BP erweitert Upstream-Portfolio durch Namibia-Deal mit Eco Atlantic

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BP, vertreten durch seine hundertprozentige Tochtergesellschaft bp Namibia Energy, hat eine Vereinbarung mit Eco (Atlantic) Oil & Gas getroffen. Ziel ist der Erwerb einer 60%igen Beteiligung an drei von Eco Atlantic gehaltenen Erdölexplorationslizenzen (PELs) vor der Küste Namibias. Dieser strategische Schritt ist Teil von BPs Bestreben, sein Upstream-Portfolio zu erweitern und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

Die Transaktion unterstreicht das wachsende Interesse an der namibischen Offshore-Region, die als vielversprechendes Frontier-Becken gilt. BP wird nach Abschluss der Vereinbarung als Betreiber der drei Blöcke fungieren und damit seine Präsenz in einem wichtigen Explorationsgebiet festigen.

Strategische Expansion im Walvis-Becken

Die von der Vereinbarung betroffenen Blöcke sind als PEL97, PEL99 und PEL100 identifiziert und befinden sich im Walvis-Becken. Der Abschluss der Transaktion ist an übliche Bedingungen geknüpft, darunter die Zustimmung der namibischen Regulierungsbehörden sowie die Genehmigung der Joint-Venture-Partner.

Nach erfolgreichem Abschluss wird Eco Atlantic über seine hundertprozentigen Tochtergesellschaften Eco Namibia und Eco Services eine 25%ige Beteiligung an jeder der Lizenzen PEL97, PEL99 und PEL100 behalten. Dies sichert Eco Atlantic weiterhin eine signifikante Präsenz in den Explorationsprojekten.

Details der Vereinbarung und Finanzierung

Im Rahmen der Vereinbarung erhält Eco Atlantic bei Abschluss eine einmalige Barzahlung von 2,7 Millionen US-Dollar (3,71 Millionen kanadische Dollar). BP wird während der aktuellen Explorationsphase 100 % der Kosten tragen, die auf Eco Atlantics verbleibende 25 % Beteiligung entfallen.

Zusätzlich wird BP den anteiligen Anteil von NAMCOR (10 %) und der lokalen Partner (5 %) an den Carried Interests für alle drei Lizenzen übernehmen. Dies reduziert die finanzielle Belastung für Eco Atlantic und die lokalen Partner erheblich.

Geplantes Arbeitsprogramm und zukünftige Optionen

Das vorgeschlagene Arbeitsprogramm umfasst die Neuaufbereitung seismischer Daten auf PEL97. Des Weiteren ist eine 3D-Seismik-Vermessung von mindestens 3.000 km² über PEL99 und PEL100 geplant, um das geologische Verständnis der Gebiete zu vertiefen.

Sollten BP und seine Partner im Jahr 2028 in die zweite Verlängerungsperiode der Lizenzlaufzeit eintreten und sich für Bohrungen entscheiden, hat Eco Atlantic die Wahl. Das Unternehmen kann entweder eine zusätzliche 10%ige Beteiligung an BP übertragen, wobei die verbleibenden Kosten gedeckelt sind, oder seine 25%ige Beteiligung beibehalten. Die potenzielle Gesamt-Carry-Betrachtung durch BP könnte bis zu 63 Millionen US-Dollar (46,53 Millionen britische Pfund) erreichen, falls alle Put-Optionen über die Lizenzen ausgeübt werden, begrenzt auf 21 Millionen US-Dollar pro Option.

BP's Erfolge und Namibias wachsende Bedeutung

Gordon Birrell, Executive Vice-President für Produktion und Betrieb bei BP, äußerte sich positiv: „Namibia ist eine Region, die wachsendes Brancheninteresse auf sich zieht und eine Reihe spannender Frontier-Becken aufweist.“ Er betonte, dass diese Vereinbarung BPs Einstieg als Betreiber in das Land markiert, das Explorationsportfolio stärkt und langfristiges Wachstumspotenzial bietet.

BP hat in diesem Jahr bereits zwei Explorationserfolge gemeldet, die auf zwölf Entdeckungen im Jahr 2025 aufbauen. Dies untermauert die Explorationspipeline des Unternehmens für ein längerfristiges organisches Wachstum. Azule Energy, ein 50:50 Joint Venture von BP und Eni, hat seit Anfang 2025 vier Kohlenwasserstofffunde bestätigt: die Algaita-01-Bohrung und die Gasentdeckung Gajajeira-01 vor der Küste Angolas sowie die Entdeckungen Volans-1X und Capricornus-1X im Orange-Becken Namibias.