Chinas Pkw-Absatz sinkt im November 2025, NEVs trotzen dem Trend

Chinas Pkw-Absatz sinkt im November 2025, NEVs trotzen dem Trend

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Die Pkw-Einzelhandelsumsätze in China, einschließlich Limousinen, MPVs und SUVs, sind im November 2025 im Jahresvergleich um über 8% gesunken. Insgesamt wurden 2,23 Millionen Einheiten verkauft, gegenüber 2,45 Millionen Einheiten im gleichen Monat des Vorjahres. Diese Daten stammen von der China Passenger Car Association (CPCA).

Dies war der zweite Rückgang in Folge für den chinesischen Pkw-Markt, nachdem er im letzten Jahr, angetrieben durch staatliche Verkaufsanreize und aggressive Preiskämpfe lokaler Hersteller, stark zugelegt hatte. Der Markt scheint nun eine gewisse Sättigung zu erreichen, da er auf starke Vorjahresvolumina trifft – im November des Vorjahres stiegen die Verkäufe noch um 18%.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktsättigung

Das chinesische BIP-Wachstum verlangsamte sich im dritten Quartal 2025 auf 4,8% im Jahresvergleich. Dies spiegelt eine schwächere Konsumentenstimmung und wachsende geschäftliche Unsicherheit wider, die durch die angespannten Handelsbeziehungen des Landes mit den USA verursacht werden. Diese makroökonomischen Faktoren tragen zur aktuellen Marktentwicklung bei.

Die Kombination aus einer bereits hohen Verkaufsbasis im Vorjahr und einer nachlassenden Konsumentenbereitschaft führt zu einem herausfordernden Umfeld für den Pkw-Sektor. Die aggressive Preisgestaltung unter den Herstellern deutet ebenfalls auf einen intensiven Wettbewerb in einem reifer werdenden Markt hin.

NEVs trotzen dem Trend, Verbrenner verlieren deutlich

Trotz des allgemeinen Rückgangs zeigten New Energy Vehicles (NEVs) weiterhin Wachstum. Die Verkäufe von NEVs stiegen um 4% auf 1,32 Millionen Einheiten und machten damit über 59% der gesamten Pkw-Verkäufe im November 2025 aus. Ein Beispiel für ein beliebtes NEV ist der BYD Song Plus PHEV.

Im Gegensatz dazu sanken die Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor (ICE) um 22% auf 910.000 Einheiten. Dies unterstreicht den anhaltenden strukturellen Wandel auf dem chinesischen Automobilmarkt hin zu elektrifizierten Antrieben.

Jahresbilanz und Ausblick

In den ersten elf Monaten des Jahres 2025 stiegen die gesamten Pkw-Einzelhandelsumsätze in China um 6,6% auf 21,622 Millionen Einheiten, verglichen mit 20,285 Millionen Einheiten im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Verkäufe von New Energy Vehicles erhöhten sich im Jahresverlauf um knapp 20% auf 11,47 Millionen Einheiten, was 53% der Pkw-Einzelhandelsumsätze im Land entspricht. Die Verkäufe von ICE-Fahrzeugen beliefen sich auf 10,15 Millionen Einheiten.

Die chinesische Regierung hat angekündigt, ihr NEV-Konjunkturprogramm Ende des Jahres zu reduzieren. Die CPCA erwartet daher einen starken Anstieg der NEV-Verkäufe im Dezember, da Verbraucher versuchen könnten, von den auslaufenden Anreizen zu profitieren.

Chinas umfassende Strategie für erneuerbare Energien

Der Aufstieg der NEVs ist Teil einer umfassenderen Transformation Chinas hin zu erneuerbaren Energien und Umweltschutz. In den letzten zehn Jahren hat sich China von einem der größten Umweltverschmutzer zu einem Vorreiter in der globalen Produktion sauberer Energie entwickelt. Diese Verschiebung wird durch eine Mischung aus Top-Down-Politik, massiven staatlichen Investitionen und pragmatischem Eigeninteresse vorangetrieben.

Unter Xi Jinpings "ökologischer Zivilisation" wurde Umweltschutz zu einer nationalen Priorität. Dies umfasst Anti-Verschmutzungs-Maßnahmen und Megaprojekte im Bereich erneuerbarer Energien. China hat allein im Jahr 2024 über 373 GW an erneuerbaren Energien installiert und damit seine Wind- und Solarziele für 2030 bereits sechs Jahre früher erreicht.

Fortschritte und Herausforderungen im Umweltschutz

China hat seit der "Airpocalypse" der 2010er Jahre erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Luftverschmutzung gemacht. Die nationalen Durchschnittswerte für Feinstaub (PM2.5) fielen bis 2023 erstmals unter 30 μg/m³ und sanken 2024 weiter auf etwa 28 μg/m³. Dies entspricht einem Rückgang von 57% gegenüber den Höchstständen von 2013.

Trotz dieser Erfolge bleibt Chinas Abhängigkeit von Kohle hoch. Laut Daten der Internationalen Energieagentur (IEA) verbraucht China ein Viertel der weltweiten Kohle und seine Kohlekraftwerksflotte ist jung und effizient. Die Regierung fördert zwar die Umstellung auf Gas in Industrie und Haushalten, doch die Herausforderung, die Kohleverstromung zu reduzieren, bleibt bestehen.