Cramer: Trump-Volatilität bietet Anlegern wieder Kaufgelegenheiten

Cramer: Trump-Volatilität bietet Anlegern wieder Kaufgelegenheiten

Aktualisiert:
3 Min. Lesezeit
AI-Generated
Human-verified
Teilen:

Keine Anlageberatung • Nur zu Informationszwecken

Die jüngsten Drohungen von Präsident Donald Trump mit Zöllen haben den Aktienmarkt erneut in Aufruhr versetzt. Laut Jim Cramer von CNBC könnte genau dies der Moment sein, in dem Anleger aktiv werden sollten, da sich Volatilität oft als Kaufgelegenheit erweist.

Trumps Einfluss auf den Aktienmarkt

Jim Cramer äußerte sich am Mittwochabend in seiner Sendung "Mad Money" dazu, dass fast jede Handlung des Präsidenten erhebliche Auswirkungen auf den Aktienmarkt habe und Trump sich dessen bewusst sei. Ein wesentlicher Unterschied zu Trumps erster Amtszeit von 2017 bis 2021 sei jedoch, dass Trump in seiner zweiten Amtszeit "weit komfortabler damit ist, den Markt nach unten zu treiben, nicht nach oben", so Cramer. Er rät Anlegern, sich darauf einzustellen, da es in den nächsten drei Jahren "viele gute Kaufgelegenheiten" geben sollte.

Die Reaktionen der Wall Street auf Trumps Politik – ob angedroht oder umgesetzt – waren bereits im vergangenen Jahr deutlich spürbar. Cramer betont, dass die Auswirkungen auf den Aktienmarkt durch Handels-, Steuer-, Kapitalrückgabe- oder Militärpolitik wichtiger seien als alles andere, abgesehen von der Richtung der Zinssätze.

Politische Entscheidungen und ihre Marktreaktionen

Ein aktuelles Beispiel für diese Dynamik zeigte sich am Mittwoch. Nachdem Trump eine militärische Aktion zur Übernahme Grönlands ausgeschlossen und später am Tag einen "Deal-Rahmen" zu Grönland mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte bekannt gegeben hatte, erholten sich die Aktienkurse. Alle drei großen US-Indizes – der S&P 500, Nasdaq und Dow Jones Industrial Average – stiegen am Mittwoch um mehr als 1 %.

Diese Erholung stoppte den "Sell America"-Trend vom Dienstag, als die Märkte aufgrund von Trumps Drohungen mit neuen Zöllen auf europäische Nationen fielen. Parallel zum Deal-Rahmen am Mittwoch sagte Trump die für den nächsten Monat geplanten europäischen Zölle ab.

Historische Muster: Volatilität als Chance

Cramer verweist darauf, dass Anleger dieses Muster bereits kennen und das Ende oft dasselbe sei. Er erinnert sich an den "Liberation Day Fracas" am 9. April, als Trump kurz nach Börsenöffnung auf Truth Social zum Kauf von Aktien aufrief. Stunden später nahm Trump viele der zuvor eingeführten, steiler als erwarteten Zölle zurück, die einen dramatischen Ausverkauf ausgelöst und Vergeltungszölle von Ländern wie China provoziert hatten.

"Es stellte sich als eine erstaunliche Kaufgelegenheit heraus", sagte Cramer am Mittwoch. Tatsächlich festigte sich die Markterholung Ende April und im Mai, als Fortschritte bei Handelsabkommen die Unsicherheit minderten. Die Verluste von Anfang April waren bis Mitte Mai vollständig wieder aufgeholt.

Cramer's Fazit für Anleger

Jim Cramer empfiehlt Anlegern, sich auf weitere Volatilität einzustellen, aber gleichzeitig bereit zu sein, Qualitätsaktien zu günstigen Preisen zu erwerben. Er fasst zusammen: "Er gibt Ihnen so viele Kaufgelegenheiten in diesem Spiel des internationalen und nationalen Hühnchens, seit er das Amt übernommen hat, dass Sie nur auf die heißen warten und dann etwas kaufen müssen."

Erwähnte Persönlichkeiten