Blackstone sichert 6,3 Mrd. USD für größten Life Sciences Fonds

Blackstone sichert 6,3 Mrd. USD für größten Life Sciences Fonds

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Die private Investmentplattform Blackstone hat eine Finanzierungsrunde für ihre Life Sciences Strategie abgeschlossen und dabei 6,3 Milliarden US-Dollar an Kapital eingesammelt. Dies markiert den größten jemals aufgelegten privaten Life Sciences Fonds und unterstreicht Blackstones anhaltendes Engagement in diesem Sektor. Das Kapital wird über die dedizierte BXLS-Plattform bereitgestellt, um die Entwicklung und Kommerzialisierung neuer Medikamente und Medizintechnologien über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu unterstützen.

Blackstone sichert Rekordfinanzierung für Biowissenschaften

Blackstone gab bekannt, dass der Fonds Blackstone Life Sciences VI (BXLS VI) mit seinem Hard Cap von 6,3 Milliarden US-Dollar an Kapitalzusagen geschlossen wurde. Dieser überzeichnete Fonds ist der größte private Fonds, der jemals für die Biowissenschaften aufgelegt wurde, und übertrifft seinen Vorgängerfonds, der 2020 mit 4,6 Milliarden US-Dollar geschlossen wurde, um fast 40 Prozent. Dies wird als ein Zeichen für die verbesserte Stimmung unter Investoren im Life Sciences- und Gesundheitssektor gewertet.

Die BXLS-Plattform, die 2018 ins Leben gerufen wurde, hatte Ende 2025 Vermögenswerte von rund 15 Milliarden US-Dollar, einschließlich Immobilien, unter Verwaltung. Nicholas Galakatos, Global Head von Blackstone Life Sciences, betonte die "anhaltende Überzeugung des Unternehmens in die Biowissenschaften", die einer seiner Kernbereiche bleibe. Er fügte hinzu: "Unsere Partnerschaften mit globalen Führungskräften haben 34 behördliche Zulassungen für innovative Medikamente und Geräte hervorgebracht."

Umfangreiche Investitionen und Erfolge der BXLS-Plattform

In den letzten zwölf Monaten hat die BXLS-Plattform fast 2 Milliarden US-Dollar an verschiedene Unternehmen im Life Sciences Sektor vergeben, um deren Entwicklungs- und Kommerzialisierungsprozesse zu finanzieren. Zu den jüngsten Investitionen gehören:

  • MSD (Merck & Co): 700 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Entwicklung des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Sacituzumab Tirumotecan für verschiedene solide Tumorindikationen, im Gegenzug für Lizenzgebühren.
  • Teva Pharmaceutical: 400 Millionen US-Dollar für das Duvakitug-Entwicklungsprogramm Anfang März 2026, das sich in späten Studien für entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa befindet.
  • **Johnson & Johnson (J&J):** Co-Finanzierung zukünftiger klinischer Studien für das akute myeloische Leukämie (AML)-Medikament Bleximenib, einen oralen Menin-Inhibitor, im Februar 2026.

Blackstone Life Sciences hat zuvor 34 Zulassungen für innovative Medikamente und Geräte erhalten, die es unterstützt hat. Dazu gehören Blockbuster-Therapien wie Alnylam Pharmaceuticals’ Amvuttra (Vutrisiran) zur Behandlung von Transthyretin-Amyloidose (ATTR), Kardiomyopathie und Polyneuropathie, sowie AbbVie & J&J’s Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor Imbruvica (Ibrutinib) für Blutkrebs und Novartis’ zweimal jährlich zu verabreichendes Cholesterinsenker Leqvio (Inclisiran).

Der Fokus von BXLS liegt hauptsächlich auf Akteuren im Life Sciences Bereich mit Assets in späteren Phasen der Medikamentenentwicklung, wie Phase-3-Tests, die einen klaren Weg zur Markteinführung und hohes kommerzielles Potenzial aufweisen. Diesen Ansatz beschreibt Blackstone als die Finanzierung von "Produkten, nicht Unternehmen". Die BXLS-Plattform weist eine Zulassungserfolgsquote von 86 Prozent für ihre Phase-3-Assets auf, was den Branchendurchschnitt übertrifft.

Das Investitionsumfeld in den Biowissenschaften

Der Life Sciences Sektor sah sich in den letzten Jahren mit einem herausfordernden Finanzierungsumfeld konfrontiert, das durch steigende Zinsen und wirtschaftliche Unsicherheit ausgelöst wurde. Auch geopolitische Faktoren wie Zölle prägen derzeit die Investitions- und Markteinführungsstrategien in der Pharmabranche.

Trotz dieser Hürden gibt es positive Signale, die auf eine Erholung der Pharmafinanzierung hindeuten. Laut einem Bericht von GlobalData stieg der Gesamtwert der Risikokapitalinvestitionen im Sektor im vierten Quartal 2025 um 70,6 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal. Dieser Aufwärtstrend zeigte sich auch im Volumen der Investitionen, das um 30,4 Prozent auf 206 Deals anstieg.

GlobalData hebt zudem eine Verschiebung der Investorenaktivität hervor, insbesondere im Bereich der Zell- und Gentherapie (CGT). Hier ist ein verstärktes Interesse an Kandidaten in der Series-B-Phase zu beobachten, da Investoren selektiver und strategieorientierter vorgehen. Auch der nationale Life Sciences Immobilienmarkt erreicht laut einem CBRE-Bericht einen Wendepunkt, mit gemessenen Verbesserungen nach zwei Jahren von Überangebot und stagnierenden Investitionen. Der Bau von Laboren und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen hat ein Zehnjahrestief erreicht, was den Druck mindert, da sich die Nachfrage nach Flächen stabilisiert hat. Es wird erwartet, dass das Transaktionsvolumen für Life Sciences Immobilien in Schlüsselmärkten in diesem Jahr an Dynamik gewinnen wird.

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