
Black Friday 2025: KI treibt Online-Umsätze auf Rekordhoch
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Amerikanische Verbraucher haben am Black Friday 2025 einen neuen Rekord im Online-Shopping aufgestellt und 11,8 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Dieser Anstieg um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr wurde maßgeblich durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) und eine deutliche Verlagerung vom stationären zum digitalen Handel getragen.
Rekordumsätze im Online-Handel
Der Black Friday 2025 markierte einen historischen Meilenstein für den US-amerikanischen Online-Handel. Laut Daten von Adobe Analytics gaben Verbraucher an diesem geschäftigsten Einkaufstag des Jahres rekordverdächtige 11,8 Milliarden US-Dollar online aus. Dies entspricht einem bemerkenswerten Anstieg von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Bereits am Thanksgiving-Feiertag wurde ein Online-Umsatz von 6,4 Milliarden US-Dollar erzielt, was ebenfalls einen Rekord darstellte und eine Steigerung von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutete. Die Spitzenwerte am Black Friday lagen zwischen 10 Uhr und 14 Uhr Ortszeit, wo pro Minute 12,5 Millionen US-Dollar umgesetzt wurden. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Dominanz des E-Commerce in der gesamten Weihnachtszeit, die auf über 1,1 Billionen US-Dollar geschätzt wird.
KI als Shopping-Assistent
Ein entscheidender Faktor für die Rekordumsätze war der beispiellose Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) durch die Käufer. Im Vergleich zu 2024, als Tools wie Walmarts "Sparky" oder Amazons "Rufus" noch nicht verfügbar waren, verzeichnete der KI-gesteuerte Traffic auf US-Einzelhandelswebsites einen Anstieg von 805 Prozent.
Verbraucher nutzten KI-gestützte Chatbots und andere Tools, um Preise zu vergleichen, Angebote zu verfolgen und personalisierte Empfehlungen zu erhalten. Eine Adobe-Umfrage ergab, dass fast die Hälfte der US-Käufer bereits KI für ihre Online-Einkäufe genutzt hat oder dies plant. Suzy Davidkhanian, Analystin bei eMarketer, kommentierte gegenüber Reuters: "Verbraucher nutzen neue Tools, um schneller zu finden, was sie brauchen. Das Schenken kann stressig sein, und [große Sprachmodelle] lassen den Entdeckungsprozess schneller und zielgerichteter erscheinen."
Der Wandel vom Laden zum Bildschirm
Der Black Friday 2025 verdeutlichte eine klare Verschiebung der Einkaufsgewohnheiten: Online-Verkäufe übertrafen den traditionellen Fußgängerverkehr in den Geschäften deutlich. Während der E-Commerce laut Mastercard SpendingPulse ein Wachstum von 10,4 Prozent verzeichnete, stiegen die Umsätze im stationären Handel lediglich um 1,7 Prozent im Vergleich zu 2024.
Daten von RetailNext zeigten einen Rückgang des Fußgängerverkehrs in US-Geschäften um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Viele Verbraucher entschieden sich bewusst für den Komfort von Online-Angeboten und verlängerten Promotionen, anstatt überfüllte Läden aufzusuchen. Joe Shasteen, Global Analytics Manager bei RetailNext, stellte fest: "Käufer ändern, wie und wann sie einkaufen."
Beliebte Produkte und neue Trends
Die Nachfrage am Black Friday erstreckte sich über eine Vielzahl von Produktkategorien. Zu den gefragtesten Artikeln gehörten:
Auch Gaming-Hardware, Haushaltsgeräte und Wellness-Technologie verzeichneten eine signifikante Nachfrage. Beispielsweise bot STORMCRAFT PC sein Flaggschiff Phantom PH265F0CC-580W1 mit Intel Ultra 7 Prozessor und NVIDIA RTX 5080 Grafikkarte an. QUINEAR präsentierte seine Modelle QN-090A und QN-071A für Bein-Kompressionstherapie. Ein unerwartetes Highlight war zudem der Bereich Cybersicherheit, mit starken Rabatten auf Datenschutz-Tools wie Proton VPN (75% Rabatt auf Plus-Abonnement, auf 2,49 US-Dollar pro Monat reduziert) und NordVPN (bis zu 77% Rabatt), was das wachsende Bewusstsein für Online-Bedrohungen widerspiegelt.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Ausblick
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, darunter hohe Inflation und eine Arbeitslosigkeit nahe dem Vierjahreshoch, zeigten sich die Verbraucher kauffreudig, jedoch budgetbewusst. Eine Deloitte-Umfrage ergab, dass 85 Prozent der Amerikaner planen, gleich viel oder weniger als im Vorjahr auszugeben, wobei viele "Buy Now, Pay Later"-Optionen nutzten und auf signifikante Promotionen warteten.
Die National Retail Federation schätzt, dass die US-Weihnachtsausgaben erstmals die Marke von 1 Billion US-Dollar überschreiten werden, obwohl das Wachstum sich verlangsamt. Adobe prognostiziert für den Zeitraum von Thanksgiving bis Cyber Monday einen Umsatz von 43,7 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Herausforderungen wie steigende Zölle und Lieferengpässe könnten jedoch die Tiefe der Rabatte begrenzen, wobei Experten wie Erik Guzik von der University of Montana eine Begrenzung auf 20-30 Prozent statt der historischen 40-50 Prozent erwarten.