Berkshire Hathaway: Wandel unter Greg Abel und Zukunftsaussichten

Berkshire Hathaway: Wandel unter Greg Abel und Zukunftsaussichten

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Mit dem bevorstehenden Ende von Warren Buffetts 55-jähriger Amtszeit als CEO von Berkshire Hathaway und der Übergabe an Greg Abel stellen sich viele Investoren die Frage nach der Zukunft des Konglomerats. Diese Führungsänderung wird voraussichtlich sowohl qualitative als auch quantitative Auswirkungen auf den Wert und die Performance für die Aktionäre haben.

Die Ära nach Buffett: Ein neuer Kurs unter Greg Abel

Nach 55 Jahren wird Berkshire Hathaway erstmals einen neuen Chief Executive an der Spitze haben. Es wird erwartet, dass Greg Abel einen aktiveren und weniger passiven Ansatz verfolgen wird, im Gegensatz zu Buffetts berühmter Praxis, den Leitern der verschiedenen Berkshire-Unternehmen weitgehend freie Hand zu lassen. Diese Veränderungen machen Berkshire Hathaway nicht besser oder schlechter, sondern einfach anders.

Berkshires Portfolio im Wandel

Ein Drittel des Gesamtwerts von Berkshire Hathaway besteht aus privat gehaltenen Unternehmen wie der Eisenbahngesellschaft BNSF, Geico Insurance, Duracell-Batterien, dem Bodenbelagshersteller Shaw und Pilot Travel Centers. Diese gelten als zuverlässige Cash Cows, auch wenn sie keine starken Wachstumsmotoren sind. In einem Umfeld, in dem die Aktienbewertungen auf hohem Niveau bleiben könnten, wird Abel voraussichtlich verstärkt nach Gelegenheiten außerhalb des öffentlich gehandelten Marktes suchen.

Es wird erwartet, dass individuelle Aktienbeteiligungen in absehbarer Zukunft zugunsten von mehr Privatunternehmen an Bedeutung verlieren könnten. Während Warren Buffett traditionell ein Fan von Value-Aktien einfacher, verbraucherorientierter Unternehmen wie Coca-Cola war und Technologieaktien mied, da er keine Geschäfte besitzen wollte, die er nicht verstand, hat Berkshire Hathaway unter Buffett bereits Beteiligungen an Alphabet und Amazon erworben. Es ist nicht zu erwarten, dass das Konglomerat in hyperaggressive Tech-Namen investiert, aber eine stärkere Exposition gegenüber stabileren Technologieunternehmen ist denkbar.

Quantitative Aussichten für Aktionäre

Die Auswirkungen dieser wahrscheinlichen Veränderungen auf die Aktionäre in den nächsten fünf Jahren sind mit Vorsicht zu genießen. Der Marktwert von Berkshire Hathaway lag zuletzt bei 1,1 Billionen US-Dollar. Unter der Annahme, dass Abel Buffetts Erfolgsbilanz beibehält, könnte die Marktkapitalisierung von Berkshire bis Ende 2030 2 Billionen US-Dollar erreichen. Dies entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Gewinn von etwas mehr als 12 %, was in etwa dem langfristigen, marktschlagenden Durchschnitt der Aktie entspricht.

Es wird jedoch auch ein langsameres Wachstum erwartet, bedingt durch finanziell eingeschränkte Verbraucher und die schiere Größe von Berkshire. Warren Buffett selbst warnte in seinem Abschiedsbrief an die Aktionäre, dass "aufgrund der Größe von Berkshire und der Marktniveaus Ideen rar sind", fügte aber hinzu "aber nicht null". Er stellte klar, dass "unsere Größe ihren Tribut fordert".

Während Berkshire Hathaway unter Buffett nie eine Dividende gezahlt und selten eigene Aktien zurückgekauft hat (und seit Anfang letzten Jahres keine Aktien mehr zurückgekauft wurden), ist es nicht unwahrscheinlich, dass Dividenden und Aktienrückkäufe zu einem verlässlichen Bestandteil der Gesamtrendite für die Aktionäre werden. Dies wäre zwar keine Hauptkomponente, würde aber einen Großteil des Cashflows aus den zunehmend privat gehaltenen, cash-generierenden Unternehmen sinnvoll nutzen.

