Citi CEO Fraser: Private Credit sicher, außer 3 Krisen konvergieren

Citi CEO Fraser: Private Credit sicher, außer 3 Krisen konvergieren

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Die CEO von Citigroup, Jane Fraser, äußerte sich am Dienstag auf der RBC Global Financial Institutions Conference "zuversichtlich" bezüglich der Risiken im Private-Credit-Sektor. Obwohl sie derzeit keine systemische Gefahr sieht, warnte sie vor einer potenziell problematischen Konvergenz aus geopolitischen Spannungen, Rissen im Private-Credit-Markt und Unsicherheiten bei KI-Bewertungen. Parallel dazu prognostiziert Citigroup robuste Ergebnisse für das erste Quartal 2026 und bekräftigt ihre Jahresziele.

Private Credit: Aktuell keine systemische Gefahr

Jane Fraser betonte, dass sie "einige idiosynkratische Risiken" bei Akteuren erwarte, die keine guten Kreditstandards haben, dies aber nicht als "systemisches Problem" betrachte. Die Private-Credit-Branche, die Kreditvergabe außerhalb traditioneller Banken umfasst, steht jedoch seit Wochen verstärkt im Fokus.

  • Blackstone und BlackRock haben vergangene Woche Abhebungen aus ihren nicht börsengehandelten Private-Credit-Fonds begrenzt, nachdem es zu Rücknahmeanträgen kam.
  • Investoren sind besonders besorgt über die Exposition einiger Fonds gegenüber Softwareunternehmen, da KI diesen Sektor stören könnte.
  • Kritiker ziehen Vergleiche zur Zeit vor 2008 und warnen vor einer breiteren Marktkrise, während führende Akteure der Private-Credit-Branche ihre Portfolios verteidigen.

Die drei Konvergenzrisiken

Fraser hob hervor, dass die Situation "problematischer" würde, wenn drei potenzielle Krisen zusammenlaufen: anhaltende geopolitische Spannungen, Risse im Private-Credit-Markt und die Disruption durch Künstliche Intelligenz (KI). Sie betonte, wie schwer es ist, zukünftige Entwicklungen an den globalen Finanzmärkten vorherzusagen.

Geopolitische Spannungen und Ölpreise

Die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten auf die Wirtschaft hängen laut Fraser von dessen "Dauer und Eindämmbarkeit" ab. Ein anhaltender Ölpreis über 100 US-Dollar pro Barrel könnte die Inflation beeinflussen und das globale Wachstum bremsen. Die Ölpreise stiegen am Sonntagabend über 100 US-Dollar, fielen am Montag nach Äußerungen von Präsident Donald Trump und blieben am Dienstag volatil.

KI-Disruption und Bewertungsfragen

Neben den geopolitischen Risiken wies Fraser auf die anhaltenden Fragen zu KI-Bewertungen und den disruptiven Einfluss der Technologie auf Branchen hin. Citi investiert wie viele andere Banken stark in Technologie, um ihre Abläufe zu transformieren. Dies wirft Fragen nach einer möglichen Reduzierung der Mitarbeiterzahl auf, obwohl die CEO betonte, dass Citi weiterhin in KI-Technologie investiert, insbesondere angesichts neuer Modelle.

Citi's Geschäftsaussichten und Strategie

Trotz der globalen Unsicherheiten prognostiziert Citigroup für das erste Quartal 2026 ein Wachstum im mittleren Zehnerbereich bei den Investmentbanking-Gebühren und Markterträgen. Fraser verwies auf eine stabile Kundenaktivität trotz erneuter geopolitischer Spannungen und betonte, dass "Large Cap M&A derzeit nicht ins Stocken gerät." Fusionen und Aktienemissionen treiben das Gebührenwachstum an, während der Marktumsatz durch Aktien und festverzinsliche Wertpapiere gestärkt wird.

Die Bankchefin bekräftigte das Jahresziel von 10 % bis 11 % Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTE), nachdem dieser Wert im vierten Quartal 2025 auf bereinigter Basis bei 7,7 % lag. Sie plant, die meisten Abfindungen und damit verbundenen Kosten frühzeitig im ersten Quartal zu verbuchen, was sie als "kurzfristigen Schmerz für langfristigen Gewinn" bezeichnete. Ziel ist eine operative Effizienzquote von rund 60 % in diesem Jahr. Im vierten Quartal 2025 übertraf Citi die Erwartungen der Wall Street mit einem Anstieg der Investmentbanking-Gebühren um 35 % auf 1,29 Milliarden US-Dollar und einem Anstieg der Bankeinnahmen um 78 % auf 2,2 Milliarden US-Dollar. David Wagner von Aptus Capital Advisors bezeichnete dies als "Turnaround-Story für Citi". Die Citi-Aktien stiegen am Dienstag um etwa 3 %, übertrafen damit JPMorgan und Goldman Sachs.

Herausforderungen und Ausblick

Trotz des Optimismus bleiben Risiken bestehen. Die anhaltenden Entlassungen bei Citi, die Teil von Frasers Bemühungen sind, die Mitarbeiterzahl zu reduzieren und die Renditen zu verbessern, zeigen den Druck auf die Bank. Citi steht unter hohem Druck, ihre umfassende Umstrukturierung erfolgreich umzusetzen und die angestrebten Rentabilitätsziele zu erreichen. Der nächste Bericht von Citi wird am 14. April veröffentlicht, gefolgt von einem Investorentag am 7. Mai.

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