CoreWeave Aktie: Insiderverkäufe, Short-Interesse und KI-Wachstum

CoreWeave Aktie: Insiderverkäufe, Short-Interesse und KI-Wachstum

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Die Aktien von CoreWeave Inc. (NASDAQ:CRWV), einem führenden KI-Cloud-Anbieter, fielen am Donnerstag im vorbörslichen Handel. Dieser Rückgang erfolgte inmitten erheblicher Insiderverkäufe und eines breiteren Rückzugs der Nasdaq-Futures, was auf makroökonomischen Gegenwind hindeutet.

Die Nasdaq-Futures sanken um 1,63 %, während die S&P 500-Futures um 1,24 % nachgaben. Diese Entwicklungen belasten den gesamten Technologiesektor und tragen zur Unsicherheit bei den Anlegern bei.

CoreWeave-Aktie unter Druck: Insiderverkäufe und Makro-Gegenwind

Jüngste Einreichungen zeigen umfangreiche Verkäufe durch Top-Führungskräfte von CoreWeave. CEO Michael Intrator veräußerte am 25. März 32.460 Aktien zu einem Preis von 87,34 US-Dollar, was einem Gesamtvolumen von rund 7,20 Millionen US-Dollar entspricht. Nach dieser Transaktion hält Intrator noch 5.666.501 Aktien direkt.

Chief Development Officer Brannin McBee trennte sich am 23. und 30. März über "Sell-Options"-Transaktionen von Eigenkapital im Wert von über 25 Millionen US-Dollar. Diese Insiderverkäufe könnten als Signal für Anleger interpretiert werden und tragen zur negativen Stimmung bei.

Steigendes Short-Interesse und Finanzierungsmeilenstein

Die Wetten gegen den KI-Cloud-Anbieter nehmen zu. Das Short-Interesse an CoreWeave stieg im letzten Zeitraum von 53,13 Millionen auf 60,73 Millionen Aktien. Derzeit sind 22,59 % des Free Floats des Unternehmens leerverkauft. Basierend auf dem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen würden Leerverkäufer 2,71 Tage benötigen, um ihre Positionen zu decken.

Dieser Ausverkauf unterbricht eine jüngste positive Dynamik. Erst am Dienstag hatte CoreWeave einen 8,5 Milliarden US-Dollar schweren Investment-Grade-Finanzierungsdeal abgeschlossen. Das Unternehmen betonte, dass dies die erste Investment-Grade-bewertete GPU-gestützte Finanzierung darstellt.

CoreWeave: Ein "Neocloud"-Pionier im KI-Sektor

CoreWeave ist ein reiner KI-Anbieter, der eine KI-spezifische Cloud-Infrastruktur, auch als "Neocloud"-Plattform bezeichnet, bereitstellt. Diese Neocloud-Plattformen wurden entwickelt, um datenintensive Rechenaufgaben wie das Training von KI-Modellen oder die Entwicklung agentischer KI-Workflows zu bewältigen.

Das Unternehmen bietet Software-Services an, die speziell für KI-Anwendungen optimiert sind. Ein Beispiel ist das Slurm-Produkt, das die KI-Schulung beschleunigt, indem es die Startlatenz reduziert, den Datendurchsatz verbessert und die Laufzeitauslastung erhöht. CoreWeave unterstützt seine Plattformen durch ein zweckgebundenes Netzwerk von 43 (und wachsenden) KI-Rechenzentren in den USA, Kanada und Europa.

Der Besitz dieser Rechenzentrumsinfrastruktur ermöglicht es CoreWeave, Dienstleistungen wie den Zugang zu hochmodernen Nvidia Blackwell GPUs anzubieten, die kleinere Unternehmen sonst möglicherweise nicht nutzen könnten.

Rasantes Wachstum trifft auf Profitabilitätsbedenken

CoreWeave verzeichnete ein rasantes Umsatzwachstum, das von 229 Millionen US-Dollar im Jahr 2023 auf 5,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 anstieg. Das Management prognostiziert für 2026 einen weiteren Sprung von mindestens 235 %. Trotz dieses beeindruckenden Wachstums ist die Aktie von ihrem 52-Wochen-Hoch um 55 % gefallen.

Einige Investoren sind besorgt, dass CoreWeave trotz des explosionsartigen Umsatzwachstums noch nicht profitabel ist. Der Nettoverlust der letzten zwölf Monate (TTM) erreichte einen Rekordwert von 1,2 Milliarden US-Dollar. Dies ist teilweise auf die massiven Infrastrukturinvestitionen zurückzuführen, die das Unternehmen tätigt.

Da CoreWeaves Geschäftsmodell auf dem Besitz von Rechenzentren basiert, wurden allein im vierten Quartal 8,2 Milliarden US-Dollar für Investitionsausgaben getätigt, um das anhaltende Kundenwachstum zu unterstützen. Für 2026 sind Ausgaben von mindestens 30 Milliarden US-Dollar geplant. Der Markt befürchtet, dass CoreWeave bei einem möglichen Platzen einer KI-Blase mit teuren, ungenutzten Rechenzentrumskapazitäten dastehen könnte. CoreWeave argumentiert jedoch, dass die Nachfrage für sich spricht, mit einem vertraglich zugesicherten Umsatzrückstand von 66,8 Milliarden US-Dollar, der den geplanten Infrastrukturausbau direkt unterstützt.

Technische Analyse: Wichtige Marken im Blick

Zum Zeitpunkt des vorbörslichen Handels am Donnerstag notierte die CoreWeave-Aktie bei 74,50 US-Dollar und lag damit 5,02 % im Minus. Technisch gesehen handelt die Aktie 6 % unter ihrem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt (SMA), was auf einen kurzfristig abwärts gerichteten Trend hindeutet. Sie liegt auch 11,4 % unter ihrem 100-Tage-SMA.

Der Moving Average Convergence Divergence (MACD), ein Trend-/Momentum-Maß, liegt bei -2,3224 gegenüber einer Signallinie von -2,0840. Die Aktie befindet sich zudem deutlich näher an ihrem 52-Wochen-Tief von 33,52 US-Dollar als an ihrem Hoch von 187,00 US-Dollar.

  • **Wichtiger Widerstand**: 88,00 US-Dollar – ein Bereich, in dem Erholungen zuletzt Schwierigkeiten hatten, sich zu halten.
  • Wichtige Unterstützung: 70,50 US-Dollar – ein Niveau, das Käufer nach dem Zusammenbruch im März verteidigen könnten.

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