
Bitcoin: Bitwise-Analysten prognostizieren $80.000 trotz Steuerdruck
ℹKeine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken
Analysten des Vermögensverwalters Bitwise bewerten die aktuelle Lage am Kryptomarkt und geben eine klare Prognose für Bitcoin ab. Während der bevorstehende US-Steuertermin kurzfristig für Verkaufsdruck sorgen könnte, sehen die Experten langfristig ein deutliches Aufwärtspotenzial für die größte Kryptowährung.
Bitcoin: Zwischen Steuerdruck und Kurspotenzial
Hunter Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, prognostiziert eine mögliche Schwächephase für Kryptowährungen im Vorfeld des 15. April. Dieser Termin ist die Frist für US-Amerikaner, ihre Steuererklärungen einzureichen und Kapitalertragssteuern für das Jahr 2025 zu zahlen. Investoren, die im späten Jahr 2024 und frühen 2025 Gewinne realisiert haben – insbesondere durch den Anstieg des Trump-Memecoins im Januar 2025 – könnten gezwungen sein, Kryptowährungen zu verkaufen, um ihre Steuerschuld zu begleichen.
Hougan merkt an: „Meine historische Erfahrung ist, dass Krypto oft vor dem Steuertermin schwach ist und dann genau um diese Zeit zu einer Rallye ansetzt.“ Diese Beobachtung gewinnt in diesem Jahr an Gewicht, da viele Trader erhebliche Gewinne verbuchen konnten.
Warum $80.000 wahrscheinlicher ist als $60.000
Trotz der aktuellen Preisschwankungen erwarten beide Bitwise-Analysten, dass Bitcoin die Marke von $80.000 vor $60.000 erreichen wird. Matt Hougan, Chief Investment Officer, und Juan Rasmussen, Senior Research Analyst, sind sich einig, dass ein Rückgang auf $60.000 eine Kaskade negativer Ereignisse erfordern würde, die so schwerwiegend wären, dass "die Leute auf der Straße weinen würden", so Rasmussen.
Rasmussen ist optimistisch: „Ich denke, wir sind hier nahe am Tiefpunkt.“ Er erwartet ein baldiges Ende des Nahostkonflikts, was zu einer Markterholung führen würde, von der Bitcoin, Ethereum und andere Krypto-Assets sowie Krypto-Aktien profitieren würden. Hougan stimmt zu und argumentiert, dass ein Anstieg auf $80.000 von den aktuellen Niveaus aus einfacher sei als ein Rückgang auf $60.000. Diese Einschätzung wird durch den rollierenden Vierjahreszyklus, die zunehmende institutionelle Adoption und die potenzielle Verabschiedung des Clarity Act vor der gesetzgeberischen Frist im April gestützt.
Bitcoin als Frühindikator für Risiko und Liquidität
Matt Hougan beschreibt Bitcoin als das empfindlichste Maß für zukünftige Liquiditätszunahmen und aufkommende Risiken. Er erklärt: „Ich denke, es erschnüffelt Risiko und auf der Oberseite erschnüffelt es erhöhte Liquidität.“ Dies könnte erklären, warum Bitcoin sich scheinbar unabhängig von den Spannungen im Nahen Osten bewegt.
Die Kryptowährung fiel von ihren Oktober-Höchstständen um 45 %, noch bevor Aktien und Gold schwächer wurden. Dies deutet darauf hin, dass Bitcoin als Frühindikator fungiert, anstatt traditionellen Risk-on/Risk-off-Mustern zu folgen.
Institutionelles Interesse auf Rekordniveau
Juan Rasmussen berichtete, in der vergangenen Woche mit über 700 professionellen Investoren gesprochen zu haben, wobei das Engagement etwa dreimal so hoch war wie üblich. Die Fragen konzentrierten sich auf wichtige Themen wie:
- Regulierung
- Bitcoin-Mining
- Stablecoins
- XRP (CRYPTO: XRP)
- Tokenisierung
Skeptische Herausforderungen standen dabei nicht im Vordergrund. Rasmussen betonte: „Dies ist ein ganz anderes Maß an Engagement, als wir es vor zwei Jahren hatten.“ Er sieht ein "institutionelles Maß an Begeisterung für Krypto, das wir noch nie zuvor gesehen haben." Matt Hougan bestätigte, dass institutionelle Treffen nach dem FTX-Vorfall im Jahr 2022 weitaus schwieriger zu arrangieren waren als die aktuellen Debatten über den Clarity Act, was auf einen echten strukturellen Wandel im institutionellen Appetit hindeutet.