Chinas Industrieprofite steigen stark, doch Ölpreisschock droht

Chinas Industrieprofite steigen stark, doch Ölpreisschock droht

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Chinas Industrieunternehmen verzeichneten zu Jahresbeginn einen deutlichen Gewinnanstieg, der auf Bemühungen zur Eindämmung von Überkapazitäten und zur Stärkung der Exportnachfrage zurückzuführen ist. Trotz dieser positiven Entwicklung droht jedoch ein Schock auf den globalen Ölmärkten, ausgelöst durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die die wirtschaftlichen Aussichten trüben könnten.

Chinas Industrieprofite legen kräftig zu

Die Gewinne chinesischer Industrieunternehmen sind in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 um beeindruckende 15,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies geht aus Daten des National Bureau of Statistics hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden, und setzt den starken Aufschwung vom Dezember fort, als bereits ein Anstieg von 5,3 % verzeichnet wurde. Dieser Zuwachs ist ein Ergebnis der Bemühungen der Behörden, die Auswirkungen industrieller Überkapazitäten und einer schwachen Konsumnachfrage einzudämmen.

Für das gesamte Jahr 2025 stiegen die Industrieprofite in China um 0,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit wurde eine dreijährige Phase des Rückgangs beendet. Die Regierung in Peking hat aggressive Preiswettbewerbe eingedämmt, während Unternehmen verstärkt auf Exporte setzten, um die Nachfrage in Übersee zu nutzen.

Ölpreisschock trübt die Aussichten

Die positiven Entwicklungen werden jedoch durch die Unsicherheiten auf den globalen Energiemärkten überschattet. Eine Störung der Öllieferungen aus dem Nahen Osten, ausgelöst durch US-israelische Angriffe auf den Iran, hat die Situation verschärft. Infolgedessen hat Teheran die Straße von Hormus, eine entscheidende Wasserstraße für Energietransporte, für die meisten Handelsschiffe geschlossen, was die globalen Energiemärkte destabilisiert.

Die Auswirkungen der steigenden globalen Ölpreise beginnen sich bereits in der Wirtschaft bemerkbar zu machen. China hat als Reaktion darauf die Höchstpreise für Benzin und Diesel im Einzelhandel angehoben. Um den Schock für die Verbraucher abzufedern, wurde die Erhöhung jedoch auf etwa die Hälfte des üblichen Maßes moderiert.

Pekings Maßnahmen und Chinas Widerstandsfähigkeit

Trotz der globalen Turbulenzen wird erwartet, dass die steigenden Energiepreise die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weniger stark beeinflussen als die meisten anderen Länder. Dies liegt an Chinas massiven Ölreserven und der Nutzung alternativer Energiequellen. Zudem hat der Iran seit Beginn des Konflikts weiterhin Millionen Barrel Rohöl nach China geliefert.

Ein Öltanker entlädt beispielsweise Rohöl an einem Terminal im Hafen von Qingdao in der östlichen Provinz Shandong. Diese Aufnahme vom 11. März 2026 verdeutlicht die fortlaufende Versorgung.