Citi macht Fortschritte: Aufsichtsbehörden lockern Auflagen

Citi macht Fortschritte: Aufsichtsbehörden lockern Auflagen

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Citigroup hat bedeutende Fortschritte bei der Stärkung ihres Risikomanagements und ihrer internen Kontrollen erzielt. Die US-Bankenaufsichtsbehörde OCC hat eine geänderte Auflage aufgehoben, und die Federal Reserve hat formelle Mängelhinweise geschlossen. Diese Entwicklungen signalisieren eine wachsende Zufriedenheit der Regulierungsbehörden mit den Bemühungen der Bank, ihre Systeme zu modernisieren.

Fortschritte im Risikomanagement: OCC hebt Auflage auf

Die Office of the Comptroller of the Currency (OCC) hat eine geänderte Auflage, die im Juli 2024 gegen Citi erlassen wurde, aufgehoben. Diese Entscheidung deutet darauf hin, dass die Aufsichtsbehörde mit den Fortschritten der Bank bei der Behebung von Problemen im Risikomanagement zufrieden ist. Die OCC erklärte, dass die Sicherheit und Solidität der Bank sowie ihre Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften die Fortsetzung der Änderung nicht mehr erforderten.

Diese geänderte Auflage war eine Ergänzung zu einer ursprünglichen OCC-Anordnung vom Oktober 2020, die weiterhin in Kraft bleibt. Citi-Führungskräfte hatten zuvor angegeben, dass die geänderte Auflage mit Problemen im Datenqualitätsmanagement zusammenhing. Citi kommentierte die Maßnahme der OCC mit den Worten: "Unsere Transformation war unsere oberste Priorität, und wir widmen die notwendigen Ressourcen, um unsere Systeme zu modernisieren und unser Risiko- und Kontrollumfeld zu stärken."

Federal Reserve beendet wichtige Mängelhinweise (MRIAs)

Parallel dazu hat die US-Notenbank Federal Reserve Citigroup mitgeteilt, dass sie formelle Hinweise zur Behebung von Schwachstellen im Handelsrisikomanagement geschlossen hat. Diese sogenannten "Matters Requiring Immediate Attention" (MRIAs) wurden Ende 2023 von der Fed erlassen und betrafen die Berechnung und Verwaltung von Risiken mit Handelspartnern sowie die Kapitalrückstellung für potenzielle Verluste. Die Beendigung dieser Hinweise, die Reuters erstmals berichtete, ist ein wichtiger Erfolg für CEO Jane Fraser.

Einer der drei MRIAs forderte Citi auf, ihre Daten und Governance rund um die Kapitalrückstellung für Kontrahentenkreditrisiken zu verbessern. Weitere MRIAs bezogen sich auf die Verwendung von Proxys bei der Berechnung des Kontrahentenkreditrisikos, wenn Daten nicht verfügbar sind, sowie auf Governance-Mängel, insbesondere mangelnde Klarheit über Verantwortlichkeiten in verschiedenen Rechtseinheiten der Bank. Citi und die Fed lehnten eine Stellungnahme zu diesen vertraulichen Aufsichtsangelegenheiten ab.

Die Wurzel der Probleme: Datenqualität und interne Kontrollen

Die jüngsten Fortschritte sind Teil eines fünfjährigen Bestrebens von Citi, sich von einer Reihe von behördlichen Maßnahmen zu befreien, die eine Verbesserung des unternehmensweiten Risikomanagements und der internen Kontrollprogramme forderten. Nach einer irrtümlichen Zahlung von 900 Millionen US-Dollar an Kreditgeber des Kosmetikunternehmens Revlon im Sommer 2020 erließen sowohl die OCC als auch die Federal Reserve Auflagen und verhängten eine Geldstrafe von 400 Millionen US-Dollar. Die Fed-Anordnung von 2020 bleibt ebenfalls in Kraft.

Beide Behörden kritisierten Citi für Mängel in der Daten-Governance, im Risikomanagement und bei den internen Kontrollen, die zu unsicheren und ungesunden Praktiken führten. Zusätzlich zur Strafe von 400 Millionen US-Dollar im Jahr 2020 musste die Bank später weitere 136 Millionen US-Dollar an Bußgeldern für Verstöße gegen die 2020er-Anordnungen zahlen. Ein Hauptproblem war die Inkonsistenz der Bankdaten, die aus mehreren, noch nicht vollständig integrierten Systemen nach großen Akquisitionen resultierte.

Hohe Investitionen und zukünftiger Fokus

Der Umbau des Risikomanagements war kostspielig. Allein in diesem Jahr hat die Bank laut Chief Financial Officer Mark Mason knapp 3,5 Milliarden US-Dollar für Verbesserungen im Risikomanagement ausgegeben. Zum Vergleich: Citis Nettoertrag für das gesamte Jahr 2024 betrug 12,7 Milliarden US-Dollar. Die Sanierungskosten sollen jedoch sinken, da die Bank "ungefähr zu zwei Dritteln oder fast abgeschlossen" sei, was das Erreichen einiger der angestrebten Zustände betrifft, so Mason.

Die Arbeit umfasste die Standardisierung von Kontrollen, die Automatisierung manueller Prozesse und die Verbesserung der regulatorischen Berichterstattung. Mason betonte, dass der Bereich, in dem weiterhin Fortschritte erzielt werden müssen, die Datenqualität sei, insbesondere im Hinblick auf die regulatorische Berichterstattung. Citi habe hier in den letzten 12 Monaten "bedeutende Fortschritte" gemacht, unter anderem durch die Zentralisierung der Aufsicht und den Einsatz von künstlicher Intelligenz und anderer Technologie. Dennoch werde dieser Bereich bis 2026 weiterhin im Fokus stehen. Anand Selva, Chief Operating Officer von Citi, ist seit März 2023 für die Sanierung der Programme verantwortlich.

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