Bernie Sanders kritisiert Milliardärsvermögen und fordert Kampf gegen Oligarchie

Bernie Sanders kritisiert Milliardärsvermögen und fordert Kampf gegen Oligarchie

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Senator Bernie Sanders hat erneut die wachsende Vermögensungleichheit in den USA scharf kritisiert, während das Vermögen einiger Milliardäre, darunter Elon Musk, in beispiellosem Maße ansteigt. Er bezeichnet die Situation als „unmoralisch und nicht nachhaltig“ und fordert Maßnahmen gegen die Oligarchie, während Millionen Amerikaner um grundlegende Bedürfnisse kämpfen.

Sanders kritisiert wachsende Vermögensungleichheit

Am Freitag äußerte Senator Sanders auf X seine Besorgnis über die zunehmende Einkommens- und Vermögenslücke in den USA. Er hob hervor, dass, während Millionen Amerikaner Schwierigkeiten haben, Miete, Lebensmittel oder Gesundheitsversorgung zu bezahlen, das Gesamtvermögen von zehn Milliardären im Jahr 2025 um 730 Milliarden US-Dollar gestiegen ist.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat schrieb auf X: „Die große Wirtschaftskrise unserer Zeit ist die wachsende Einkommens- und Vermögensungleichheit.“ Unter Berufung auf Forbes-Daten beschrieb er die Situation als „unmoralisch und nicht nachhaltig“ und rief zum Handeln gegen die Oligarchie auf.

Elon Musks Vermögen erreicht Rekordhöhe

Elon Musks Nettovermögen ist im Jahr 2025 um mehr als 333 Milliarden US-Dollar in die Höhe geschnellt, was laut Forbes einem durchschnittlichen täglichen Anstieg von etwa 935 Millionen US-Dollar entspricht. Dies katapultierte ihn an die Spitze der globalen Vermögensrangliste und machte ihn zur ersten Person in der Geschichte mit einem Nettovermögen von rund 750 Milliarden US-Dollar.

Forbes berichtete, dass das Gesamtvermögen der weltweit mehr als 3.100 Milliardäre im Jahr 2025 um 3,6 Billionen US-Dollar auf 18,7 Billionen US-Dollar gestiegen ist. Die zehn größten Gewinner, darunter Musk, verzeichneten einen Zuwachs von mehr als 729 Milliarden US-Dollar. Bemerkenswert ist, dass sechs der zehn Milliardäre auf dieser Liste, darunter Jensen Huang, CEO von Nvidia (NASDAQ:NVDA), und Mark Zuckerberg, CEO von Meta Platforms (NASDAQ:META), Amerikaner sind.

Die Debatte um Vermögensungleichheit intensiviert sich

Das Thema Vermögensungleichheit ist in den USA seit einiger Zeit ein heiß diskutiertes Thema. Im Jahr 2025 warnte der Milliardärsanwalt John Morgan, dass die wachsende Einkommenslücke die Nation an einen Bruchpunkt bringen könnte, wobei seine vorgeschlagenen Lösungen jedoch auf Kritik stießen.

Zuvor im selben Jahr prognostizierte die Finanz-Influencerin Vivian Tu, dass sich die Vermögensungleichheit im Jahr 2025 aufgrund der Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump verschärfen würde. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase (NYSE:JPM), betonte, dass der Schlüssel zur Bewältigung der Ungleichheit darin liege, die Wirtschaft für alle wachsen zu lassen, nicht nur für die Topverdiener. Die Konsumausgaben wurden ebenfalls erheblich von der wachsenden Vermögensungleichheit beeinflusst, wobei Haushalte mit geringerem Einkommen sich zunehmend ausgeschlossen fühlen, während Haushalte mit höherem Einkommen mehr ausgeben und ein schnelleres Lohnwachstum verzeichnen.

Sanders' Kampf gegen die Oligarchie

Sanders definiert Oligarchie als „ein System, in dem eine kleine Anzahl extrem wohlhabender Individuen das wirtschaftliche, politische und mediale Leben einer Nation kontrolliert.“ Dieses System herrsche in den USA und zunehmend weltweit vor. In seinem Buch „Fight Oligarchy“ (Crown Publishing, NY, 2025) beleuchtet er diese Strukturen.

Er weist darauf hin, dass in den USA eine Handvoll Konglomerate die Zeitungen, Radiosender, Filmstudios und Fernsehsender sowie einen Großteil des Internets besitzen und somit das meiste dessen kontrollieren, was gelesen, gesehen und gehört wird. Eine ähnliche Konsolidierung findet sich in anderen Wirtschaftssektoren wie Technologie und Finanzen sowie bei der weltweiten Lebensmittelversorgung. Bei den Wahlen 2024 gaben ein Netzwerk von einhundert Familien über 2,6 Milliarden US-Dollar aus, um das Ergebnis zu beeinflussen.

Unter einer Oligarchie bestimmen die Ultrareichen die Regeln, und Geschäftsinteressen regulieren und kontrollieren die Regierung, anstatt umgekehrt. Dies führt dazu, dass über die Hälfte aller Amerikaner von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben, besorgt, dass eine Arztrechnung sie in die Reihen der Obdachlosen treiben könnte.

Kritik an KI-Utopie-Versprechen

In einem jüngsten Schritt wandte sich Senator Bernie Sanders direkt an Tesla-CEO Elon Musk auf X, um dessen große Versprechen bezüglich künstlicher Intelligenz (KI) und Robotik zu hinterfragen. Musk hat oft von einer Zukunft gesprochen, in der KI ein „Zeitalter des Überflusses“ schaffen, Armut beseitigen und Arbeit optional machen wird, indem sie ein universelles hohes Einkommen für alle bietet.

Sanders stellte jedoch kritische Fragen zur Machbarkeit und zum Zeitplan dieser Behauptungen. In einem auf X geposteten Video fragte er Musk: „Sie haben uns gesagt, die Armut wird ausgelöscht, Arbeit wird optional sein und es wird ein universelles hohes Einkommen für alle geben… Wie wird diese Utopie zustande kommen? Wann werden sie kostenloses Wohnen bekommen? Wann erhalten Fabrikarbeiter kostenlose Gesundheitsversorgung, wenn Roboter die Fertigungsjobs übernehmen?“ Sanders' Anfrage greift eine breitere Skepsis hinsichtlich der Verantwortung von Milliardären wie Musk und der realen Auswirkungen schneller technologischer Fortschritte auf.

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