Coinbase CEO Armstrong: Wall Street unterschätzt Krypto-Disruption

Coinbase CEO Armstrong: Wall Street unterschätzt Krypto-Disruption

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Brian Armstrong, CEO von Coinbase Global Inc. (NASDAQ:COIN), hat am Dienstag erklärt, dass sein Unternehmen an der Wall Street "missverstanden" wird. Er argumentiert, dass einige Akteure der traditionellen Finanzwelt (TradFi) die "Disruption" durch Kryptowährungen nicht verkraften können. Armstrong sieht Coinbase in einer stärkeren Position, während die Finanzbranche sich wandelt.

Coinbase und die Skepsis der Wall Street

Armstrong äußerte sich in einem X-Post zur Skepsis der traditionellen Finanzwelt gegenüber Krypto. Er stellte fest, dass sich die TradFi in zwei Lager teilt: eine Hälfte "lehnt sich an" und "umarmt" Kryptowährungen, während die andere Hälfte "Widerstand leistet". Armstrong führt diese Skepsis auf Anreize zurück, da die Karrieren vieler TradFi-Akteure im traditionellen Finanzsystem aufgebaut wurden und Krypto als Bedrohung empfunden wird.

Er zog einen Vergleich zu Uber Technologies Inc. (NYSE:UBER), dessen Geschäftsmodell von Taxiunternehmen naturgemäß ungünstig betrachtet wurde. Armstrong argumentiert, dass Krypto die Wall Street direkt disruptiert, weshalb ein Missverständnis von Krypto und Coinbase durch einige an der Wall Street nachvollziehbar sei. Er warnte: "Die Nachzügler werden zurückgelassen werden."

Ein "Innovator's Dilemma" im Finanzsektor

Armstrong wurde in einer AMA (Ask Me Anything) mit Analysten gefragt, warum Coinbase von der Wall Street oft missverstanden oder unterschätzt wird. Er bezeichnete dies als ein "klassisches Innovator's Dilemma". Seiner Meinung nach ist Coinbase noch keine Konsensmeinung unter traditionellen Analysten.

Er empfiehlt, sich auf die Ankündigungen eines Unternehmens und dessen Erfolgsbilanz bei der Umsetzung zu konzentrieren, anstatt sich ausschließlich auf Analystenmodelle zu verlassen, die ein Übertreffen oder Verfehlen der Erwartungen prognostizieren. Armstrong bekräftigte, dass Coinbase sich in einer "stärkeren" Position befinde.

Finanzielle Leistung und Analystenbewertungen

Coinbase verzeichnete im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 1,78 Milliarden US-Dollar, womit die Analystenschätzungen verfehlt wurden. Das Ergebnis je Aktie (EPS) lag jedoch bei starken 0,66 US-Dollar und übertraf die Prognosen. Der Gesamtjahresumsatz 2025 erreichte 7,2 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Aktie von Coinbase hat ein Konsens-Kursziel von 314,94 US-Dollar, basierend auf den Einschätzungen von 29 Analysten. Die drei jüngsten Bewertungen ergeben ein durchschnittliches Kursziel von 194 US-Dollar, was ein potenzielles Aufwärtspotenzial von etwa 17,23 % suggeriert. Am Dienstag schlossen die Coinbase-Aktien im regulären Handel 1,03 % höher bei 166,02 US-Dollar, fielen jedoch im nachbörslichen Handel um 0,32 %. Laut Benzinga's Edge Stock Rankings weist die COIN-Aktie kurz-, mittel- und langfristig einen schwächeren Preistrend auf und besitzt ein durchschnittliches Value-Ranking.

Regulierungsbedenken und Wettbewerbsforderungen

Armstrong äußerte auch Bedenken hinsichtlich der Regulierung und warf Banken vor, den Wettbewerb zu unterdrücken. Er forderte die Gesetzgeber auf, bei der Verabschiedung von Gesetzen ein "faires Spielfeld" zu schaffen. Coinbase zog seine Unterstützung für einen Gesetzesentwurf zur Marktstruktur von Kryptowährungen zurück, kurz bevor die Gesetzgeber über die Gesetzgebung abstimmen sollten.

Der Hauptkritikpunkt war eine Regelung, die Kryptowährungsplattformen das Zahlen von Belohnungen auf ungenutzte Stablecoin-Guthaben untersagen würde. Diese Regelung gilt nicht für traditionelle Banken, die Zinsen auf Dollar-Einlagen anbieten.

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