
Avatar: Fire and Ash startet: Ein Blick auf die Kinokassen-Performance
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Disneys und James Camerons dritter Avatar-Film, "Avatar: Fire and Ash", ist am Donnerstag in den Kinos angelaufen und hat in frühen Preview-Vorführungen in den USA 12 Millionen Dollar eingespielt. Obwohl dieser Start unter den Zahlen des Vorgängers liegt, erwarten Analysten ein starkes Eröffnungswochenende, das entscheidend für die Jahresbilanz der Kinobranche sein wird.
Start an den Kinokassen: Erste Zahlen für "Fire and Ash"
Die ersten Preview-Vorführungen von "Avatar: Fire and Ash" in den USA brachten 12 Millionen Dollar ein. Dies ist ein geringerer Betrag als die 17 Millionen Dollar, die der zweite Teil der Filmreihe, "The Way of Water", im Jahr 2022 bei seinen Preview-Vorführungen erzielte. Trotzdem prognostizieren Box-Office-Analysten, dass "Fire and Ash" an seinem Eröffnungswochenende in den USA und Kanada mindestens 100 Millionen Dollar einspielen wird.
International konnte der Film bereits 43,1 Millionen Dollar in Preview-Vorführungen generieren, was die globalen Ticketverkäufe zusätzlich ankurbelt. Diese Zahlen unterstreichen die anhaltende Bedeutung des Franchise auf dem Weltmarkt. Die von Disney am Freitag mitgeteilten internationalen Preview-Verkaufszahlen enthielten China noch nicht.
Die Bedeutung für das Jahresergebnis und den Markt
Paul Dergarabedian, Head of Marketplace Trends bei Comscore, betont die Wichtigkeit des Films: "Viel hängt von der Performance von 'Avatar: Fire and Ash' ab, und da weniger als zwei Wochen im Jahr verbleiben, werden die Ergebnisse des Films eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der jährlichen Box-Office-Gesamtergebnisse spielen." Die Umstände für jeden Avatar-Film waren laut Shawn Robbins, Director of Analytics bei Fandango und Gründer von Box Office Theory, sehr unterschiedlich.
Robbins merkt an, dass der erste Film ein Phänomen in einer Vor-Streaming-Ära war, der zweite von aufgestauter Nachfrage nach der Pandemie profitierte und der dritte nun in einem wettbewerbsintensiveren "New-Normal"-Markt startet. Diese Dynamiken prägen die Erwartungen an die Kinokassen-Performance.
Einzigartiges Phänomen: Avatar's Finanzieller Erfolg ohne Kultstatus
Das Avatar-Franchise gilt in Hollywood als "Einhorn". Trotz weitreichender Anerkennung und massiven finanziellen Erfolgs an den Kinokassen hat die Reihe nie die kulturelle Relevanz erreicht, die Marken wie Star Wars oder das Marvel Cinematic Universe – beide ebenfalls im Besitz von Disney – genießen. Dies zeigt sich unter anderem an geringeren Spielzeugverkäufen und der seltenen Präsenz von Cosplayern auf Popkultur-Conventions.
Dennoch haben sowohl "Avatar" (2009) als auch "Avatar: The Way of Water" (2022) weltweit über 2 Milliarden Dollar an den Kinokassen eingespielt, wobei der erste Film sogar die 3-Milliarden-Dollar-Marke knapp erreichte. Diese Zahlen belegen die außergewöhnliche Zugkraft der Filme.
Der "James Cameron Faktor" und Premium-Erlebnisse
Shawn Robbins hebt den "James Cameron Faktor" als Konstante hervor: "Das Publikum erwartet großartige Bilder, Sound und Storytelling, wenn es Tickets für seine Filme kauft." Er fügt hinzu, dass Camerons Filme diese Erwartungen konsequent erfüllen oder übertreffen, was zu langen Laufzeiten an den Kinokassen und exklusiven Kinofenstern führt, da sie ein Erlebnis bieten, das zu Hause nicht reproduziert werden kann.
Ein wesentlicher Treiber dieser starken Einspielergebnisse ist der Verkauf von Premium-Großformat-Tickets für Leinwände wie IMAX und Dolby sowie 3D-Vorführungen, die tendenziell teurer sind als reguläre Tickets. Obwohl 3D-Filme bei heimischem Publikum an Beliebtheit verloren haben, bleiben sie international, insbesondere in China, populär.
Paul Dergarabedian erklärt, dass das Franchise konsequent von der Begeisterung der Kinobesucher für 3D-Filme profitiert hat. Der ursprüngliche "Avatar" von 2009 war ein wegweisender Film, der das Interesse am 3D-Kino wiederbelebte und den Weg für nachfolgende Einträge ebnete, um von diesem Trend zu profitieren.
Internationale Märkte als Wachstumsmotor
Der Großteil der Einnahmen des ersten "Avatar"-Films stammte aus dem Ausland, mit beeindruckenden 2,08 Milliarden Dollar aus Übersee. Frühe Schätzungen deuten auf einen Eröffnungstag von rund 17,1 Millionen Dollar in China hin, was den dritthöchsten Eröffnungstag für einen Film der Motion Picture Association seit "The Way of Water" markieren würde.
Shawn Robbins betont, dass es bei "Fire and Ash" um das "lange Spiel" geht, auch wenn die Eröffnung an den Kinokassen im Vergleich zu "The Way of Water" geringer ausfällt. Premium-Leinwände sind bis ins neue Jahr hinein ausgebucht, Camerons Filme sind nicht so "front-loaded" wie die meisten Hollywood-Franchises, und die internationale Performance wird die heimische erneut bei Weitem übertreffen.