Banken-CEOs in Davos: Ruhe bewahren trotz neuer Tarif-Ängste

Banken-CEOs in Davos: Ruhe bewahren trotz neuer Tarif-Ängste

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Die Angst vor einer Wiederholung der "Liberation Day"-Zollturbulenzen vom letzten April überschattet das Weltwirtschaftsforum in Davos. Angesichts dieser Sorgen rufen führende europäische Bank-CEOs zu Besonnenheit auf, während die Finanzmärkte auf die jüngsten Zolldrohungen reagieren. Die aktuelle Volatilität wird von einigen bereits als dauerhafter Zustand betrachtet.

Handelsspannungen belasten europäische Banken

Die europäischen Banken gehörten zu den am stärksten betroffenen Sektoren bei der jüngsten Marktumkehr. Der Stoxx 600 Banks Index verzeichnete am Dienstag einen Rückgang von 1,4 Prozent, während Finanzdienstleister um etwa 1,3 Prozent nachgaben. Diese Entwicklung folgt auf die Pläne des Präsidenten, europäische Länder mit Zöllen von 10 Prozent ab dem 1. Februar und 25 Prozent ab dem 1. Juni zu belegen, sollten sie sich weiterhin seinem Vorhaben widersetzen, Grönland zu annektieren.

CEOs rufen zu Besonnenheit auf

Bettina Orlopp, CEO der Commerzbank, betonte in einem Interview mit CNBC's "Squawk Box Europe" die Wichtigkeit, ruhig zu bleiben. Sie merkte an, dass die Erfahrungen mit den Zollturbulenzen des letzten Jahres gezeigt hätten, wie entscheidend es sei, besonnen zu agieren und die tatsächlichen Entwicklungen abzuwarten. Ihre Meinung ist, dass ein kühler Kopf in solchen Phasen unerlässlich ist.

"Das ist die neue Normalität" – Volatilität als Dauerzustand

Anthony Gutman, Co-CEO von Goldman Sachs International, äußerte sich ebenfalls in Davos gegenüber CNBC's "Squawk Box Europe" und warnte, dass die aktuelle Geräuschkulisse Volatilität für Investoren schaffe. Er bezeichnete diese Situation als "die neue Normalität". Obwohl die Bank für Europa in diesem Jahr optimistisch sei, würden die Risiken durch Tarife "Komplexität für unsere Kunden schaffen, die als Unternehmensführer Geschäftsentscheidungen treffen müssen".

Geopolitische Waffen und ihre Folgen

Steven Van Rijswijk, CEO der ING Group, stellte fest, dass die europäischen Märkte die "Liberation Day"-Zollturbulenzen des letzten Jahres letztendlich überstanden hätten. Er bezeichnete jedoch den zunehmenden Einsatz von Handelspolitiken als geopolitische Waffe als ein "Weckruf" für den Kontinent. Van Rijswijk äußerte die Sorge, dass die aktuelle "Hin- und Her"-Rhetorik über Zölle und Territorien langfristige Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben könnte.

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