trump am Wochenende gedroht, iranische Kraftwerke zu "vernichten", sollte die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden geöffnet werden.
Asiatische Börsen im Aufwind
Am Dienstag setzten die asiatisch-pazifischen Märkte die Rallye fort, wobei südkoreanische Aktien die regionalen Gewinne anführten. Der südkoreanische Kospi stieg um 3,5 %, während der Small-Cap Kosdaq um 3,29 % zulegte. Japans Nikkei 225 verzeichnete ein Plus von 2,2 %, und der Topix legte um 2,47 % zu. Australiens S&P/ASX 200 stieg um über 0,74 %. Die Futures für den Hong Kong Hang Seng Index lagen bei 25.020, verglichen mit dem letzten Schlusskurs von 24.382,47. Die weitgehend stabilen Rohölpreise am frühen Dienstag trugen ebenfalls zur Beruhigung bei.
Fortgesetzte Erholung und Blick auf die Fed
Die Erholung an den asiatischen Märkten setzte sich am Mittwoch fort, trotz einer Welle von Raketenangriffen des Iran auf Nachbarländer am Golf und Israel. Die Ölpreise gaben weiter nach, was den großen Importnationen wie Japan und Südkorea Erleichterung verschaffte. Brent-Rohöl fiel um 2,3 % auf rund 101 US-Dollar pro Barrel, während das US-Referenzöl um mehr als 3 % auf 93,17 US-Dollar sank.
Tokios Nikkei 225 stieg am Mittwoch um 2,6 % auf 55.106,69 Punkte, und Seouls Kospi sprang um 3,8 % auf 5.854,28 Punkte. Hongkongs Hang Seng gab leicht um 0,2 % nach, während Shanghai um 0,5 % fiel. Australiens ASX 200 gewann 0,5 %, und Taiwans Taiex legte 1,3 % zu. Die Anleger blicken nun auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve, die für später am Mittwoch erwartet wird. Angesichts der Ölpreise, die Inflationsbedenken schüren, wird allgemein erwartet, dass die Fed die Zinsen stabil halten wird. Inmitten dieser Entwicklungen gaben die Türkei und Ägypten bekannt, mit den Konfliktparteien gesprochen zu haben, was als erstes Zeichen einer koordinierten Mediation gewertet werden könnte.