Babytragen-Startup hope&plum: Von Nische zum Millionen-Umsatz

Babytragen-Startup hope&plum: Von Nische zum Millionen-Umsatz

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Das 2018 von Skye Amundsen und Mallory Mascoli gegründete Babytragen-Unternehmen hope&plum hat sich von einem Leidenschaftsprojekt zu einem siebenstelligen Business entwickelt. Mit einem Umsatzwachstum von 2.200% zwischen 2022 und 2025 und einer Belegschaft von über 30 Mitarbeitern zeigt das Unternehmen, wie authentisches Community-Marketing und kundenorientierte Produktentwicklung zu beeindruckendem Erfolg führen können, während es gleichzeitig die Herausforderungen rasanten Wachstums meistert.

Von der Leidenschaft zum Millionen-Business

Die Idee für hope&plum entstand aus einer persönlichen Frustration der Gründerinnen Skye Amundsen und Mallory Mascoli über den Mangel an passenden Babytragen, insbesondere für größere Körperformen. Was 2018 als "passion project" begann, ist heute ein Unternehmen mit siebenstelligem Umsatz, das beide Gründerinnen in Vollzeit beschäftigt und ein Team von über 30 Mitarbeitern sowie zwei lokale Fertigungsteams in Minneapolis unterstützt.

Zwischen 2022, als Skye Amundsen ihre Karriere im Wirtschaftsrecht aufgab, um sich voll auf die Marke zu konzentrieren, und 2025 verzeichnete hope&plum ein Umsatzwachstum von 2.200%. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, bereitet sich das Unternehmen auf den Umzug in ein 19.000 Quadratfuß großes Lager vor.

Authentizität als Marketing-Motor

Organisches Marketing war von Anfang an der stärkste Wachstumstreiber für hope&plum. Die ersten Kunden gewannen die Gründerinnen durch Beiträge in einer Online-Müttergruppe mit 300 Mitgliedern. Dank einer eng verbundenen Babytragen-Community, die sowohl lokale als auch Online-Gruppen umfasst, verbreitete sich die Marke schnell durch Mundpropaganda.

Das Unternehmen setzte auch auf den Aufbau von Beziehungen zu Influencern, indem es diese direkt kontaktierte und ihnen Produkte zum Testen anbot, anstatt transaktionale Beziehungen zu suchen. Obwohl die Attributionsmessung anfangs nicht streng war, konnten direkte Spitzen bei Traffic und Verkäufen nach Influencer-Posts beobachtet werden. Der Social-Media-Content von hope&plum zeichnet sich durch Authentizität aus: Die Gründerinnen zeigten sich mit Muttermilch bedeckt oder beim Stillen ihrer Kinder in den Tragen. Skye Amundsen sprach offen über Fehlgeburten und die Schwierigkeiten, eine berufstätige Mutter zu sein. Auch bezahlte Medien konzentrieren sich darauf, Emotionen zu wecken oder Wissen zu vermitteln, anstatt nur Produkte zu verkaufen. Diese Strategie half den Kunden, sich in den Gründerinnen wiederzuerkennen und Vertrauen aufzubauen.

Produktinnovation durch Kundenfeedback

Anfangs waren die Gründerinnen von hope&plum gegen Schnallentragen und konzentrierten sich auf Ring Slings und Babytragetücher. Doch die wiederholte Nachfrage der Kunden nach Schnallentragen führte zu einem Umdenken. Sie erkannten, dass ihre eigene Schwierigkeit, als größere Personen bequeme Schnallentragen zu finden, ein weit verbreitetes Problem war.

Nach einem Jahr Entwicklungszeit brachte hope&plum im November 2023 eine eigene Schnallentrage auf den Markt. Das Produkt war innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. Eine kleinere Neugeborenen-Schnallentrage, die im Februar dieses Jahres eingeführt wurde, war innerhalb von 24 Stunden vergriffen und hat sich seitdem mehrfach ausverkauft, wobei jede Ausverkaufswelle eine Warteliste generierte, die die Nachbestellungen speiste. Diese Wartelisten sind zu einem klaren Indikator für die Nachfrage geworden.

Die Kehrseite des rasanten Wachstums

Trotz des beeindruckenden Wachstums steht hope&plum vor erheblichen Herausforderungen. Das Unternehmen wurde von Anfang an gebootstrappt, was bedeutet, dass der Großteil der Einnahmen direkt wieder ins Geschäft investiert wird. Skye Amundsen tätigte eine anfängliche Investition von 7.000 US-Dollar aus einem Arbeitsbonus, und es dauerte etwa drei Jahre, bis hope&plum genügend Gewinn erwirtschaftete, um die Gründerinnen zu bezahlen.

Bei einem produktbasierten Geschäft muss das Wachstum finanziert werden, bevor es eintritt. Das Unternehmen musste mehrfach in größere Räumlichkeiten expandieren, bevor es sich finanziell bereit fühlte, wie aktuell bei der Investition von einer halben Million Dollar in die Renovierung des neu erworbenen Lagers. Skye Amundsen beschreibt die Herausforderung, sich vier Jahre lang jedes Jahr zu verdoppeln, als "wirklich hart". Sie ringt mit der Frage, wie das Wachstum für das Team und die Gründerinnen nachhaltig gestaltet werden kann. Nach vier Jahren explosiven Wachstums möchte sie die Prognosen für das nächste Jahr zurückfahren, um ein langsameres, stetigeres Wachstum zu ermöglichen. Die Schätzung der Kundennachfrage und der Produktionsmengen bleibt ein ständiger Kampf, insbesondere bei ethischer Fertigung, wie Amundsen am Beispiel der Neugeborenen-Schnallentrage erläutert, bei der sie die Nachfrage massiv unterschätzt hat und immer noch aufholt.

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