
Britische Rentenlücke: £23 Mrd. jährlich für 12% Beitragsziel nötig
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Britische Sparer leisten derzeit nicht genug, um die empfohlenen Rentenbeiträge zu erreichen. Eine neue Untersuchung von Bowmore Financial Planning, einem Teil der Bowmore Wealth Group, zeigt, dass jährlich zusätzliche 23 Milliarden Pfund erforderlich wären, um das Ziel von 12 % des Jahresgehalts zu erreichen, das von Pensions UK als Richtwert genannt wird. Dies unterstreicht eine alarmierende Lücke in der Altersvorsorge vieler Haushalte im Vereinigten Königreich.
Alarmierende Rentenlücke in Großbritannien
Die Analyse von Bowmore basiert auf HMRC-Daten für 2022–23 und legt nahe, dass Sparer 12 % ihres Jahresgehalts in die Rente einzahlen müssten, um die Empfehlungen von Pensions UK zu erfüllen. Aktuell fließen jedoch nur 16 Milliarden Pfund in private Renten, obwohl nach den Richtlinien von Pensions UK jährlich 38,7 Milliarden Pfund gespart werden sollten. Dies bedeutet, dass private Arbeitnehmer im Durchschnitt lediglich 3,63 % ihres Gehalts in eine private Rente einzahlen.
Gill Millen, Managing Director von Bowmore Financial Planning, äußerte sich besorgt: „Die enorme Kluft zwischen dem, was Pensions UK den Menschen zum Sparen empfiehlt, und dem, was sie tatsächlich sparen, ist alarmierend.“ Sie fügte hinzu, dass selbst Personen in ihren 40ern und 50ern, die oft einen Großteil ihrer Hypothek abbezahlt haben, nur 3,3–4,3 % ihres Gehalts in ihre Rente einzahlen. Angesichts steigender Rentenkosten sei ein gesundes Rentenpolster wichtiger denn je, auch wenn das Sparen für viele schwierig sei.
Die Rolle der Auto-Enrolment und ihre Schwächen
Bowmore Financial Planning identifiziert Schwächen im Rahmen der automatischen Renteneinschreibung (Auto-Enrolment) als einen wesentlichen Faktor für die niedrigen Beitragsniveaus. Das System weist mehrere Lücken auf, die dazu führen, dass bestimmte Gruppen nicht ausreichend für das Alter vorsorgen:
- Selbstständige: Sie sind nicht automatisch in Rentensysteme eingeschrieben und investieren ihr Geld oft lieber in den Aufbau ihrer Unternehmen, anstatt in die Altersvorsorge.
- Einkommensgrenzen: Viele Unternehmen berechnen die Auto-Enrolment-Beiträge nur auf Einkommen zwischen 6.240 und 50.270 Pfund. Dies führt dazu, dass viele Besserverdiener nicht genug in ihre Renten einzahlen.
- Altersgrenze: Arbeitnehmer unter 22 Jahren sind vollständig von der automatischen Einschreibung ausgeschlossen.
Empfehlungen für eine sichere Altersvorsorge
Pensions UK, der Dachverband für Rentensysteme, hat betont, dass eine Anhebung der durchschnittlichen Rentenbeiträge auf 12 % ein durchschnittliches Renteneinkommen von 31.300 Pfund pro Jahr für britische Steuerzahler ermöglichen würde. Diese Zahl verdeutlicht das Potenzial einer höheren Sparquote für eine finanziell abgesicherte Zukunft im Ruhestand. Die Ergebnisse der Bowmore-Studie unterstreichen die Notwendigkeit, die aktuellen Beitragsniveaus kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls anzupassen, um die Rentenlücke zu schließen und eine angemessene Altersvorsorge zu gewährleisten.