Chinesischer Robotik-CEO lässt sich treten: EngineAI trotzt Skepsis und sichert Millionen

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Der CEO des chinesischen Robotik-Startups EngineAI, Zhao Tongyang, hat sich in einem aufsehenerregenden Video von seinem humanoiden Roboter T800 treten lassen. Diese ungewöhnliche Demonstration diente dazu, Online-Skeptiker zu widerlegen, die frühere Videos des Roboters als computergeneriert (CGI) bezeichneten, und unterstreicht die Herausforderungen der Authentizität in der schnell wachsenden Branche der humanoiden Robotik.

Spektakulärer Beweis: CEO lässt sich vom Roboter treten

In dem auf Instagram veröffentlichten Video trug Zhao Tongyang, CEO von EngineAI (auch bekannt als Zhongqing Robotics), Bein-, Bauch- und Kopfpolster. Der T800-Roboter des Unternehmens trat Tongyang daraufhin in den Bauch, woraufhin er zu Boden fiel. "Zu gewalttätig! Zu brutal!", rief Tongyang nach dem Vorfall, der auf Instagram über 17.000 Likes sammelte.

Das Unternehmen erklärte in einem Kommentar unter dem Video, es sei "neugierig" gewesen, wie sich ein Tritt des T800 anfühlt, und habe daher ein "Experiment" durchgeführt. Dieser Stunt folgte auf ein früheres Video, das den humanoiden Roboter bei Tritten und Salti zeigte und von Online-Nutzern als CGI kritisiert wurde. EngineAI veröffentlichte daraufhin auch Behind-the-Scenes-Material, um die Echtheit zu beweisen. Es bleibt unklar, ob der T800 während der Demonstration teleoperiert oder autonom agierte.

Milliardenmarkt im Fokus: EngineAI und die Investoren

EngineAI sicherte sich im Dezember 2025 eine Finanzierungsrunde von 180,69 Millionen US-Dollar. Diese Runde wurde von chinesischen Investmentgruppen wie HPR Capital, Tsinghua Holdings Capital und Henan Investment Group angeführt. Insgesamt hat Zhongqing Robotics in zwei Jahren sieben Finanzierungsrunden erhalten und verfügt über mehr als 5 Milliarden Yuan.

Zhao Tongyang ist ein Branchenveteran, der zuvor als Präsident von PX Robotics, einer Tochtergesellschaft von XPeng, tätig war. Im Jahr 2023 verließ er PX Robotics, um EngineAI zu gründen und tritt nun mit seinem ehemaligen "Wohltäter" He Xiaopeng im Bereich der humanoiden Robotik in den Wettbewerb. Morgan Stanley prognostiziert, dass der Markt für humanoide Robotik bis 2050 einen Wert von über 5 Billionen US-Dollar erreichen wird. Interessanterweise wurde EngineAI nicht in Morgan Stanleys Liste der 25 Unternehmen aufgeführt, die den Markt dominieren sollen, darunter Größen wie Nvidia und Sony.

Skepsis und Authentizität: Eine Branchenherausforderung

Die Notwendigkeit solcher spektakulären Demonstrationen unterstreicht ein wiederkehrendes Problem in der Robotikbranche: die Skepsis gegenüber der Authentizität von Roboterfähigkeiten. Viele Unternehmen, darunter Tesla mit seinem Optimus-Roboter, haben ähnliche Stunts gezeigt, um die Leistungsfähigkeit ihrer Maschinen zu demonstrieren. Optimus führte beispielsweise Kung Fu mit dem Schauspieler Jared Leto auf dem roten Teppich von "Tron: Ares" auf, wobei CEO Elon Musk betonte, dass "niemand den Roboter kontrollierte".

Tele-Operation, also die Fernsteuerung durch einen Menschen, ist bei humanoiden Robotern noch weit verbreitet. Beispiele hierfür sind der Wäsche faltende und Geschirrspüler befüllende Roboter Neo sowie frühe Optimus-Modelle, die bei einer Veranstaltung als Barkeeper eingesetzt wurden. Unternehmen wie Tesla bewegen sich jedoch weg von teleoperationsbasiertem Training hin zur Datenerfassung ausschließlich mittels Kameras, um die Autonomie zu fördern.

Risiken und Realitäten: Die Zukunft der humanoiden Robotik

Die Branche der "Embodied Intelligence" befindet sich trotz des starken Interesses von Investoren noch in einem frühen Industrialisierungsstadium. Humanoiden Roboter stehen weiterhin vor Herausforderungen in Bezug auf die Reife der Kerntechnologie und das Gleichgewicht zwischen Kosten und Leistung. Die Demonstration des T800 wirft auch ernsthafte Sicherheitsbedenken auf: Wenn Roboter so mächtig sind, dass sie Knochen brechen können, müssen strenge Sicherheitsstandards etabliert werden, insbesondere wenn sie mit Menschen zusammenarbeiten oder -leben sollen.

Im vergangenen Monat verklagte ein ehemaliger Sicherheitsingenieur des US-Robotikunternehmens Figure AI seinen Arbeitgeber, weil er angeblich entlassen wurde, nachdem er gewarnt hatte, dass dessen Roboter "mächtig genug waren, einen menschlichen Schädel zu zertrümmern". EngineAI kommentierte, dass das Team 2026 die szenariobasierte Verifizierung und den großflächigen Einsatz des Produkts vorantreiben werde, um die industrielle Aufrüstung mit technologischer Stärke zu fördern und ein neues Ökosystem des Mensch-Roboter-Zusammenlebens zu gestalten.

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