Benin: Militärputschversuch abgewehrt – Regionale Stabilität im Fokus

Benin: Militärputschversuch abgewehrt – Regionale Stabilität im Fokus

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Ein angeblicher Putschversuch in Benin wurde am Sonntag, dem 7. Dezember 2025, von loyalen Soldaten vereitelt. Dies gab der Innenminister des westafrikanischen Landes, Alassane Seidou, in einer Videobotschaft bekannt. Zuvor hatte eine Gruppe von Soldaten im staatlichen Fernsehen die Auflösung der Regierung verkündet.

Putschversuch in Benin vereitelt

Innenminister Alassane Seidou erklärte in seinem Facebook-Video, dass "am frühen Morgen des Sonntags, 7. Dezember 2025, eine kleine Gruppe von Soldaten einen Aufstand mit dem Ziel gestartet hat, den Staat und seine Institutionen zu destabilisieren." Er fügte hinzu: "Angesichts dieser Situation blieben die beninischen Streitkräfte und ihre Führung, ihrem Eid treu, der Republik verpflichtet."

Zuvor war eine Gruppe von Soldaten im staatlichen Fernsehen Benins aufgetreten, um die Auflösung der Regierung zu verkünden. Diese Gruppe nannte sich "Militärkomitee für die Neugründung" und erklärte die Absetzung von Präsident Patrice Talon sowie aller staatlichen Institutionen. Lt. Col. Pascal Tigri wurde von den Soldaten zum Präsidenten des Militärkomitees ernannt.

Chronologie der Ereignisse und internationale Reaktionen

Nach den Ankündigungen der Putschisten berichteten Augenzeugen dem CBS News Partner BBC von Schüssen. Zudem wurden einige Journalisten des staatlichen Senders als Geiseln genommen. Die französische Botschaft in Benin meldete über soziale Medien ebenfalls Schusswechsel in der Nähe der Präsidentenresidenz in Cotonou.

Die russische Botschaft in Benin forderte ihre Bürger auf, zu ihrer Sicherheit in Innenräumen zu bleiben. Auch die US-Botschaft riet ihren Bürgern, sich nach Berichten über Schusswechsel und militärische Aktivitäten von Cotonou, insbesondere dem Bereich um den Präsidentenpalast, fernzuhalten. Obwohl es keine offiziellen Nachrichten über Präsident Talon seit den Schüssen gab, teilte ein Berater des Präsidenten der BBC mit, dass der Präsident in Sicherheit sei und sich in der französischen Botschaft befinde. Das Signal des staatlichen Fernsehens und Radios, das zuvor unterbrochen war, wurde wiederhergestellt. Was mit der Militärgruppe geschah, war zunächst unklar.

Politischer Kontext und regionale Dynamik

Benin, das 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte, erlebte in den folgenden Jahrzehnten mehrere Putsche. Seit 1991 galt das Land nach der zwanzigjährigen Herrschaft des Marxistisch-Leninisten Mathieu Kérékou als politisch stabil.

Die regionale Staatengemeinschaft ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten) verurteilte den kurzlebigen Putschversuch in einer Erklärung. ECOWAS betonte: "ECOWAS verurteilt diesen verfassungswidrigen Schritt, der eine Untergrabung des Willens des Volkes von Benin darstellt.... ECOWAS wird die Regierung und das Volk in allen notwendigen Formen unterstützen, um die Verfassung und die territoriale Integrität Benins zu verteidigen."

Präsident Patrice Talon ist seit 2016 im Amt und sollte im kommenden April nach der Präsidentschaftswahl zurücktreten. Der Kandidat seiner Partei, der ehemalige Finanzminister Romuald Wadagni, gilt als Favorit für die Wahl. Der Oppositionskandidat Renaud Agbodjo wurde von der Wahlkommission wegen unzureichender Unterstützer abgelehnt. Im Januar wurden zwei Vertraute Talons wegen einer angeblichen Putschverschwörung im Jahr 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im Vormonat hatte die Legislative des Landes die Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre verlängert, wobei die Begrenzung auf zwei Amtszeiten beibehalten wurde.

Der Putschversuch in Benin ist der jüngste in einer Reihe von Militärübernahmen, die Westafrika erschüttert haben. Erst im Vormonat wurde in Guinea-Bissau der ehemalige Präsident Umaro Embalo nach einer umstrittenen Wahl, bei der sich sowohl er als auch der Oppositionskandidat zu Siegern erklärten, durch einen Militärputsch abgesetzt.

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