Burry und Affleck: Skepsis gegenüber KI-Zuverlässigkeit und drohender Blase

Burry und Affleck: Skepsis gegenüber KI-Zuverlässigkeit und drohender Blase

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Der bekannte Investor Michael Burry, berühmt durch seine Vorhersage der US-Immobilienkrise 2008, hat sich der jüngsten Kritik des Schauspielers und Filmemachers Ben Affleck an der Künstlichen Intelligenz (KI) angeschlossen. Burry signalisierte damit seine starke Übereinstimmung mit Afflecks Skepsis bezüglich der Technologie und bekräftigte seine eigenen Warnungen vor einer potenziellen KI-Blase.

Michael Burry und Ben Affleck: Skepsis gegenüber KI-Zuverlässigkeit

In einem Post auf X teilte Burry kürzlich einen Ausschnitt aus einer Episode des Joe Rogan Experience Podcasts, in dem Affleck die aktuellen Fähigkeiten großer Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude und Gemini kritisierte. Affleck argumentierte, dass deren Output grundsätzlich "nicht zuverlässig" sei. Burry bezeichnete Affleck als "eindeutig einen klugen Kopf" und nannte dessen Argumente "vertraut und auf den Punkt gebracht", zudem "viel besser vorgetragen, als ich es je könnte".

Affleck führte im Podcast aus, dass diese Modelle darauf ausgelegt seien, den "Durchschnitt" widerzuspiegeln, was sie unfähig mache, echte menschliche Kreativität zu ersetzen. Obwohl er bestimmte eng gefasste Anwendungsfälle für die Technologie anerkannte, äußerte Affleck Zweifel, dass KI jemals wirklich bedeutungsvolle Texte produzieren oder gar eigenständig ganze Filme generieren könnte. Er schlussfolgerte, dass KI ein Werkzeug bleiben werde, das "gut darin sein wird, all die teuren und mühsamen Stellen zu füllen", aber "grundsätzlich" auf menschliche künstlerische Aspekte angewiesen sein wird.

Wirtschaftliche Bedenken bei KI-Modellen

Ben Affleck hinterfragte zudem die Wirtschaftlichkeit von KI-Modellen. Er stellte fest, dass die Leistungssteigerungen sich verlangsamten, während die Kosten stiegen. Als Beispiel nannte er: "ChatGPT 5.0 ist etwa 25 % besser als ChatGPT 4.0 und kostet etwa viermal so viel an Strom und Daten."

Diese Beobachtung unterstreicht eine zentrale Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung und Rentabilität von KI-Technologien. Die Diskrepanz zwischen marginalen Leistungsverbesserungen und exponentiell steigenden Betriebskosten könnte die breite Akzeptanz und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Frage stellen.

Burrys wiederholte Warnungen vor einer KI-Blase

Michael Burry hat in den letzten Monaten wiederholt vor einem bevorstehenden Platzen einer KI-Blase gewarnt. Er kritisierte Tech-Giganten wie Microsoft Corp. (NASDAQ:MSFT) und Alphabet Inc. (NASDAQ:GOOGL) (NASDAQ:GOOG) für ihre massiven Investitionen in Infrastruktur, die seiner Meinung nach bald obsolet werden könnte.

Burry hat kürzlich bekannt gegeben, dass er gegen NVIDIA Corp. (NASDAQ:NVDA) wettet. Er bezeichnete NVIDIA als "einfach das reinste Spiel" im Bereich der Künstlichen Intelligenz und als gefährlich abhängig vom Aufbau der KI-Infrastruktur. Er warnt, dass übermäßige Spekulation und Herdenmentalität die Vermögenspreise von KI-Unternehmen weit über ihren inneren Wert treiben.

Parallelen zur Dot-Com-Blase und Nvidia

Burry zieht chillinge Parallelen zur Dot-Com-Blase der späten 1990er Jahre. Er vergleicht Nvidias aktuelle Marktposition mit der von Cisco Systems während des Dot-Com-Booms. Cisco profitierte damals von der explosionsartigen Nachfrage nach Netzwerkausrüstung, bevor die Blase platzte und die Nachfrage einbrach.

Burry argumentiert, dass die massiven Kapitalinvestitionen in KI-Hardware zu enormen Abschreibungen führen werden, sobald der Hype nachlässt, ähnlich dem Telekommunikations-Bust nach dem Internet-Goldrausch. Er hat führenden KI-Unternehmen auch "verdächtige Umsatzrealisierung" und eine Unterschätzung der Abschreibungen vorgeworfen, wobei er die zirkulären Finanzierungsschleifen zwischen den Unternehmen als "ein Bild von Betrug, nicht von einem Schwungrad" bezeichnete.

Die aktuelle US-Marktrallye wird stark von KI-Fortschritten und Schlüsseltechnologiegiganten beeinflusst. Unternehmen wie Nvidia und Broadcom verzeichneten erhebliche Jahresgewinne von 36 % bzw. 47 %. Dieser KI-getriebene Anstieg trug maßgeblich zum 17 %igen Anstieg des S&P 500 im Jahresverlauf bei. Burry hebt jedoch ein kritisches Risiko hervor: die starke Abhängigkeit des S&P 500 von den "Magnificent Seven"-Aktien, die mittlerweile etwa 35 % des Index ausmachen. Diese Konzentration verstärkt die potenziellen Auswirkungen, sollten diese führenden Tech-Aktien ins Straucheln geraten.

Der Roundhill Generative AI & Technology ETF (CHAT)

Trotz Burrys Warnungen zeigt der Markt für generative KI weiterhin Stärke. Der Roundhill Generative AI & Technology ETF (NYSE:CHAT) verzeichnete im Jahr 2025 einen Anstieg von 41,36 % und über die letzten fünf Jahre ein Plus von 139,89 %.

Der ETF wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30 gehandelt, was über dem Durchschnitt des S&P 500 von 28 liegt. Der Fonds erzielt in Benzingas Edge Stock Rankings hohe Werte für Momentum, mit einem günstigen Preistrend auf kurze, mittlere und lange Sicht.

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