Chainalysis-Bericht: Krypto-Transaktionen finanzieren Drohnen für Konflikte

Chainalysis-Bericht: Krypto-Transaktionen finanzieren Drohnen für Konflikte

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Staatliche und nicht-staatliche Akteure mit Verbindungen zu Russland und Iran nutzen zunehmend Kryptowährungen, um kostengünstige, kommerziell erhältliche Drohnen für anhaltende Konflikte zu erwerben. Dies geht aus einem neuen Bericht hervor, der am Montag von der Blockchain-Analysefirma Chainalysis veröffentlicht wurde. Die weit verbreitete Verfügbarkeit kommerzieller Drohnen auf globalen E-Commerce-Plattformen erschwert es den Behörden, diese Transaktionen zu verfolgen.

Kryptowährung als Beschaffungswerkzeug im Konflikt

Sanktionierte Entitäten, darunter der iranische Verteidigungssektor und verbündete Stellvertreter, greifen auf Kryptowährungen zurück, um Drohnenkomponenten zu beschaffen, die Exportkontrollen unterliegen. Das iranische Shahed-Drohnenprogramm, das im anhaltenden Konflikt mit den USA und Israel weit verbreitet ist, stützt sich "stark" auf Komponenten, die über Beschaffungsnetzwerke in Drittländern bezogen werden. Der Bericht hebt hervor, dass Blockchain-Technologie eine zunehmend wichtige Rolle in diesen Beschaffungsnetzwerken spielt, obwohl traditionelle Finanzmethoden weiterhin vorherrschen.

Russlands Rolle und die Finanzierung pro-russischer Gruppen

Dieser Trend wurde bereits in den frühen Phasen der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 beobachtet. Pro-russische Organisationen sammelten über 8,3 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen über verschiedene Blockchains, um explizit Drohnen von E-Commerce-Plattformen zu kaufen. Drohnen wurden dabei häufig als Kaufpriorität markiert. Russland soll zudem im Zuge des anhaltenden Krieges kampferprobte Drohnentechnologie an Teheran transferiert haben. Dies umfasst die Nutzung iranischer Lizenzen zur Skalierung der Produktion und die Weitergabe von Drohnen mit russisch bereitgestellten Informationen, die vom Iran bei regionalen Angriffen eingesetzt wurden.

Irans Strategie zur Umgehung von Sanktionen

Der Iran ist kein Neuling im Einsatz von Kryptowährungen als Mittel zur Umgehung westlicher Finanzsanktionen. Ein Bericht vom Januar enthüllte, dass das iranische Verteidigungsministerium Exportzentrum (Mindex) offen für die Aushandlung von Militärverträgen ist, die Zahlungen in digitalen Währungen ermöglichen. Diese Strategie unterstreicht das Potenzial der Technologie, ansonsten undurchsichtige Transaktionen zu klären.

Die Rolle von Blockchain-Analysen und E-Commerce

Obwohl Kryptowährungstransaktionen oft als undurchsichtig gelten, ermöglicht die Blockchain-Technologie detaillierte Transaktionsabbildungen. Chainalysis-Forscher konnten Krypto-Transaktionen von einzelnen Wallets, die mit Drohnenentwicklern oder paramilitärischen Gruppen in Verbindung stehen, bis zu Käufen bei E-Commerce-Anbietern zurückverfolgen. Dies verschafft den Behörden bessere Einblicke in die Absicht hinter diesen Käufen. Die Nutzung von E-Commerce-Plattformen für solche Beschaffungen stellt jedoch eine Herausforderung für die Überwachung dar.

Auswirkungen auf den E-Commerce-Sektor

Die Erwähnung von E-Commerce-Plattformen in diesem Kontext wirft Fragen auf. Alibaba reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Benzinga zur Stellungnahme. Die Alibaba-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um 0,48 % und schlossen im regulären Handel am Montag 0,58 % niedriger bei 121,98 US-Dollar. Obwohl die Alibaba-Aktie kurz-, mittel- und langfristig schwächere Preistrends zeigte, erhielt sie in den Edge Stock Rankings von Benzinga einen hohen Value Score.