Clawdbot wird Moltbot: Anthropic erzwingt Namenswechsel bei viralem KI-Agenten

Clawdbot wird Moltbot: Anthropic erzwingt Namenswechsel bei viralem KI-Agenten

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Der virale KI-Agent Clawdbot trägt ab sofort den neuen Namen Moltbot. Diese Umbenennung erfolgte auf Drängen von Anthropic, dem Unternehmen hinter Claude Code, aufgrund von Ähnlichkeiten, die eine Markenrechtsverletzung vermuten ließen. Trotz der erzwungenen Änderung bleibt die Kernmission des Open-Source-Agenten unverändert.

Von Clawdbot zu Moltbot: Ein erzwungener Namenswechsel

Der beliebte KI-Agent Clawdbot, ursprünglich benannt nach dem Monster, das Nutzer beim Neuladen von Claude Code sehen, wurde kürzlich in Moltbot umbenannt. Anthropic kontaktierte den Schöpfer Peter Steinberger bezüglich der Namensähnlichkeiten. Steinberger äußerte sich auf X direkt: "Ich wurde von Anthropic gezwungen, den Account umzubenennen. Es war nicht meine Entscheidung."

Moltbot selbst kommentierte die Änderung ebenfalls auf X: "Anthropic bat uns, unseren Namen zu ändern." Der neue Name "Molt" passe perfekt, da es beschreibe, was Hummer tun, um zu wachsen. Die Option, lediglich das "d" zu entfernen und den Namen in "Clawbot" zu ändern, war laut Steinberger "nicht erlaubt".

Die Mission bleibt bestehen

Trotz des Namenswechsels wird Moltbot seine ursprüngliche Mission beibehalten. Der kostenlose, quelloffene Agent soll weiterhin vielfältige Aufgaben übernehmen, von der Buchung von Dinner-Reservierungen bis hin zur Überwachung von "Vibe-Coding-Sessions". Auch das Maskottchen von Clawdbot wurde umbenannt und heißt nun Molty.

Markenrechtliche Hintergründe und Steinberger's Einschätzung

Die offizielle Marke "Clawd", das Logo von Claude Code, wurde im Juni 2024 geschaffen. Nur drei Tage vor der Umbenennung hatte Steinberger in einer Episode des Podcasts "Insecure Agents" noch geäußert, er halte den Namen für rechtlich unbedenklich. Er habe recherchiert und "keine Marke dafür gefunden", so Steinberger. Der Vorfall unterstreicht die zunehmende Bedeutung von Markenrechten im schnelllebigen KI-Sektor.

Krypto-Verwirrung und Fan-Reaktionen

Die Namensänderung sorgte auch in der Krypto-Community für Aufsehen, da es eine unabhängige "Clawd"-Meme-Coin gibt. Krypto-Händler zeigten sich verärgert, woraufhin Steinberger eine Nachricht veröffentlichte, in der er sie bat, ihn nicht mehr zu "pingen" und zu "belästigen", da dies "das Projekt aktiv beschädige". Sein persönliches GitHub-Konto wurde kurzzeitig von "Krypto-Scammern" übernommen, obwohl Moltbots Konto unversehrt blieb.

Einige Moltbot-Fans reagierten ebenfalls irritiert auf die Umbenennung. In einem von Steinberger reposteten Beitrag fragte ein Ingenieur den Anthropic CEO Dario Amodei direkt: "Hassen Sie Erfolg?"

Weitere Markenrechtsstreitigkeiten in der KI-Branche

Der Fall Moltbot ist kein Einzelfall in der KI-Welt. Die Branche erlebt immer wieder Auseinandersetzungen um Namensrechte:

  • OpenAI entfernte im Juni die Nachricht über seinen Deal mit Jonny Ive von seiner Website, nachdem das KI-Hardware-Startup iyO einen Streit eingereicht hatte (Ives Startup hieß "io").
  • Cameo verklagte OpenAI wegen des Namens seines Tools für virtuelle Abbilder in der Sora-App, was OpenAI dazu veranlasste, die Funktion umzubenennen.

Diese Beispiele zeigen, dass Markenrecht ein kritischer Aspekt für Unternehmen und Entwickler im expandierenden KI-Markt ist und zunehmend zu Anpassungen zwingt.

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