Collins Foods veräußert Taco Bell in Australien und fokussiert auf KFC-Expansion in Deutschland

Collins Foods veräußert Taco Bell in Australien und fokussiert auf KFC-Expansion in Deutschland

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Der australische Restaurantbetreiber Collins Foods hat eine bindende, bedingte Vereinbarung zur Veräußerung von 20 seiner 27 Taco Bell-Standorte in Australien an ein verbundenes Unternehmen von Yum! Brands und Restaurant Brands Australia getroffen. Dieser Schritt markiert eine definitive strategische Neuausrichtung, um sich auf das Kerngeschäft mit KFC zu konzentrieren, insbesondere auf die Expansion in Deutschland.

Strategische Neuausrichtung: Collins Foods veräußert Taco Bell

Collins Foods, bekannt für seine Restaurantbetriebe in Australien und Europa, vollzieht einen entscheidenden Schritt zur Straffung seines Portfolios. Die Veräußerung der Mehrheit seiner Taco Bell-Filialen in Australien folgt Berichten vom letzten Jahr über die geplante Abkehr vom Taco Bell-Geschäft in diesem Markt. Die verbleibenden sieben Taco Bell-Standorte, die nicht Teil der Transaktion sind, sollen kurzfristig geschlossen werden, wobei Collins Foods bereits Gespräche mit Parteien zur Übertragung der Pachtverträge führt.

Xavier Simonet, Managing Director und CEO von Collins Foods, äußerte sich erfreut über die geplante Transaktion. Er betonte, dass diese es Collins Foods ermöglichen werde, sich auf das Kerngeschäft mit KFC in Australien und Europa zu konzentrieren, einschließlich der Beschleunigung der profitablen Entwicklung in Deutschland. Zudem sei man besonders erfreut, dass den Mitarbeitern der 20 übergehenden Taco Bell-Restaurants Arbeitsplatzsicherheit und Kontinuität der Beschäftigung angeboten werden.

Details der Transaktion und Bedingungen

Die Vereinbarung sieht einen "nominalen" Kaufpreis vor, ergänzt um den Wert von Lagerbeständen und Kassenbeständen. Die Käufer übernehmen zudem die Mietverbindlichkeiten für die 20 Standorte. Collins Foods wird für etwaige Netto-Betriebsverluste und notwendige Kapitalausgaben (CapEx) entschädigt, die für diese Filialen im Zeitraum von April 2026 bis zum Abschluss der Transaktion anfallen.

Der Abschluss der Transaktion ist an mehrere Bedingungen geknüpft. Dazu gehören die erfolgreiche Beendigung der Verhandlungen über die im Vertrag festgelegten Bedingungen, die Zustimmung der Vermieter, das Erreichen eines bestimmten Schwellenwerts für die Übernahme von Mitarbeitern sowie die Freigabe durch die australische Wettbewerbs- und Verbraucherkommission (ACCC). Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, wird der Abschluss zwischen Juni und August 2026 erwartet, wobei der genaue Zeitpunkt von der Dauer der behördlichen Genehmigungen abhängt.

Fokus auf KFC und Expansion in Deutschland

Mit der Veräußerung der Taco Bell-Sparte beabsichtigt Collins Foods, seinen Fokus auf das profitable KFC-Geschäft in seinen Schlüsselmärkten zu legen. Dies umfasst sowohl Australien als auch Europa, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Deutschland. Bereits im April letzten Jahres kündigte das Unternehmen Pläne an, innerhalb von fünf Jahren 40 bis 70 neue KFC-Filialen in Deutschland zu eröffnen, da die Marke dort als "unterdurchdrungen" gilt.

Die strategische Entscheidung spiegelt sich auch in den jüngsten Geschäftszahlen wider. Während KFC Australien im Zwischenbericht einen Umsatz von A$563,8 Millionen (entspricht $385,6 Millionen) verzeichnete, zeigte Taco Bell im Halbjahr bis zum 12. Oktober 2025 einen Umsatzrückgang von fast 4%. Diese Entwicklung unterstreicht die Bedeutung der Konzentration auf das umsatzstärkere KFC-Segment.

Finanzielle Perspektive und Analystenmeinung

Die Nachricht über die Veräußerung führte am 31. März zu einer Reaktion am Aktienmarkt. Die Aktien von Collins Foods (ASX:CKF) fielen um 3,8% auf A$8,450, den niedrigsten Stand seit dem 24. Juni 2025. Trotz des anfänglichen Rückgangs sehen Analysten die strategische Neuausrichtung positiv.

Michael Toner, Analyst bei RBC Capital Markets, kommentierte die Transaktion: "Auf dem Saldo betrachten wir die Übertragung der 20 TB-Filialen für einen nominalen Betrag als leicht positiv." Er zeigte sich zudem optimistisch hinsichtlich der Veräußerung der Pachtverträge für die verbleibenden sieben Standorte, angesichts des Wettbewerbs unter den Schnellrestaurantbetreibern um Standorte. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass die langfristigen strategischen Vorteile die kurzfristigen Marktreaktionen überwiegen könnten.

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