
Cardano-Gründer Hoskinson: 2,5 Mrd. $ Verlust – Regierung schuld am Krypto-Chaos
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Der Cardano-Gründer Charles Hoskinson hat in den letzten vier Jahren über 2,5 Milliarden US-Dollar verloren. Er führt diesen Rückgang nicht auf technologische Mängel zurück, sondern auf die Einmischung der Regierung, die den erwarteten Bullenmarkt im Krypto-Sektor zunichtegemacht habe. Die Branche, die auf einen Aufschwung hoffte, sah sich stattdessen mit Chaos konfrontiert.
Hoskinsons Milliardenverlust und die Markterwartungen
Hoskinson erklärte im "The Wolf Of All Streets Podcast", dass die Krypto-Branche nach der Wahl von Donald Trump einen Aufschwung erwartete. Stattdessen sei es zu einem chaotischen Marktumfeld gekommen. Die meisten Kryptowährungen hätten seit Trumps Amtsantritt 40 bis 50 Prozent an Wert verloren, was die ungesunde Verfassung des Sektors unter der aktuellen Führung zeige.
Er verglich den aktuellen Zustand des Krypto-Marktes scherzhaft mit Japan im Jahr 1946. Obwohl die Branche den FTX-Kollaps, die Luna-Implosion und die Durchsetzungskampagne des ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler überstanden habe, seien mit der Einmischung der Regierung neue Probleme entstanden.
Der Trump Memecoin: Ein politisches Eigentor für Krypto?
Die Einführung des offiziellen Trump (CRYPTO: TRUMP) Memecoins bezeichnete Hoskinson als "katastrophal". Sie habe Krypto von einem überparteilichen Thema mit 70 Senatsstimmen in eine parteipolitische Waffe verwandelt, die Demokraten in Wahlkämpfen nutzen würden. Vor der Einführung hatten Demokraten Wähler und Spender aus der Krypto-Branche.
Nun könnten sie mit der Botschaft "Krypto gleich Trump-Korruption" Wahlkampf machen. Dies mache es nahezu unmöglich, sinnvolle Gesetze zu verabschieden, selbst wenn die Republikaner den Kongress kontrollierten. Hoskinson betonte, dass Trump mit einem Memecoin unter einem angemessenen Regulierungsrahmen zwei- bis dreimal mehr Geld hätte verdienen können, da dies die Märkte mit institutionellem Kapital beflügelt hätte. Stattdessen habe er den Coin in Unsicherheit eingeführt und den Demokraten ein politisches Geschenk gemacht.
Warum der Retail-Sektor zögert und Institutionen dominieren
Viele Kleinanleger (Retail-Holder) liegen 70 bis 80 Prozent unter ihren Einstiegspunkten und können eine weitere Spekulationsrunde gegenüber ihren Familien nicht rechtfertigen. Hoskinson zitierte die Stimmung: "Der Retail-Sektor will nicht zurückkommen. Sie sind einfach so: Meine Frau wird sich von mir scheiden lassen, wenn ich dieses Zeug weiter kaufe, denn jedes Mal, wenn ich sage, es wird sich verzehnfachen, werde ich einfach zerstört."
Die Erholung im Jahr 2025 verlief zweigeteilt. Institutionelle Anleger kauften Bitcoin (CRYPTO: BTC) über ETFs und strukturierte Produkte, was den BTC-Kurs in die Höhe trieb. Dieses Kapital floss jedoch nicht in den Altcoin-Bereich, der das ganze Jahr über stagnierte.
Die Zukunft der Krypto-Seele: Wall Street oder Dezentralisierung?
Hoskinson enthüllte seinen persönlichen Verlust von über 2,5 Milliarden US-Dollar in den letzten vier Jahren. Damit widerspricht er Kritikern, die behaupten, es sei für wohlhabende Gründer einfach, optimistisch in Bezug auf die Krypto-Zukunft zu bleiben. Das verabschiedete "Genius Act" sei im Wesentlichen ein "Fan-Service für Banken" gewesen, der es ihnen ermögliche, Stablecoin-Emittenten zu werden. Es habe weder DeFi noch Layer-One-Protokollen geholfen und Innovationen nicht adressiert.
Hoskinson wies auf die Ironie hin: Jeder kaufte Bitcoin, um die Kontrolle der Wall Street zu vermeiden, und nun halten Institutionen alle Bitcoin im Namen anderer. Dieses Jahr sei entscheidend für die "Seele" von Krypto. Entweder übernehme die Wall Street vollständig, oder die Retail-Revolution finde mit der vierten Generation statt und der Markt kehre zur Dezentralisierung zurück.