Broadcom stärkt KI-Position mit Google und Anthropic: Milliarden-Deals für Chips und Rechenkapazität

Broadcom stärkt KI-Position mit Google und Anthropic: Milliarden-Deals für Chips und Rechenkapazität

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Der Halbleiterriese Broadcom hat seine strategischen Partnerschaften mit Google und dem KI-Startup Anthropic erheblich ausgeweitet. Die neuen Vereinbarungen umfassen die Entwicklung zukünftiger KI-Chips für Google sowie den Zugang zu massiver Rechenkapazität für Anthropic, was die steigende Nachfrage nach Infrastruktur für generative KI-Modelle unterstreicht.

Broadcoms erweiterte Partnerschaft mit Google

Broadcom Inc. und Google LLC haben ein langfristiges Abkommen geschlossen, das Broadcom zur Entwicklung und Lieferung kundenspezifischer Tensor Processing Units (TPUs) für Googles zukünftige Generationen von TPUs verpflichtet. Parallel dazu wurde eine Liefervereinbarung getroffen, die Broadcom die Bereitstellung von Netzwerk- und anderen Komponenten für Googles KI-Racks der nächsten Generation bis zum Jahr 2031 zusichert.

Nach der Bekanntgabe in einer Wertpapiererklärung stiegen die Aktien von Broadcom im nachbörslichen Handel um 3 %. Die Aktien von Googles Muttergesellschaft Alphabet blieben unverändert.

Massive Rechenkapazität für Anthropic

In einer separaten Entwicklung haben Broadcom, Google und Anthropic PBC ihre bestehende strategische Zusammenarbeit erweitert. Ab 2027 wird Anthropic über Broadcom Zugang zu etwa 3,5 Gigawatt (GW) an TPU-basierter KI-Rechenkapazität der nächsten Generation erhalten, die auf Googles KI-Prozessoren basiert. Dies ist Teil eines Engagements von Anthropic für "mehrere Gigawatt" an Rechenleistung.

Die Nutzung dieser erweiterten KI-Rechenkapazität ist vom anhaltenden kommerziellen Erfolg von Anthropic abhängig. Krishna Rao, CFO von Anthropic, bezeichnete die Vereinbarung als "bahnbrechende Partnerschaft" und "bedeutendstes Compute-Engagement bis heute", um dem "beispiellosen Wachstum" des Unternehmens gerecht zu werden. Anthropic verzeichnete im Februar einen erheblichen Popularitätsschub, als seine Claude-App zur meistgenutzten kostenlosen US-App im Apple App Store avancierte.

  • Die Run-Rate-Umsätze von Anthropic haben 2026 die Marke von 30 Milliarden US-Dollar überschritten, gegenüber rund 9 Milliarden US-Dollar Ende 2025.
  • Die Anzahl der Geschäftskunden, die jährlich über 1 Million US-Dollar ausgeben, hat sich in weniger als zwei Monaten auf über 1.000 verdoppelt.
  • Der Großteil der neuen Rechenkapazität wird in den Vereinigten Staaten angesiedelt sein, was eine wesentliche Erweiterung der im November 2025 angekündigten Investition von 50 Milliarden US-Dollar in die Stärkung der amerikanischen Computerinfrastruktur darstellt.

Anthropic trainiert und betreibt seine Claude-Modelle auf einer Vielzahl von KI-Hardware, darunter AWS Trainium, Google TPUs und NVIDIA GPUs. Amazon bleibt dabei der primäre Cloud-Anbieter und Trainingspartner. Claude ist das einzige Frontier-KI-Modell, das Kunden auf allen drei größten Cloud-Plattformen – Amazon Web Services (Bedrock), Google Cloud (Vertex AI) und Microsoft Azure (Foundry) – zur Verfügung steht.

Der boomende Markt für KI-Infrastruktur

Die jüngsten Vereinbarungen unterstreichen die rasant steigende Nachfrage nach Infrastruktur, die für den Betrieb generativer KI-Modelle erforderlich ist. Broadcom-CEO Tan äußerte sich bereits im letzten Monat zu dieser Entwicklung und erklärte, dass die Nachfrage von Anthropic nach TPU-Rechenleistung von einem Gigawatt im Jahr 2026 voraussichtlich auf über drei Gigawatt im Jahr 2027 ansteigen werde.

Analysten von Mizuho, angeführt von Vijay Rakesh, schätzten nach dem letzten Earnings Call, dass Broadcom im Jahr 2026 KI-Umsätze in Höhe von 21 Milliarden US-Dollar und im Jahr 2027 42 Milliarden US-Dollar aus der Zusammenarbeit mit Anthropic erzielen könnte. Die aktuelle Wertpapiererklärung enthielt jedoch keine spezifischen Dollarbeträge.

Broadcom arbeitet zudem mit OpenAI, einem Konkurrenten von Anthropic, an kundenspezifischem Silizium für KI. Aktuell verlassen sich beide Modellentwickler stark auf Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia, die über Cloud-Anbieter wie Amazon, Google und Microsoft bezogen werden. OpenAI hat sich darüber hinaus verpflichtet, sechs Gigawatt an AMD-GPUs zu nutzen, wobei das erste Gigawatt in der zweiten Hälfte dieses Jahres in Betrieb gehen soll.

Es ist wichtig zu beachten, dass die in Broadcoms Wertpapiererklärung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen Risiken und Unsicherheiten unterliegen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von den Erwartungen abweichen.

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