BlackRock CEO Fink warnt: KI verschärft Vermögenskluft – Investieren ist Pflicht

BlackRock CEO Fink warnt: KI verschärft Vermögenskluft – Investieren ist Pflicht

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Larry Fink, der milliardenschwere CEO von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter, hat in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre eindringlich davor gewarnt, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Vermögensungleichheit drastisch verschärfen könnte. Er betont, dass Investitionen in Kapitalmärkte der beste Weg zu langfristiger finanzieller Sicherheit sind und fordert eine breitere Beteiligung am Wirtschaftswachstum, um gesellschaftliche Spaltungen zu verhindern.

KI und die drohende Vermögenskluft

Fink schreibt, dass das "alte Modell des globalen Kapitalismus zerbricht" und die "überwiegende Mehrheit des Vermögens an Menschen geflossen ist, die Vermögenswerte besaßen, nicht an Menschen, die den Großteil ihres Geldes durch Arbeit verdienten." Künstliche Intelligenz drohe, dieses Muster in noch größerem Umfang zu wiederholen, indem sie Vermögen bei den Unternehmen und Investoren konzentriert, die in der Lage sind, es zu nutzen. Diese wachsende Vermögensungleichheit, die sich durch KI beschleunigen könnte, könnte laut Fink sogar gewählte Regierungen gefährden, da "Demokratie davon abhängt, dass Menschen das Gefühl haben, eine echte Beteiligung an der Zukunft ihres Landes zu haben."

KI sei an sich nicht "problematisch", so Fink, aber wenn "der Besitz eng bleibt, kann Wohlstand für Außenstehende zunehmend unerreichbar erscheinen." Die größten Technologieunternehmen wie Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta planen, Hunderte von Milliarden Dollar in den Aufbau der KI-Infrastruktur zu investieren. Investmentfirmen, darunter BlackRock, arbeiten mit diesen Unternehmen zusammen, um einige dieser Projekte zu finanzieren.

Die Rolle der Kapitalmärkte und BlackRocks Engagement

Larry Fink hebt hervor, dass das Anlegen von Geld in Kapitalmärkten – einschließlich öffentlicher Aktien und privater Kredite – der beste Weg zu langfristiger finanzieller Sicherheit ist. Er warnt vor den Risiken für diejenigen, die nicht in Wachstumsthemen wie Künstliche Intelligenz investieren können oder wollen. Die massive Wertschöpfung vergangener Generationen sei größtenteils den Besitzern von Finanzanlagen zugutegekommen, und KI drohe, dieses Muster in noch größerem Umfang zu wiederholen.

BlackRock selbst ist stark in die KI-Infrastruktur involviert. Das Unternehmen führte ein Konsortium mit Microsoft und Nvidia an, das Aligned Data Centers im vergangenen Jahr für 40 Milliarden Dollar erwarb. Fink betont, dass KI "hier bleiben wird" und ein zentraler Bestandteil des strategischen Wettbewerbs zwischen den USA und China ist.

Herausforderungen am Arbeitsmarkt durch KI

Fink äußerte auf dem BlackRock 2026 Infrastructure Summit seine Besorgnis über die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt. Er befürchtet, dass Hochschulabsolventen in diesem Jahr die höchste Arbeitslosenquote seit Jahren erleben könnten, selbst ohne Rezession. Dies liege an der schnellen KI-Adoption, die traditionelle Einstiegspositionen umgestaltet, die jungen Fachkräften als erster Karriereschritt dienten.

Die Gesellschaft passe sich nicht schnell genug an die Geschwindigkeit des technologischen Wandels an, so Fink. Während ein Hochschulabschluss seit dem Zweiten Weltkrieg als Weg zu einer White-Collar-Karriere galt, stört KI viele dieser Arbeitsplätze. Aktuelle Daten stützen diese Bedenken: Die Arbeitslosigkeit unter Hochschulabsolventen im Alter von 22 bis 27 Jahren liegt bei 5,6 %, nahe dem Höchststand eines Jahrzehnts außerhalb der Pandemie. Stellenausschreibungen für Einstiegspositionen fielen im Jahresvergleich um 16 %, während die Bewerbungen pro Stelle um 26 % anstiegen.

Chancen in den Fachkräften und BlackRocks Initiative

Trotz der Herausforderungen betont Fink, dass Künstliche Intelligenz auch neue Möglichkeiten schafft, insbesondere in den qualifizierten Handwerksberufen. Der Ausbau der KI-Infrastruktur, wie etwa Rechenzentren, treibt die Nachfrage nach Elektrikern, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnikern, Installateuren und Eisenbiegern an. Fink sieht hier eine "Krise", da die Gesellschaft nicht darauf vorbereitet sei, diese neuen Arbeitsplätze zu besetzen.

Um dieser Lücke entgegenzuwirken, hat BlackRock 100 Millionen Dollar für Programme zur Förderung von Fachkräften zugesagt. Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen und Arbeitsmarktentwicklungsprogrammen in den nächsten fünf Jahren 50.000 Arbeitskräfte auszubilden. Fink argumentiert, dass der traditionelle Weg vom College zur Karriere nicht mehr universell ist und dass mehrere Wege – einschließlich qualifizierter Handwerksberufe – in der KI-gesteuerten Wirtschaft unerlässlich sein werden.

Lösungsansätze für mehr Teilhabe

Für potenzielle Lösungen zur Ungleichheit schlägt Fink vor, Investitionsmöglichkeiten zu tokenisieren, um den Zugang für diejenigen zu erleichtern, die mit Investitionen nicht vertraut sind. Des Weiteren plädiert er für eine strukturelle Änderung der Sozialen Sicherheit (Social Security), die es dem Kapital des Programms ermöglichen würde, stärker wie ein Pensionsfonds zu agieren und "mit der breiteren Wirtschaft zu wachsen." Fink betont, dass er keine Privatisierung des Programms fordert, sondern eine "längst überfällige Debatte" über die Soziale Sicherheit.

Die "bürgerliche Errungenschaft", durch Investitionen am Wachstum des eigenen Landes teilzuhaben, sei eine wichtige Verbindung zwischen Bürgern und ihrer Regierung. Fink schreibt: "Sie auszuweiten – damit mehr Menschen in das Wachstum ihres Landes investieren und an seinen Belohnungen teilhaben können – ist die Aufgabe, die vor uns liegt."

Langfristig investieren trotz Volatilität

Fink rät seinen Kunden, trotz der anhaltenden Marktvolatilität investiert zu bleiben. Er betont, dass "im Laufe der Zeit das Bleiben im Investment weitaus wichtiger war, als der richtige Zeitpunkt für den Einstieg." Als Beispiel führt er an, dass sich jeder US-Dollar, der in den letzten zwei Jahrzehnten in den S&P 500 investiert wurde, mehr als verachtfacht hat.

Die Unsicherheit darüber, wie schnell sich Unternehmen anpassen können und welche Firmen als Gewinner hervorgehen werden, hat die Bewertungen beeinflusst und Teile des Technologiesektors belastet. Dennoch ist klar: "KI wird einen erheblichen wirtschaftlichen Wert schaffen. Sicherzustellen, dass die Beteiligung an diesem Wachstum mit ihm expandiert, ist sowohl die Herausforderung als auch die Chance."

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