Coinbase stärkt "Everything Exchange" mit Übernahme von The Clearing Company

Coinbase stärkt "Everything Exchange" mit Übernahme von The Clearing Company

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Coinbase Global Inc. (NASDAQ:COIN) hat am Montag die Übernahme des Prognosemarkt-Startups The Clearing Company bekannt gegeben. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, um das Engagement in diesem aufstrebenden Sektor zu vertiefen und die Vision einer "Everything Exchange" zu verwirklichen. Das Unternehmen strebt eine Plattform an, die Krypto-, Aktien- und Ereignishandel nahtlos integriert.

Coinbase verstärkt Engagement in Prognosemärkten

Die Übernahme von The Clearing Company, einem Startup, das sich auf regulierte On-Chain-Prognosemärkte konzentriert, markiert einen bedeutenden Schritt für Coinbase. Das von Toni Gemayel geführte Unternehmen, der zuvor als Head of Growth bei Polymarket und Kalshi tätig war, hatte im August 15 Millionen US-Dollar an Risikokapital erhalten, unter anderem von Union Square Ventures und Coinbase Ventures. Ziel war es, einen On-Chain, erlaubnisfreien Prognosemarkt zu schaffen.

Coinbase erklärte in einer Pressemitteilung, dass Toni Gemayel und sein Team dazu beitragen werden, den Handel mit Prognosemärkten auf Coinbase zu skalieren und die Ambitionen für diese "aufregende Kategorie" als Teil der "Everything Exchange" zu beschleunigen. Der Abschluss des Deals wird für Januar 2026 erwartet, wobei das gesamte Team von The Clearing Company zu Coinbase wechseln soll.

Die Vision der "Everything Exchange"

Die Akquisition passt zur übergeordneten Strategie von Coinbase, sich von einer reinen Krypto-Plattform zu einem diversifizierten Finanzmarktplatz zu entwickeln. Die "Everything Exchange" zielt darauf ab, eine umfassende Handelsplattform für Nutzer bereitzustellen, die Krypto, Aktien, Derivate und den Handel mit realen Ereignissen miteinander verbindet.

Erst kürzlich führte das an der Nasdaq gelistete Unternehmen eine neue Funktion für den Aktienhandel ein, die schrittweise für ausgewählte US-Nutzer ausgerollt wird. Zudem umfasst die Expansion von Coinbase auch eine Stablecoin-Plattform und Zahlungsinfrastruktur.

Regulierungslandschaft und rechtliche Schritte

Die Ankündigung der Übernahme erfolgte nur wenige Tage, nachdem Coinbase Kalshi formell integriert hatte, um seine Prognosemärkte zu betreiben. Kurz darauf reichte Coinbase Klagen gegen Michigan, Illinois und Connecticut ein. Das Unternehmen stellte die Zuständigkeit der Bundesstaaten für die Regulierung von Prognosemärkten in Frage.

Coinbase argumentiert, dass die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die alleinige Regulierungsbehörde für diese Märkte sein sollte und nicht einzelne staatliche Glücksspielregulierungsbehörden. The Clearing Company hatte ihrerseits kürzlich eine Clearinghouse-Lizenz bei der CFTC beantragt.

Der wachsende Markt für Ereigniswetten

Prognosemärkte entwickeln sich schnell zu einem wichtigen Trend in der Fintech- und Kryptowelt. Laut Daten von Dune Analytics und The Block erreichen die kombinierten monatlichen Volumina in dieser Branche beeindruckende 8 Milliarden US-Dollar.

Neben Coinbase, das nun auch Nutzern den Handel mit realen Ereignissen wie politischen Wahlen, Wirtschaftsberichten, kulturellen Ereignissen und Sportergebnissen ermöglicht, hat auch Robinhood Markets Inc. (NASDAQ:HOOD) bereits Anfang des Jahres eine Partnerschaft mit Kalshi geschlossen.

Marktreaktion und Ausblick

Die Aktien von Coinbase zeigten nach der Ankündigung eine positive Reaktion. Im nachbörslichen Handel stiegen die Coinbase-Aktien um 0,20 % auf 248,40 US-Dollar. Während der regulären Handelssitzung am Montag schloss der Kurs bereits 1,13 % höher bei 247,90 US-Dollar, wie Daten von Benzinga Pro zeigen.

Benzingas proprietäres Edge Rankings System bewertet "Growth" als die stärkste Kategorie für COIN mit einem Wert von 96,55/100. Dies unterstreicht das Wachstumspotenzial, das Analysten dem Unternehmen in diesem expandierenden Sektor zuschreiben.

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