
Bernie Sanders kritisiert Tech-Milliardäre: KI-Investitionen für Macht und Reichtum?
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US-Senator Bernie Sanders (I-Vt.) hat führende Tech-Milliardäre scharf kritisiert und ihnen vorgeworfen, bei ihren massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) und Robotik Profit über die Interessen der Arbeitnehmer zu stellen. Diese Anschuldigungen fallen in eine Zeit, in der die Tech-Giganten ihre Kapitalausgaben für KI-Technologien drastisch erhöhen und gleichzeitig verstärkter politischer und regulatorischer Prüfung unterliegen.
Sanders kritisiert Tech-Giganten: Profit vor Menschen?
In einem Post auf X, der einen Interviewausschnitt teilte, äußerte Senator Sanders seine Skepsis gegenüber den Motiven von Elon Musk, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos. Er fragte rhetorisch: "Glauben Sie, dass Elon Musk, Mark Zuckerberg und Jeff Bezos in KI investieren, um der arbeitenden Bevölkerung dieses Landes zu helfen?" Seine klare Antwort: "Nein, sie tun es, um noch mehr Reichtum und Macht für sich selbst anzuhäufen."
Sanders betonte, dass KI und Robotik von denselben "Oligarchen" vorangetrieben werden, die Hunderte von Milliarden Dollar investieren. Er stellte die Frage, ob diese Unternehmensführer sich um potenzielle Arbeitsplatzverluste sorgen würden. Nach Sanders' Ansicht muss Automatisierung "für Menschen, für gewöhnliche Menschen, für die arbeitende Bevölkerung funktionieren, nicht nur für Milliardäre."
Milliardeninvestitionen in KI und Robotik
Die großen Technologieunternehmen erhöhen ihre KI-bezogenen Kapitalausgaben erheblich, was Analysten als ein "Infrastruktur-Wettrüsten" bezeichnen, das sich auf Rechenzentren, fortschrittliche Chips und Automatisierung konzentriert. Diese Investitionen erreichen im Jahr 2026 voraussichtlich Rekordhöhen:
- **Amazon.com, Inc. (NASDAQ:AMZN)** plant, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in KI und Robotik zu investieren, was das Unternehmen als "wegweisende Chancen wie KI" bezeichnet.
- **Alphabet Inc. (NASDAQ:GOOG) (NASDAQ:GOOGL)** erwartet für 2026 Kapitalausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar.
- **Meta Platforms Inc. (NASDAQ:META)** prognostiziert für 2026 Kapitalausgaben von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar, wobei die gesamten jährlichen Ausgaben auf bis zu 169 Milliarden US-Dollar steigen könnten.
- **Microsoft Corp (NASDAQ:MSFT)** meldete im zweiten Quartal Kapitalausgaben von 37,5 Milliarden US-Dollar, die größtenteils auf KI-Chips und -Infrastruktur entfielen.
- **Tesla Inc. (NASDAQ:TSLA)** prognostizierte Ausgaben von über 20 Milliarden US-Dollar, die sich auf KI-Computing und Werkserweiterungen konzentrieren.
KI-Automatisierung und Arbeitsplatzsorgen
Sanders hat seine Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen dieser KI-Investitionen auf den Arbeitsmarkt deutlich gemacht. Er wies darauf hin, dass Jeff Bezos Milliarden in KI und Robotik investiert, während Amazon "Hunderttausende seiner Mitarbeiter durch Roboter ersetzt". Interne Dokumente aus dem letzten Jahr deuteten darauf hin, dass Amazon durch Fortschritte in der Robotik bis zu 600.000 prognostizierte zukünftige Stellen durch Automatisierung ersetzen könnte.
Der Senator forderte zudem einen Stopp des Baus neuer KI-Rechenzentren und warnte, dass die schnelle, von Milliardären unterstützte KI-Expansion Arbeitsplätze, Demokratie und öffentliche Ressourcen bedrohe. Er kritisierte in diesem Zusammenhang auch Jeff Bezos' Besitz der Washington Post, nachdem die Redaktion der Zeitung seinen Aufruf zu einem Moratorium für neue KI-Rechenzentren kritisiert hatte, was Sanders als "Was für eine Überraschung" kommentierte.
Politische Einflussnahme und regulatorische Prüfungen
Die zunehmende Macht der Tech-Giganten im KI-Bereich führt auch zu verstärkter politischer Einflussnahme und regulatorischer Kontrolle. Meta Platforms Inc. (NASDAQ:META) plante, im Jahr 2026 65 Millionen US-Dollar zu investieren, um staatliche Gesetzgeber zu unterstützen, die die KI-Industrie befürworten. Das Unternehmen gründete zwei Super-PACs, um die Politik in wichtigen Bundesstaaten wie Texas und Illinois zu beeinflussen.
Unabhängig davon hat die irische Datenschutzbehörde eine formelle Untersuchung gegen Elon Musks KI-Chatbot Grok eingeleitet. Die Vorwürfe umfassen den angeblichen Missbrauch persönlicher Daten und die Generierung manipulierter sexualisierter Bilder. Diese Untersuchung prüft die Einhaltung der EU-Datenschutzvorschriften und hat bereits weitere Prüfungen durch europäische Behörden und die britische Aufsichtsbehörde ausgelöst.