
China fordert Niederlande zur Korrektur im Nexperia-Streit auf
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Die Spannungen zwischen China und den Niederlanden haben sich im Streit um den Halbleiterhersteller Nexperia weiter verschärft. Peking fordert Den Haag auf, seine "Fehler" umgehend zu korrigieren, um die Stabilität der globalen Halbleiter-Lieferkette wiederherzustellen, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über das chinesisch-eigene Unternehmen übernommen hatte. Diese Entwicklung löst zunehmend Besorgnis in der Automobilindustrie aus.
Eskalation im Halbleiterstreit um Nexperia
Im September griff die niederländische Regierung zu einem ungewöhnlichen Schritt und nutzte ein Gesetz aus der Zeit des Kalten Krieges, um die Kontrolle über Nexperia zu übernehmen. Nexperia ist ein chinesisch-eigener Chip-Hersteller mit Sitz in den Niederlanden. Berichten zufolge erfolgte dieser Schritt, nachdem die USA Sicherheitsbedenken geäußert hatten.
Das Logo des chinesisch-eigenen Halbleiterunternehmens Nexperia wurde am 23. Oktober 2025 in der deutschen Niederlassung des Chip-Herstellers in Hamburg gezeigt, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle übernommen hatte und die Automobilindustrie Alarm wegen möglicher Auswirkungen auf die Autoproduktion schlug.
Chinas Reaktion und globale Auswirkungen
Als Reaktion auf die niederländische Intervention blockierte China den Export von Nexperia-Produkten aus dem Land. Diese Maßnahme führte umgehend zu Besorgnis bei globalen Automobilherstellern, die bereits mit Engpässen bei den Komponenten des Chip-Herstellers konfrontiert waren. Die Blockade verschärft die bestehenden Herausforderungen in der globalen Lieferkette für Halbleiter.
Forderung nach Korrektur aus Peking
Am Mittwoch forderte ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums die Niederlande auf, "ihre Fehler sofort zu korrigieren und die Hindernisse für die Wiederherstellung der Stabilität und Sicherheit der globalen Halbleiter-Lieferkette zu beseitigen." Der Sprecher äußerte sich kritisch über die Haltung der Niederlande.
"Was verwirrend ist, ist, dass die Niederlande angesichts der Angst und Unruhe der globalen Industrie gleichgültig bleiben und stur auf ihrem eigenen Weg beharren, absolut keine verantwortungsvolle Haltung gegenüber der Sicherheit der globalen Halbleiter-Lieferkette zeigen und keinerlei substanzielle Maßnahmen ergreifen", so der Sprecher in einer Erklärung, laut einer Google-Übersetzung.
Niederländische Position und offene Fragen
Ein Sprecher der niederländischen Regierung war am Mittwochmorgen für eine Stellungnahme nicht sofort erreichbar. Der niederländische Wirtschaftsminister Vincent Karremans hat seine Entscheidung, in das Unternehmen einzugreifen, in den letzten Wochen wiederholt verteidigt. Die Situation bleibt angespannt und die Auswirkungen auf die globale Halbleiterindustrie und die Automobilproduktion sind weiterhin ungewiss.