Bitcoin-Kurssturz: Whales, Volatilität und die Zukunft der Kryptowährung

Bitcoin-Kurssturz: Whales, Volatilität und die Zukunft der Kryptowährung

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Der Bitcoin-Kurs ist seit seinem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar deutlich gefallen. Eine neue Analyse zeigt, dass nicht Kleinanleger oder überhebelte Positionen den Absturz verursachten, sondern sogenannte "Whales", die nahe des Höchststands kauften und dann panisch verkauften. Trotz der jüngsten Volatilität sind sich Experten einig: Kryptowährungen werden bleiben.

Bitcoin-Kurssturz: Die Rolle der "Whales"

Der Bitcoin (CRYPTO: BTC) hat seit Anfang Oktober einen Rückgang von 40.000 US-Dollar von seinem Höchststand erlebt. Eine aktuelle Analyse legt nahe, dass der massive Kursrückgang nicht auf Kleinanleger oder überhebelte Long-Positionen zurückzuführen ist. Stattdessen waren es "Whales" – große Halter –, die nahe dem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar kauften und dann bei rund 84.000 US-Dollar panisch verkauften.

Diese neuen Wal-Kohorten waren gezwungen, massive Verluste zu realisieren, was einen anhaltenden Verkaufsdruck erzeugte und den Bitcoin-Kurs um 32 % nach unten drückte. Daten von CryptoQuant zeigen dramatische Spitzen bei den realisierten Verlusten dieser neuen Wal-Kohorten während des Ausverkaufs. Diese Adressen hatten BTC während der Rallye akkumuliert und dann bei erheblichen Verlusten verkauft, als sich der Markt umkehrte. Seit dem Erreichen des jüngsten Tiefs um 84.000 US-Dollar haben sich diese realisierten Verluste jedoch stabilisiert, was darauf hindeutet, dass die neuen Whales den Verkauf eingestellt haben.

Langzeit-Holder bleiben standhaft

Im Gegensatz zu den neuen Wal-Kohorten zeigten die etablierten "Old Whales" während des gesamten Rückgangs ein relativ stabiles Verhalten. Langfristige Halter haben den Kursverfall weitgehend ausgesessen und die Panik vermieden, die den Rückgang verstärkte. Dieses Verhalten ist ein wichtiges Signal: Wenn nur neue Käufer verkaufen und Langzeit-Holder ihre Positionen halten, deutet dies darauf hin, dass der Vermögenswert einen Boden findet, anstatt weiter abzustürzen.

Makroökonomische Faktoren und inhärente Volatilität

Experten der Northeastern University, Ravi Sarathy und Alper Koparan, betonen, dass neben den Wal-Aktivitäten auch viele makroökonomische Faktoren sowie die inhärente Volatilität von Bitcoin zu den jüngsten starken Kursschwankungen beitragen. Bitcoin erreichte am 6. Oktober ein Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar, nachdem er im Jahr 2025 um 33 % gestiegen war. Seitdem ist die weltweit größte Kryptowährung nach Marktwert jedoch stark gefallen – um etwa 14 % bis Ende Oktober, 17 % im November und weitere 7 % am 1. Dezember, wobei dieser jüngste Verlust am Folgetag wieder ausgeglichen wurde.

Sarathy, Professor für internationales Geschäft und Strategie, spricht von einem "Überschwang für alles, was mit Krypto zu tun hat". Die Experten sind sich jedoch einig, dass Bitcoin und Kryptowährungen im Allgemeinen wahrscheinlich dauerhaft bestehen bleiben werden. Koparan, Assistenzprofessor für Finanzen, ist überzeugt: "Kryptowährungsmärkte, ich glaube, diese Märkte werden für immer existieren, unabhängig vom Preis von Bitcoin." Er sieht sie als "Spielplatz für individuelle Anleger", der ohne Einschränkungen über das Internet zugänglich ist.

Die inhärente Volatilität von Bitcoin, der aus der Großen Rezession 2008-2009 als dezentrales, einfaches und schnelles Peer-to-Peer-Handelsnetzwerk entstand, lässt sich auf mehrere Gründe zurückführen:

  • Die Nachfrage übersteigt das gesamte zirkulierende Angebot, und die Produktion ist auf 21 Millionen Coins begrenzt, eine Menge, der sich die Kryptowährung schnell nähert.
  • Kryptowährungen wie Bitcoin sind nicht an die Währung eines Landes gebunden.
  • Sie sind für individuelle Anleger über die Blockchain, ein digitales Hauptbuch, in dem Transaktionen aufgezeichnet werden, leicht zugänglich.
  • Die begrenzte Regulierung kann zu häufiger Spekulation führen.

Marktprognosen: Konsolidierung statt Feuerwerk

Der Prognosemarkt Polymarket zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Bitcoin bis Ende 2025 95.000 US-Dollar erreicht, nur bei 18 % liegt. Eine Marke von 100.000 US-Dollar wird sogar nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 6 % bewertet. Auf der Abwärtsseite liegt die Wahrscheinlichkeit für 80.000 US-Dollar bei 15 % als bärisches Szenario. Bemerkenswert ist, dass die Chancen, dass Bitcoin über 130.000 US-Dollar oder unter 70.000 US-Dollar schließt, jeweils unter 1 % liegen. Dies untermauert die Erwartung einer Seitwärtsbewegung. Trader setzen demnach eher auf eine Konsolidierung als auf ein "Feuerwerk" an Kursbewegungen.