
Bill Ackmans Pershing Square plant Börsengang an der NYSE
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Der bekannte Investor Bill Ackman macht einen entscheidenden Schritt zur Verwirklichung seiner langjährigen Vision, ein börsennotiertes Anlagevehikel nach dem Vorbild von Warren Buffett aufzubauen. Seine Hedgefonds-Firma Pershing Square Capital Management hat die Notierung an der New York Stock Exchange beantragt. Dieser Schritt ermöglicht es öffentlichen Investoren, sich an Ackmans Investmentplattform zu beteiligen, die ein konzentriertes Portfolio von Large-Cap-Unternehmen und hochkarätigen Wetten verwaltet.
Pershing Square strebt Börsengang an der NYSE an
Pershing Square reichte am Dienstag den Antrag ein, unter dem Symbol "PS" an der New Yorker Börse gelistet zu werden. Die geplante Notierung umfasst eine duale Struktur: Sowohl die Stammaktien von Pershing Square als auch die Anteile des geschlossenen Fonds PSUS werden an der NYSE gehandelt. Diese Wertpapiere werden gleichzeitig gelistet, aber separat gehandelt, sodass Anleger jedes unabhängig voneinander kaufen oder verkaufen können. Das Unternehmen betonte, dass es vor diesem kombinierten Angebot keinen öffentlichen Markt für die Stammaktien von Pershing Square gab.
Details zur Kapitalbeschaffung und Angebotsstruktur
Im Rahmen der kombinierten Transaktion strebt Ackman an, zwischen 5 und 10 Milliarden US-Dollar für PSUS zu beschaffen. Investoren können Anteile zu je 50 US-Dollar erwerben, wie aus dem Antrag hervorgeht. Das Unternehmen erwartet, für je 100 erworbene PSUS-Anteile im Rahmen des Börsengangs 20 Stammaktien von Pershing Square Capital Management ohne zusätzliche Kosten zu liefern.
Bereits vor dem Angebot hat die Investmentfirma Zusagen in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar erhalten. Dieses Kapital stammt laut Antrag von einer Mischung aus Family Offices, Pensionsfonds, Versicherungsgesellschaften und Ultra-High-Net-Worth-Investoren.
Strategische Ausrichtung auf breitere Investorenbasis
Der Börsengang ist ein strategischer Schritt, um Ackmans Popularität bei Kleinanlegern zu nutzen, nachdem er auf der Social-Media-Plattform X über zwei Millionen Follower gewonnen hat. Pershing erklärte, dass PSUS der erste Fonds sein wird, der sowohl an US-amerikanische Kleinanleger als auch an institutionelle Investoren vermarktet wird. Dies markiert eine Erweiterung der Zielgruppe für die Anlageprodukte des Unternehmens.
Warren Buffett als Vorbild für permanentes Kapital
Ackman hat Warren Buffett häufig als Inspiration für den Aufbau und die Entwicklung seiner zwei Jahrzehnte alten Hedgefonds-Managementgesellschaft genannt. Der Gründer von Pershing Square bezeichnet sich selbst als "Buffett-Anhänger" und sagt, die 93-jährige Investmentikone sei seit Jahren sein "inoffizieller Mentor". Ackman nimmt regelmäßig an den jährlichen Aktionärsversammlungen von Berkshire Hathaway in Omaha, Nebraska, teil.
Der Investor wies darauf hin, dass Buffett seine Karriere selbst mit einer Reihe privater Investmentpartnerschaften begann – im Wesentlichen als aktivistischer Investor und Hedgefonds-Manager – bevor er diese Fonds in den 1960er Jahren schloss und die Kontrolle über Berkshire Hathaway, damals ein angeschlagener Textilhersteller, übernahm. Ackman hat erklärt, dass diese Transformation seine eigene Vision geprägt hat, eine Anlageplattform mit permanentem Kapital nach dem langfristigen Zinseszinseffekt von Berkshire aufzubauen.
Im Antrag heißt es dazu: "Permanentes Kapital ermöglicht es uns, eine langfristige Perspektive einzunehmen und in Zeiten von Marktvolatilität opportunistisch zu sein, ohne dem Zwang ausgesetzt zu sein, Kapital durch den Verkauf von Vermögenswerten zur Deckung von Rücknahmen in solchen Perioden beschaffen zu müssen."