Asiatische Märkte und Edelmetalle erholen sich nach US-Indien-Handelsdeal

Asiatische Märkte und Edelmetalle erholen sich nach US-Indien-Handelsdeal

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Die asiatischen Märkte zeigten am Dienstag eine beeindruckende Erholung von den Verlusten des Vortages, während ein neuer Handelsdeal zwischen den USA und Indien die Stimmung beflügelte. Auch Edelmetalle wie Gold und Silber verzeichneten deutliche Preissteigerungen. Parallel dazu gab es wichtige Entwicklungen im Technologiesektor und in der europäischen Politik.

Asiatische Märkte erholen sich kräftig

Nach den stärksten zweitägigen Rückgängen seit April fanden die asiatischen Aktienmärkte wieder Halt. Südkoreas Kospi führte die Gewinne in der Region an und stieg um 6,7 %, nachdem er zuvor eine vorübergehende Kaufstopp-Order ausgelöst hatte. Der Index hatte am Mittwoch der Vorwoche den Handel auf der Verkaufsseite gestoppt, nachdem er um mehr als 5 % gefallen war.

Auch die indischen Märkte profitierten erheblich von der positiven Stimmung. Der Nifty 50 Indiens schoss bei seiner Eröffnung um bis zu 5 % in die Höhe.

Historischer Handelsdeal zwischen USA und Indien

Ein Handelsabkommen zwischen den USA und Indien, das US-Präsident Donald Trump am Montag bekannt gab, war ein wesentlicher Treiber für die Markterholung. Trump erklärte, dass Amerika die sogenannten reziproken Zölle auf Indien von 25 % auf 18 % senken werde. Zudem werde eine zusätzliche Strafzoll von 25 %, der im August wegen Indiens Käufen von russischem Öl verhängt worden war, aufgehoben.

Als Teil des Deals soll Neu-Delhi "AMERICAN KAUFEN" auf einem "viel höheren Niveau" und den Ölkauf aus Russland einstellen. Stattdessen soll Indien Öl aus den USA und möglicherweise Venezuela importieren, so Trump. Trump gab die Einigung nach einem Telefonat mit Premierminister Narendra Modi bekannt und schrieb auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social, die beiden Staats- und Regierungschefs hätten "einem Handelsabkommen zugestimmt".

Details und Auswirkungen des Abkommens

Indiens Premierminister Narendra Modi bedankte sich auf X bei Trump für die "wunderbare Ankündigung" und zeigte sich erfreut über den reduzierten Zollsatz von 18 % für "Made in India"-Produkte. Er erwähnte jedoch weder die Einstellung der russischen Ölimporte noch Trumps Behauptung, Indien werde alle Zölle und nichttarifären Handelshemmnisse für US-Produkte eliminieren. Auch eine angebliche Verpflichtung zum Kauf amerikanischer Produkte in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar, die Trump in seinem Post skizziert hatte, wurde von Modi nicht erwähnt.

Trotz der unterschiedlichen Darstellungen wurde das Abkommen von indischen Regierungsvertretern wie Botschafter Vinay Kwatra und den Ministern Ashwini Vaishnaw und Piyush Goyal öffentlich bestätigt. Goyal bezeichnete es als Zeichen der Zusammenarbeit gleichgesinnter Demokratien. Trideep Bhattacharya, Präsident für Aktien bei Edelweiss Asset Management, kommentierte, dass dies in Kombination mit dem kürzlich abgeschlossenen Handelsabkommen zwischen Indien und der EU "potenziell einen der stärksten externen Wachstumsstimuli für die indische Wirtschaft im Jahr 2026" darstelle.

Das Abkommen folgt auf Monate "erbitterter Verhandlungen" und diplomatischer Spannungen. Indien ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und einer der wichtigsten Handelspartner Amerikas; die USA importierten 2024 Waren im Wert von 87,3 Milliarden US-Dollar aus Indien. Der neue Zollsatz von 18 % ist günstiger als die Sätze für regionale Wettbewerber wie Pakistan (19 %), Vietnam und Bangladesch (20 %). Michael Kugelman, Senior Fellow für Südasien beim Atlantic Council, bezeichnete das Abkommen als "dringend benötigten Schub" für Washington und Neu-Delhi.

Edelmetalle im Aufwind – Sorge vor "Meme Trade"

Die positiven Bewegungen waren auch bei Gold und Silber zu beobachten. Die Preise beider Edelmetalle erholten sich am Dienstag deutlich, wobei Spotgold um 4,8 % und Spot-Silber um 7,3 % zulegten. Einige Analysten äußerten jedoch Bedenken, dass Silber in diesem Jahr zu einem "Meme Trade" werden könnte.

Weitere globale Finanznachrichten

Die wichtigsten US-Indizes verzeichneten am Montag ebenfalls Gewinne: Der S&P 500 stieg um 0,54 %, der Dow Jones Industrial Average um 1,05 % und der Nasdaq Composite um 0,56 %.

Auf dem europäischen Kontinent verabschiedete Frankreich nach langwierigen Verzögerungen endlich seinen Haushalt für 2026, nachdem Premierminister Sebastien Lecornu zwei Misstrauensanträge überstanden hatte.

Im Technologiesektor kündigte Elon Musk die Zusammenlegung von SpaceX und xAI an. Dieser Deal bewertet das erweiterte Unternehmen mit 1,25 Billionen US-Dollar, wobei SpaceX mit 1 Billion US-Dollar und xAI mit 250 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Musk verfolgt damit seine zunehmend kostspieligen Ambitionen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Weltraumforschung.

Erwähnte Persönlichkeiten