Das Versicherungsgeschäft als Kern

Trotz aller bevorstehenden Unterschiede wird Berkshire Hathaway in fünf Jahren immer noch weitgehend so aussehen wie heute. Es wird in erster Linie ein unglaublich lukratives Versicherungsgeschäft bleiben. Buffett selbst erklärte 2009 in einem Brief an die Aktionäre, dass das "Collect-now, pay-later"-Modell des Versicherungsgeschäfts große Summen – das sogenannte "Float" – generiert, die Berkshire investieren kann. Diese Kombination ermöglicht es, "kostenloses Geld zu nutzen – und, noch besser, dafür bezahlt zu werden, es zu halten." Greg Abel versteht, dass diese Struktur der Schlüssel zur langfristig hervorragenden Performance des Unternehmens ist.

Prognosen für die Berkshire Hathaway Aktie

Laut der jüngsten Langzeitprognose vom 19. Dezember 2025, als der Berkshire Hathaway Aktienkurs bei 495,78 US-Dollar stand, wird erwartet, dass der Preis bis Mitte 2026 500 US-Dollar und bis Mitte 2028 600 US-Dollar erreichen wird. Weitere Prognosen sehen den Kurs bei 700 US-Dollar im Jahr 2029, 800 US-Dollar im Jahr 2031, 900 US-Dollar im Jahr 2032, 1000 US-Dollar im Jahr 2034 und 1100 US-Dollar im Jahr 2036.

Kurzfristige Prognosen für Ende 2025 liegen bei 499 US-Dollar, was einem Anstieg von 1 % gegenüber dem Stand vom 19. Dezember 2025 entspricht. Bis Ende 2026 wird ein Kurs von 526 US-Dollar erwartet, was einem Anstieg von 6 % gegenüber dem aktuellen Preis entspricht. Für den Zeitraum 2027 bis 2031 wird ein Anstieg von 69 % prognostiziert, von 526 US-Dollar auf 887 US-Dollar. Zwischen 2032 und 2036 könnte der Preis von 887 US-Dollar auf 1.112 US-Dollar steigen, ein Plus von 25 %.

Investitionsentscheidung: Jetzt kaufen?

Die übergeordnete Frage bleibt, ob Berkshire Hathaway in dieser etwas unsicheren Zeit ein Kauf ist. Die Antwort lautet: Ja. Obwohl Greg Abel große Fußstapfen zu füllen hat und dies anders tun wird als Buffett, wird das Unternehmen weiterhin ein lukratives Geschäft bleiben.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Analystenteam von The Motley Fool Stock Advisor kürzlich zehn andere Aktien als die besten für Investoren identifiziert hat, wobei Berkshire Hathaway nicht darunter war. Historische Empfehlungen des Stock Advisor, wie Netflix im Dezember 2004 oder Nvidia im April 2005, zeigten jedoch beeindruckende Renditen.

Für die Analyse von Aktienkursbewegungen nutzen Trader verschiedene Tools:

  • Indikatoren: Gleitende Durchschnitte (50-Tage, 100-Tage, 200-Tage Simple Moving Average (SMA) und Exponential Moving Average (EMA)) sind beliebte Prognoseinstrumente. Ein Kurs über diesen Durchschnitten wird oft als bullisches Zeichen gewertet, ein Fall darunter als negatives Signal.
  • Weitere Indikatoren: Der Relative Strength Index (RSI) und Fibonacci-Retracement-Levels werden ebenfalls zur Bestimmung der zukünftigen Kursrichtung eingesetzt.
  • Chartmuster: Candlestick-Charts bieten detaillierte Informationen über Preisbewegungen und werden in verschiedenen Zeitrahmen (z.B. 1-Stunde, 4-Stunden, 1-Tag, wöchentlich) verwendet, um Eröffnungs-, Schluss-, Höchst- und Tiefstpreise darzustellen und fundierte Prognosen zu erstellen.

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